Die Arten auf dieser Seite:
Flussjungfern
Kleine Zangenlibelle, Westliche Keiljungfer, Gemeine Keiljungfer, Grüne Flussjungfer
Quelljungfern
Zweigestreifte Quelljungfer
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7012bbFür das Weibchen der Kleinen Zangenlibelle
gilt logischerweise das Gleiche. Im Aussehen sich von dem Männchen der Gattung
stark unterscheidend, hielten wir sie zuerst für eine Grüne Flussjungfer, was
schon etwas Besonderes gewesen wäre. Zu Rate gezogene Experten konnten dieses
Insekt letztlich korrekt bestimmen und freuten sich zusammen mit uns über die
Wiederentdeckung einer ausgestorben geglaubten Spezies.
Die Kleine Zangenlibelle wird etwa 50 Millimeter groß und erreicht eine Flügelspannweite von 75 Millimetern. Das Gelb der erwachsenen Tiere geht in Thoraxbereich ins Grünliche über. Am Hinterleib verblasst das Gelbe mit der Zeit ins Weißliche. Auffälligstes Merkmal sind die mächtigen Zangen am Hinterleib des Männchens, die der Art ihren Namen gab.
Die Flugzeit der Art begint in unseren Breiten ab Mitte Juni und endet etwa Ende August. Sie entwickelt sich an schnell fließenden klaren Bächen und kleineren Flüssen mit entsprechend guter Wasserqualität. Die Uferbereiche sollten sandige Stellen aufweisen, damit sich die Larven darin voll entwickeln können. Ihre Entwicklungszeit wird auf 3 bis 5 Jahre geschätzt. Die Art ist bei uns extrem gefährdet, es sind nur wenige Fundstellen bekannt. Nun fliegt sie auch in der Wahner Heide wieder, worüber wir nicht unglücklich sind.
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Wie die Kleine Zangenlibelle gehört die Westliche Keiljungferzu den
Flussjungfern in der artenreichen Großlibellenfamilie. In Form und
Größe geht sie mit der Kleinen Zangenlibelle konform, im Aussehen ist
sie weniger auffällig.
Laut zeitgenössischer Literatur ist sie
die einzige Gattung von Flussjungfern, die sowohl mit fließenden als auch
mit stehenden Gewässern als Habitat klar kommt. Diese Aussage
bedarf dringend einer Korrektur, denn jüngste Beobachtungen haben
bewiesen, dass nicht nur die Westliche Keiljungfer, sondern auch die Gemeine
Keiljungfer, die wir im Anschluss vorstellen werden, sich auf beide
Gewässertypen eingestellt hat.
Der Schlupf der Westlichen Keiljungfer geht
sehr rasch vonstatten. Wie Ihr an den eingeblendeten Zeiten sehen könnt,
vollzieht sich die Umwandlung von der Larve zum flugfähigen Insekt innerhalb
einer knappen Stunde. Zudem schlüpft sie sehr verborgen im ufernahen Gras und
ist nur sehr schwer auszumachen. Die Larven härten hier in waagerechter
Position aus und die Libelle steigt senkrecht aus ihr hervor. Ihren Hinterleib
zieht sie in halbschräger Position aus der Larve, ohne vorher, wie andere
Großlibellen, kopfunter eine Weile verharrt zu haben. Die Flügel gewinnen sehr
schnell an Größe, der Hinterleib folgt nach. Auch beim Flügel trocknen verliert
sie keine Zeit. Sie legt quasi einen Kaltstart hin.
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1325dwDie Augen leuchten blau - grün und die schwarze Untergrundfarbe tritt hervor. Hier seht Ihr ein fertig ausgefärbtes Männchen der Westlichen Keiljungfer.
Die
Weibchen dieser Flussjungfernart erscheinen etwas heller als die Männchen,
da bei ihnen die Farbe Gelb mehr in den Vordergrund rückt. Die
Augenpartien beider Geschlechter sind bei dieser Gattung gleich gefärbt.
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An Baggerseen, Flüssen und Kanälen bis hin zu breiten Strömen kann man mit etwas Glück (da sie selten geworden ist) die Gemeine Keiljungfer finden. Sie ist, was den Körperbau betrifft, die kräftigste Libelle aus der Gattung der Flussjungfern. Der stämmige Körper hat eine Länge von ca. 5 Zentimetern. Die Flügelspannweite beträgt bis zu 7 Zentimeter. Ihren Namen erhielt sie aufgrund der keilförmigen Form ihres Hinterleibes. Die Libelle entfernt sich bis zur Geschlechtsreife bis zu mehreren Kilometern vom Schlupfgewässer. Wir fanden dieses Exemplar am Rande eines Rapsfeldes, scheinbar auf Beuteflug. Die Aufnahmen der Bildreihe unten zeigen ein Männchen dieser Flussjungfernart.
Das Weibchen der Gemeinen Keiljungfer ist ebenfalls kräftig gebaut. Die Färbung des Tieres beschränkt sich auf ein kräftiges schwarz - gelb. Im Unterschied zum Männchen ist ihr Hinterleibsende kaum keulig verdickt. Die Paarung dieser Libellenart findet in dichtem Uferbewuchs statt. Danach fliegt das Weibchen auf das offene Wasser hinaus, wo es statt einzelner Eier ein circa erbsengroßes Eipaket auspresst und auf die Wasseroberfläche fallen lässt. Hier einige Aufnahmen der weiblichen Libelle. Typisch sind auch hier die bei Flussjungfern weit auseinander stehenden Augen.
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Die Grüne Flussjungfer, auch fälschlicher Weise als Grüne Keiljungfer bezeichnet, ist eine recht kräftig gebaute Libelle aus der Familie der Flussjungfern. Mit einer Flügelspannweite von 7.5 Zentimetern und einer Körperlänge von bis zu 6 Zentimetern zählt sie zu den mittelgroßen Libellen. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt im Osten Europas bis nach Kasachstan. Nach Westen hin wird sie immer seltener. Westlich des Rheins fehlt die Art.
Dank ihrer auffälligen Färbung, der lindgrünen Brust und des schwarz - gelben Hinterleibs, ist sie in der freien Natur optimal getarnt und sehr schwer auszumachen. Darüber hinaus zählt die Grüne Flussjungfer zu den scheuesten Libellen überhaupt. Männchen und Weibchen der Art sehen in etwa gleich aus, zeigen also keinen Sexualdimorphismus.
Wir zeigen hier Bilder vom Schlupf eines Weibchens der Grünen Flussjungfer.
Der Lebensraum dieser Art sind fliessende Gewässer mit entsprechend guter Wasserqualität. Dies können Bäche von 50 Zentimetern Breite, aber auch große Flüsse sein, die eine entsprechend dicht bewachsene Unfervegetation aufweisen.
Die Grüne Flussjungfer ist eine reine Hochsommerart. Ihre Flugzeit beginnt Mitte Juli und endet im Oktober. Die erwachsenen Tiere sitzen meist auf Ansitzen oder Steinen inmitten des Gewässers, wo sie für viele Feinde, einschließlich des Naturfotografen, schwer erreichbar sind.
Dem entsprechend muss man, angemessen gekleidet, mit der gesamten Ausrüstung ins Wasser. Darauf hoffend, dass das Fließgewässer nicht all zu tief und der Boden wenig schlammig und frei von unbekanten Gegenständen ist, nähert man sich sehr vorsichtig dem Objekt der Begierde, der Grünen Flußjungfer. Die nachfolgenden Aufnahmen sind das Ergebnis solcher Risiken und Mühen.
Die Paarung der Art beginnt sofort ohne Tandembildung mit dem Paarungsrad. Die Paarung dauert 5 bis 10 Minuten und findet sitzend im Verborgenen statt. Die Eiablage erfolgt in einem etwas außergewöhnlichen Modus: Das Weibchen presst sitzend einen ungefähr erbsengroßen Eiballen aus, den es dann über dem Wasser abwirft. Für ihre Entwicklung benötigt sie drei Jahre.
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Quelljungfern
Eine weitere sensationelle Neuentdeckung in
unserer Region könnt ihr auf den nun folgenden Aufnahmen bewundern. Eine der zwei in Europa vorkommenden Arten aus der Gattung der
Quelljungfern ist die Zweigestreifte
Quelljungfer.
Mit einer Länge von fast
9 Zentimetern und einer Flügelspannweite von gut 11 Zentimetern ist sie die
Größte hier vorkommenden Libellen überhaupt. Ihre Ausmaße übertreffen sogar die
der großen Edellibellen. Die Zweigestreifte Quelljungfer ist sehr selten und in
Deutschland gesetzlich "besonders geschützt". Sie kommt lediglich an
sehr sauberen Bächen und kleinen Rinnsalen vor. Dort patrouilliert sie den
Bachlauf auf und ab und setzt sich dabei gelegentlich nieder. Da sie, trotz
ihrer gelben Zeichnung, recht dunkel erscheint, ist sie sehr schwer zu finden.
Die Männchen der Art fliegen in niedriger
Höhe, etwa 30 cm über der Oberfläche der Bachläufe auf und ab, um nach Weibchen
Ausschau zu halten. Feste Reviere scheinen sie nicht zu kennen, da sich der
Aktionsradius der Tiere ständig verlagert. Die Weibchen der Zweigestreiften
Quelljungfer kommen nur zur Paarung ans Gewässer und leben ansonsten versteckt
in der Vegetation.






































