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Fluss- und Quelljungfern

Die Arten auf dieser Seite:

Flussjungfern:

Kleine Zangenlibelle, Westliche Keiljungfer, Gemeine Keiljungfer, Grüne Flussjungfer

Quelljungfern:

Zweigestreifte Quelljungfer

Gestreifte Quelljungfer

Eine eigene Gattung innerhalb der Großlibellen bilden die Flussjungfern. Eine der seltensten unter ihnen ist die Kleine Zangenlibelle.  Sie wurde seit 1925 im Naturschutzgebiet "Wahner Heide" nicht mehr sicher nachgewiesen und galt, gemäß der Roten Liste für bedrohte Tierarten, in der gesamten Niederrheinischen Bucht als ausgestorben. Das "Team Waldschrat" hat sie im Jahr 2008 nach fast 100 Jahren wieder entdeckt. in den Folgejahren konnte erfreulicherweise eine Zunahme der Population festgestellt werden. Ihren Namen verdankt sie dem zangenähnlichen Gebilde am Hinterleib. Feurig schwarz-gelb gezeichnet und mit grünen Facettenaugen versehen, zählt sie zu den schönsten Fussjungfern. Ihr Vorkommen ist auf wenige Stellen in geamtem Bundesgebiet beschränkt.

Die folgenden Aufnahmen zeigen frisch geschlüpfte Tiere. Die Farben sind noch sehr blass und der Chitinpanzer ist noch nicht vollständig getrocknet. Erst mit dem Erreichen der Geschlechtsreife zeigen die Flussjungfern ihre kräftig leuchtende schwarz - gelbe Zeichnung.

Ein frisch geschlüpftes Männchen, noch auf der Exuvie (leere Larvenhülle) sitzend. Die zangenähnlichen Hinterleibsanhänge sind hier sehr schön zu erkennen und erleichtern die Bestimmung.

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Im direkten Vergleich hierzu das Weibchen der Kleinen Zangenlibelle. Achtet einmal auf die unterschiedlichen Hinterleibsanhänge und die Form des Abdomens.

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Für das Weibchen der Kleinen Zangenlibelle gilt logischerweise das Gleiche. Sich im Aussehen von dem Männchen stark unterscheidend, fällt als erstes der robuste Hinterleib auf, den es zur Produktion von Eiern benötigt. Die fehlenden Zangen werden durch den Legeapparat ersetzt. Die schwarz - gelbe Zeichnung ist im Allgemeinen etwas breiter und unterstützt das Weibchen bei der Tarnung in der Vegetation.

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Die Kleine Zangenlibelle wird etwa 50 Millimeter groß und erreicht eine Flügelspannweite von 75 Millimetern. Das Gelb der erwachsenen Tiere geht im Thoraxbereich ins Grünliche über. Am Hinterleib verblasst das Gelbe mit der Zeit ins Weißliche. Auffälligstes Merkmal sind die mächtigen Zangen am Hinterleib des Männchens, die der Art ihren Namen gab.

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Die Flugzeit der Art begint in unseren Breiten ab Mitte Juni und endet etwa Ende August. Sie entwickelt sich an schnell fließenden klaren Bächen und kleineren Flüssen mit entsprechend guter Wasserqualität. Die Uferbereiche sollten sandige Stellen aufweisen, damit sich die Larven darin voll entwickeln können. Ihre Entwicklungszeit wird auf 3 bis 5 Jahre geschätzt. Die Art ist bei uns extrem gefährdet, es sind nur wenige Fundstellen als inselartige Vorkommen bekannt.

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Die Weibchen, die wie bei vielen anderen Libellenarten auch, ein Leben im Verborgenen führen, kommen um die Mittagszeit zur Paarung an die Gewässer. Hier werden sie von den wartenden Männchen ergriffen. Die eigentliche Paarung, die in Tandemformation beginnt, findet meist in den Wipfeln der Bäume ihren Abschluss. Die folgenden Aufnahmen zeigen ein Pärchen der Kleinen Zangenlibelle in Tandemformation.

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Unmittelbar nach der Paarung geht das Weibchen zur Eiablage über. Hierzu sucht es im extremen Tiefflug das Gewässer nach geeigneten Stellen ab. Aus diesem Grund ist die Eiablage ein sehr gefährlicher Lebensabschnitt, da im Wasser viele Fressfeinde lauern. Die folgenden Bilder zeigen ein derartiges Szenario. Weibchen der Kleinen Zangenlibelle werden von den Männchen dabei nicht bewacht.

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Wie die Kleine Zangenlibelle gehört die Westliche Keiljungferzu den Flussjungfern in der artenreichen Großlibellenfamilie. In Form und Größe geht sie mit der Kleinen Zangenlibelle konform, im Aussehen ist sie  weniger auffällig. 

Laut zeitgenössischer Literatur ist sie die einzige Gattung von Flussjungfern, die sowohl mit fließenden als auch mit stehenden Gewässern als Habitat klar kommt. Diese Aussage bedarf  dringend einer Korrektur, denn jüngste Beobachtungen haben bewiesen, dass nicht nur die Westliche Keiljungfer, sondern auch die Gemeine Keiljungfer, die wir im Anschluss vorstellen werden, sich gebietsweise auf beide Gewässertypen eingestellt hat.

Der Schlupf der Westlichen Keiljungfer geht sehr rasch vonstatten. Wie Ihr an den eingeblendeten Zeiten sehen könnt, vollzieht sich die Umwandlung von der Larve zum flugfähigen Insekt innerhalb einer knappen Stunde. Zudem schlüpft sie sehr verborgen im ufernahen Gras und ist nur sehr schwer auszumachen. Die Larven härten hier in waagerechter Position aus und die Libelle steigt senkrecht aus ihr hervor. Ihren Hinterleib zieht sie in halbschräger Position aus der Larve, ohne vorher, wie andere Großlibellen, kopfunter eine Weile verharrt zu haben. Die Flügel gewinnen sehr schnell an Größe, der Hinterleib folgt nach. Auch beim Flügel trocknen verliert sie keine Zeit. Sie legt quasi einen Kaltstart hin.

Normalerweise entfernt sich die Libelle ein gutes Stück von der Larve und steigt zum Trocknen nach oben. Hier hatte die Larve keinen guten Platz gewählt, die Libelle hatte nichts zum Klettern. Es ist trotzdem gut gegangen. Dass dies nicht immer der Fall ist, zeigen die letzten beiden Bilder. Missbildungen kommen immer mal vor und werden von den natürlichen Feinden der Libellen, wie den Spinnen, sofort bemerkt und ausgenutzt.

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Charakteristisch für alle Flussjungfern sind die weit auseinander stehenden Facettenaugen. Dazwischen liegen drei Punktaugen, die dem Tier zur Licht- und Entfernugsmessung dienen. Die folgenden Aufnahmen zeigen Jungtiere der Westlichen Keiljungfer.


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Eine frisch ihrer Exuvie (Bild unten Mitte) entschlüpfte Westliche Keiljungfer weist eine deutlich andere Färbung auf. Dadurch ist sie leicht mit anderen Flußjungfenrarten zu verwechseln. Stunde um Stunde wechselt sie ihr Aussehen, bis sie vollständig ausgefärbt und erwachsen ist.

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Die Augen leuchten blau - grün und die schwarze Untergrundfarbe tritt hervor. Hier seht Ihr ein fertig ausgefärbtes Männchen der Westlichen Keiljungfer.

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Die Weibchen dieser Flussjungfernart erscheinen etwas heller als die Männchen, da  bei ihnen die  Farbe Gelb mehr in den Vordergrund rückt. Die Augenpartien beider Geschlechter sind bei dieser Gattung gleich gefärbt.

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An Baggerseen, Flüssen und Kanälen bis hin zu breiten Strömen kann man mit etwas Glück (da sie selten geworden ist) die Gemeine Keiljungfer finden. Sie ist, was den Körperbau betrifft, die kräftigste Libelle aus der Gattung der Flussjungfern. Der stämmige Körper hat eine Länge von ca. 5 Zentimetern. Die Flügelspannweite beträgt bis zu 7 Zentimeter. Ihren Namen erhielt sie aufgrund der keilförmigen Form ihres Hinterleibes. Die Libelle entfernt sich bis zur Geschlechtsreife bis zu mehreren Kilometern vom Schlupfgewässer. Wir fanden dieses Exemplar am Rande eines Rapsfeldes, scheinbar auf Beutesuche. Die Aufnahmen der Bildreihe unten zeigen  Männchen dieser Flussjungfernart.

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Die Weibchen der Gemeinen Keiljungfer ist ebenfalls kräftig gebaut. Die Färbung des Tieres beschränkt sich auf ein kräftiges schwarz - gelb. Im Unterschied zum Männchen ist ihr Hinterleibsende kaum keulig verdickt.  Hier einige Aufnahmen der weiblichen Libelle. Typisch sind auch hier die bei allen Flussjungferarten weit auseinander stehenden Augen.

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Es folgen noch einige Aufnahmen, die die Gemeine Keiljungfer in ihrem angestammten Lebensraum, am Gewässer zeigen.

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Die Paarung dieser Libellenart findet in dichtem Uferbewuchs statt. Danach setzt sich das Weibchen auf ein Substrat und beginnt damit,  ein circa erbsengroßes Eipaket auszupressen. Im Anschluss fliegt es zum offenen Gewässer,  um dieses Paket auf die Wasseroberfläche fallen zu lassen, wo die Eier dann zu Boden sinken. Auf dem Foto links beginnt das Weibchen zu pressen. Rechts ist dieses Eipaket schon deutlich zu erkennen. Da diese Situation extrem selten  beobachten werden kann, ist dieses Foto auch unter anderem für ein Lehrbuch bestimmt.

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Die Grüne Flussjungfer, auch fälschlicher Weise als Grüne Keiljungfer bezeichnet, ist eine recht kräftig gebaute Libelle aus der Familie der Flussjungfern. Mit einer Flügelspannweite von 7.5 Zentimetern und einer Körperlänge von bis zu 6 Zentimetern zählt sie zu den mittelgroßen Libellen. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt im Osten Europas bis nach Kasachstan. Nach Westen hin wird sie immer seltener. Westlich des Rheins fehlt die Art.

Dank ihrer auffälligen Färbung, der lindgrünen Brust und des schwarz - gelben Hinterleibs, ist sie in der freien Natur optimal getarnt und sehr schwer auszumachen. Darüber hinaus zählt die Grüne Flussjungfer zu den scheuesten Libellen überhaupt. Männchen und Weibchen der Art sehen in etwa gleich aus, zeigen also keinen Sexualdimorphismus.

Wir zeigen hier zunächst Bilder vom Schlupf eines Männchens der Grünen Flussjungfer. Im Anschluß an diese Bilderserie folgt das Artenprofil mit Aufnahmen ausgefärbter Tiere  der Art.

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Wie bei allen Flußjungfernarten geht der Schlupf recht zügig von statten. Während Edel- oder Segellibellen mehrere Stunden für die Metamorphose bis zum fertigen Fluginsekt benötigen, schafft eine Flußjungfer (Gomphide) das Ganze unter optimalen Voraussetzungen in 30 - 45 Minuten. Die hier gezeigten Aufnahmen entstanden bei einer Temperatur von ca. 20°C und böigem Wind. Der Schlupfort ist ein toter Baumstamm inmitten eines Flusses. Vom Beginn des Schlupfes bis zum Jungfernflug des Tieres vergingen etwa 90 Minuten.

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Sofort nach dem verlassen der alten Larvenhaut (Exuvie) richtete sich das Tier nach dem Stand der Sonne aus.

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Foto links unten: Der Wassertropfen, der am Ende des Hinterleibes der Grünen Flußjungfer austritt, resultiert von der Aufnahme von Flüssigkeit, während der Umstellung von Tracheen- auf Lungenatmung. Dieses überflüssige Gewicht muss vor dem Jungfernflug ausgeschieden werden. Ist dieser Balast entsorgt, entfaltet die Libelle ihre Schwingen und bereitet sich durch kurze Flügelgymnastik auf ein Leben in der Luft vor. (Foto rechts unten.) Die Flügel werden sich nach dem Aufklappen niemals wieder schließen.

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Der Lebensraum dieser Art sind fliessende Gewässer mit entsprechend guter Wasserqualität. Dies können Bäche von 50 Zentimetern Breite, aber auch große Flüsse sein, die eine entsprechend dicht bewachsene Unfervegetation aufweisen.

Die Grüne Flussjungfer ist eine reine Hochsommerart. Ihre Flugzeit beginnt Mitte Juli und endet im Oktober. Die erwachsenen Tiere sitzen meist auf Ansitzen oder Steinen inmitten des Gewässers, wo sie für viele Feinde, einschließlich des Naturfotografen, schwer erreichbar sind.

Dem entsprechend muss man, angemessen gekleidet, mit der gesamten Ausrüstung ins Wasser. Darauf hoffend, dass das Fließgewässer nicht all zu tief und der Boden wenig schlammig und frei von unbekanten Gegenständen ist, nähert man sich sehr vorsichtig dem Objekt der Begierde, der Grünen Flußjungfer. Die nachfolgenden Aufnahmen sind das Ergebnis solcher Risiken und Mühen.

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Die Paarung der Art beginnt sofort ohne Tandembildung mit dem Paarungsrad. Die Paarung dauert 5  bis 10 Minuten und findet sitzend im Verborgenen statt. Die Eiablage erfolgt in einem etwas außergewöhnlichen Modus, ähnlich der Gemeinen Keiljungfer: Das Weibchen presst sitzend einen ungefähr erbsengroßen Eiballen aus, den es dann über dem Wasser abwirft. Für ihre Entwicklung benötigt sie drei Jahre.

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Die Grüne Flussjunger hat den Status "Vom Aussterben bedroht" und stellt eine Art der sogenanten  FFH - Richtlinien dar. FFH = Fauna - Flora - Habitat. Der Lebensraum der Tiere ist demnach von behördlicher Seite als Naturschutzgebiet auszuweisen, in welchem für Besucher strenge Verhaltensmaßregeln gelten. Auch in diesem Fall dürfen wir den Fundort der Art, insbesondere das Schlupfhabitat nicht veröffentlichen. Die Libelle ist nach internationalem Recht streng geschützt und darf nicht "belästigt" werden, was im Grunde genommen das Fotografieren mit einschließt.

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Quelljungfern

Eine weitere sensationelle Neuentdeckung in unserer Region könnt ihr auf den nun folgenden Aufnahmen bewundern.

Eine der zwei in Europa vorkommenden Arten aus der Gattung der Quelljungfern ist die Zweigestreifte Quelljungfer.

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Mit einer Länge von fast 9 Zentimetern und einer Flügelspannweite von gut 11 Zentimetern ist sie die Größte hier vorkommenden Libellen überhaupt. Ihre Ausmaße übertreffen sogar die der großen Edellibellen. Die Zweigestreifte Quelljungfer ist sehr selten und in Deutschland gesetzlich "besonders geschützt". Sie kommt lediglich an sehr sauberen Bächen und kleinen Rinnsalen vor. Dort patrouilliert sie den Bachlauf auf und ab und setzt sich dabei gelegentlich nieder. Da sie, trotz ihrer gelben Zeichnung, recht dunkel erscheint und mit ihrer Umgebung nahezu verschmilzt, ist sie  schwer zu entdecken.

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Die Männchen der Art fliegen in niedriger Höhe, etwa 20 - 30 cm über der Oberfläche der Bachläufe auf und ab, um nach Weibchen Ausschau zu halten. Feste Reviere scheinen sie nicht zu kennen, da sich der Aktionsradius der Tiere ständig verlagert. Die Weibchen der Zweigestreiften Quelljungfer kommen nur zur Paarung ans Gewässer und leben ansonsten versteckt in der Vegetation.

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Die Zweigestreifte Quelljungfer benötigt für ihre Entwicklung die längste Zeit. Vom Ei bis zu flugfähigen Libelle dauert diese zwischen fünf und sieben Jahre.

Nach dieser langen larvalen Entwicklungszeit verlässt die Larve das nasse Element und bereitet sich auf die Metamorphose zur Imago, dem fertigen Insekt vor. wie so etwas aussieht, zeigen die folgenden spektakulären Aufnahmen:

Die Larve hat das Wasser verlassen und will sich auf den Schlupf vorbereiten. Doch das Holz endet nur wenige Zentimeter über der Wasseroberfläche. Würde die Libelle hier schlüpfen, würde sie höchstwahrscheinlich ertrinken. daher musste ein neuer Ort her. Wir halfen dem Tier und "betteten" es an einen sicheren Ort um.

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Nach einiger Zeit später hatte sie sich fest an einem geeigneten Platz verankert und Stunden später in eine Zweigestreifte Quelljungfer verwandelt.

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Nach etwa vier Stunden nach Schlupfbeginn fängt der Körper der Libelle an auszuhärten. Gleichzeitig beginnt der Ausfärbungsprozess und die Flügel entfalten sich. Danach ist das Insekt bereit für den Jungfernflug.

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Das es sich bei der frisch geschlüpften Quelljungfer um eben ein Jungtier handelt, erkennt man an den noch braunen, milchigen Augen. Einige Tage später leuchten sie in einem kräftigen Grün. (Siehe Alttiere oben.)




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Unsere zweite heimische Quelljungfernart ist die Gestreifte Quelljungfer. Mit einer Körperlänge von etwa 9 Zentmetern und einer ebenso großen Flügelspannweite ist sie ihrer Verwandten, der Zweigestreiften Quelljungfer nahezu ebenbürtig. Jedoch ist die Art wesentlich seltener. Es gibt in Mitteleuropa nur noch einige inselartige Vorkommen. Ihr Bestand ist durch den Menschen stark gefährdet.

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Die Gestreifte Quelljungfer bewohnt als Lebensraum sehr saubere, winzige Quellen und Rinnsale in bergigem Gelände, welche Kalkablagerungen und Moospolster aufweisen sollten. Die Art entfernt sich nur selten bis zu einigen hundert Metern von ihrem angestammten Quellgewässer. Da sie sehr unauffällig wirkt, ist sie nicht leicht zu finden. Während des Fluges verhilft ihr der schwarz - gelbe Leib mit der Umgebung zu verschmelzen. In der Vegetation ruhend, hat diese Färbung den gleichen Effekt.
   
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Im Aussehen ähnelt sie stark der Zweigestreiften Quelljungfer jedoch hat sie auf dem mittleren Hinterleibsring nur eine gelbe Querbinde und das Dreieck am Hinterkopf ist schwarz. Ihre Entwicklungszeit beträgt ebenfalls ca. fünf bis sieben Jahre. Ihre jährliche Flugzeit ist nur sehr kurz. Man findet die extrem seltenen Tiere in ihren wenigen Habitaten in der Regel nur von Ende Mai bis Ende Juni zu bestimmten Tageszeiten, wobei das Wetter sich dann auch noch von seiner schönsten Seite zeigen muss.
 
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