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Segellibellen

                                                                                                                                                                   

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Zwei Großlibellenmännchen, eine Westliche Kleiljungfer (Flußjungfer) und ein Großer Blaupfeil (Segellibelle) nehmen an einer Kiesböschung in respektvollem Abstand gemeinsam ein Sonnenbad.



Die Arten auf dieser Seite:

Vierfleck, Plattbauch, Kleiner Blaupfeil, Großer Blaupfeil, Südlicher Blaupfeil, Feuerlibelle, Spitzenfleck



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Hier präsentiert sich ein Männchen des Vierfleck von seiner besten Seite. Die vier dunklen Flecken, je einer auf der Oberkante und in der Mitte der Flügel, gaben ihm seinen Namen. Vierflecklibellen sind gesellig lebende Tiere, die bisweilen in ganzen Schwärmen auftreten können und gehören zur Art der Segellibellen. Die Bilder zeigen ein männliches Tier.

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Im Folgenden seht Ihr einige Bilder von einem "unnormal" verlaufenden Schlupf eines Vierflecks. Wir greifen dieses Thema bei anderen Arten  noch einmal ausführlich auf.

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Der Schlupf der Vierfleck-Libelle im Bild unten erfolgte an einer für sie ungünstigen Stelle, nahe am Wasser und zu dicht am Boden. So kam es vor der Vollendung des Schlupfes zu einem Angriff einer großen Listspinne*, die ihren Giftbiss bei der wehrlosen Großlibelle ansetzte. Das Tier verendete kurz darauf an den Folgen der Attacke.

* siehe Kapitel Spinnen.                                   4113d 

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Beim Vierfleck sind Männchen und Weibchen, besonders als Jungtiere, schwer voneinander zu unterscheiden, da beide gleich gefärbt sind und auf den ersten Blick gleiche Hinterleibsanhänge aufweisen. Erst bei zunehmendem Alter lassen die Färbungen des Weibchens nach. Dann ist eine Bestimmung der Geschlechter leichter.

Die Paarung dieser Art findet in schnellem Flug statt und dauert lediglich wenige Sekunden. Danach legt das Weibchen 2.500 bis 3.500 Eier dicht über der Wasseroberfläche ab. Je nach Temperatur schlüpfen nach zwei bis sieben Wochen die Larven. Diese benötigen bis zur Entwicklung zur fertigen Libelle 12 Stufen, die sie in zwei bis drei Jahren Lebenszeit in ihrem Gewässer durchlaufen.

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Hier seht Ihr den Vierfleck einmal aus anderen Perspektiven.

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Ein Männchen der Vierflecklibelle im Flug.

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Der Plattbauch, benannt nach seinem stark abgeflachten Hinterleib (Abdomen), gehört  zur Familie der Segellibellen. Männchen und Weibchen sind im Alter leicht zu unterscheiden. Während das Männchen in einem leuchtenden Blau schon von Weitem  zu erkennen ist, muß man beim kräftig gelben Weibchen schon genauer hinsehen, um es auszumachen. Als Jungtiere sind beide Geschlechter gelb gefärbt. Der Plattbauch hat kein festes Revier, sondern fliegt weit umher. Daher ist er als Pionier und Erstbesiedler von neu entstandenen Gewässern häufig als erste Großlibelle ebendort zu beobachten.

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Ein Weibchen des Plattbauchs im Tiefflug.

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Was verbirgt sich denn da hinter einem dürren Zweig? Wenige Sekunden nach dieser Aufnahme hat das Plattbauchmännchen begriffen, dass die gewählte Ansitzstelle für die Ausschau nach Weibchen wenig geeignet ist. Die Segellibelle hat ihr Missgeschick dann gleich korrigiert, indem er die Spitze der Pflanze als Ausguck wählte . Die anfliegenden gelb gefärbten Weibchen sind so doch viel besser zu sehen.

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Ein Weibchen der Plattbauchlibelle bei der Eiablage über einem flachen Pioniergewässer.

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       Der Schlupf eines Plattbauchs

Nachdem die Larve dem Ei entschlüft ist, lebt sie zwei Jahre als räuberisches Wesen in einem Teich. In dieser Zeit durchläuft sie 11 Entwicklungsstadien, wobei sie sich von kleinen Mückenlarven und Kaulquappen ernährt. In ihrer letzten Entwicklungsphase stellt die nun zweijährige Larve von Kiemen- auf Lungenatmung um. Dazu muss sie das Wasser verlassen. Dies geschieht an einem warmen Vormittag, meist Ende April bis Anfang Mai.

Nachdem die Larve an der Vegetation aus dem Wasser emporgestiegen ist, verharrt sie einige Zeit, bis die entgültige und vollständige Metamorphose, die Umwandlung zur fertigen Libelle beginnt. Je nach Witterung dauert dieser Vorgang zwischen 3 und 4 Stunden. 

Das Team von Waldschrat-online.de fasst dieses erstaunliche Szenario mit Zeitangaben für Euch zusammen.

Zuerst platzt die Larvenhaut unterhalb des Kopfes auf, sodass sich das schlüpfende Insekt mit dem Kopf voran aus der Hülle pressen kann. 

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                         12:06 Uhr                                                               12:07 Uhr                                                              12:09 Uhr

Langsam, Millimeter für Millimeter drückt das Tier seinen viel zu groß gewordenen Körper aus der alten Haut. Jetzt, kopfüber hängend, jedoch noch mit der Hülle verbunden, vergeht einige Zeit, bis der Hinterleib zum Vorschein kommt. Dazu schwingt sich das Insekt nach oben, hält sich mit seinen Beinen am Kopf der Larvenhaut fest und zieht sich vollends aus der Hülle, die ab dem jetztigen Zeitpunkt, da sie leer ist, "Exuvie" genannt wird.

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                          12:10 Uhr                                                               12:15 Uhr                                                              12:20 Uhr

An einer Pflanze oder der alten Hülle hängend, beginnt die Libelle damit, Blutflüssigkeit, sogenannte "Hämolymphe", in die Flügel zu pumpen. Diese breiten sich dann nach und nach aus. In diesem und weiteren Abschnitten ist das Tier völlig hilflos. Es ist daher sein gefährlichster Lebensabschnitt. 

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                        12:27 Uhr                                                                 12:36 Uhr                                                           12:46 Uhr

Nachdem vom Beginn des Schlupfes ca. 2,5 Stunden vergangen sind, breitet die Großlibelle zum ersten mal ihre Flügel aus. Bis zum Jungfernflug dauert es jetzt noch etwa 30 Minuten. In diesem Fall passierte jedoch etwas unverhersehbares.

Auf dem rechten unteren Flügel des Plattbauches erkennt man einen kleinen Käfer. Dieser, wohl blutsaugende Parasit, konnte von der für ihn riesigen Libelle nicht abgeschüttelt werden, da die Flügel noch nicht getrocknet waren. Vergeblich versuchte der Plattbauch seinen Peiniger los zu werden. Bei einem weiteren Versuch stürzte das Insekt rücklings ins Wasser, aus dem es  kurze Zeit vorher als Larve entstiegen war. Dies hätte für die Großlibelle den sicheren Tod bedeutet.

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                                                      14:23 Uhr                                                                                       14:26 Uhr

Wenige Sekunden später kletterte sie auf den rettenden Finger des Fotografen. Wir setzten das Insekt unweit des Wassers zum Trocknen auf einen  Zweig. Etwas später startete sie dann zu ihrem ersten Flug, der sie hoch in die Bäume führte.

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Um den entgültigen Beweis anzutreten, dass Großlibellen für uns Menschen völlig harmlos sind, trägt die Autorin, Frau      Dipl.- Ing. Heide Gospodinova sie auf Händen. Hier ist ein gutes Größenverhältnis zu erkennen. Trotzdem empfiehlt das Team Waldschrat-online.de dies nicht zur Nachahmung, da hektische Bewegungen oder unsachgemäßes Zugreifen dem Tier irreparabeleSchäden zufügen könnten.

              

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Auf den Händen der Autorin seht Ihr zwei Großlibellenweibchen: Der Vierfleck (links) und der Große Blaupfeil (rechts).

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Wir zeigen Euch nun  eine weitere Art aus der Familie der Großlibellen: Den "Kleinen Blaupfeil" . Der Name kann eigentlich nur auf das erwachsene Männchen angewandt werden, denn das Weibchen hält sich in einem dezenten ockergelben Ton an die Gesetze der Natur: Lieber gut getarnt, als um jeden Preis gesehen werden. Ganz stolz sind wir auf die Bilder von der Paarung dieser Spezies. Da sie als sehr scheu gelten, haben wir uns entsprechend verhalten. So gelang es uns, bis auf wenige Zentimeter mit der Kamera an diese Tiere heranzukommen. Bevor die Männchen ihre Geschlechtsreife erreichen und sich blau färben, sehen sie den Weibchen sehr ähnlich. Die erste Aufnahme zeigt ein männliches Jungtier.

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Nach Erreichen der Geschlechtsreife weist das Männchen am Hinterleib eine blaue Wachsschicht auf.

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Die Weibchen dieser Art färben sich dagegen ins Bräunliche.

                           

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Aufnahmen des Paarungsrituals des Kleinen Blaupfeiles.

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Im Normalfall beginnt bei diesen Kunstfliegern  die Paarung im Flug. Diese Aufnahmen entstanden an einem sehr heißen Junitag. Da die Tiere im Flug sehr viel Energie verbrauchen und dadurch leicht überhitzen, war es möglich,  mit der Kamera bis auf circa 30 cm an diese Großinsekten heran zu kommen. Als das Pärchen sich nach dem doch sehr anstrengenden Ritual auszuruhen gedachte, waren wir selbstverständlich auch wieder mit dabei. Dieses Verhalten ist beim Kleinen Blaupfeil üblich. Danach fliegt das Weibchen zum Gewässer zurück, um seine Eier abzulegen. Dabei wird es vom Männchen begleitet und streng bewacht. Die Dauer der Entwicklung von der Larve bis zur Libelle wird von der Wissenschaft auf zwei Jahre geschätzt.

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Die folgenden Bilder zeigen ein frisch geschlüpftes Weibchen des Großen Blaupfeiles. Leider kamen  wir einige Minuten zu spät, sind jedoch glücklich darüber, das uns gute Aufnahmen gelungen sind. Man braucht schon mehr als ein gutes Auge, um die Tiere zu finden. Eine gute Portion Glück gehört auch dazu.

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Makellos und in frischen Farben hängt die größte aller Segellibellen, noch feucht vom Schlüpfen, gut versteckt im dichten Gras in der Uferzone eines Weihers. Man kann deutlich die leere Larvenhülle (Exuvie) erkennen, der sie vor wenigen Stunden entstiegen ist. Diese sehr schöne Großlibelle wird  in den nächsten Wochen ihr Aussehen stetig  verändern.

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Bereits nach wenigen Tagen ist  die Libelle in der Grundfarbe zitronengelb ,  mit ein paar schwarzen Linien durchzogen. 7 bis 8 Zentimeter Körpergröße und bis zu 10 Zentimeter Spannweite machen sie zu einem stattlichen Tier. Die gelbe Farbe hilft dabei, sich in trockenen Gräsern zu verstecken. Hier handelt es sich um ein weibliches Jungtier. Im Erwachsenenstadium dunkelt das Insekt im Ganzen etwas nach.

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Das Männchen des Großen Blaupfeiles ist als Jungtier ebenfalls schwarz - gelb gezeichnet und daher mit dem jungen Weibchen leicht zu verwechseln. Lediglich die Hinterleibsanhänge verraten, dass es sich um ein männliches Tier handelt. Nach und nach ensteht eine blaue, wachsartige  "Bereifung" , die das Gelb langsam überlagert. Erwachsen und fertig ausgefärbt macht es seinem Namen alle Ehre, wie später zu sehen ist.  Die folgenden Bilder zeigen frisch geschlüpfte Jungtiere.

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Ein Männchen des Großen Blaupfeiles mit Beute. Dieses Tier ist noch nicht komplett ausgefärbt. Dies ist daran zu erkennen, dass unter der blauen Wachsschicht, die sich mit Eintritt der Geschlechtsreife bildet, noch Teile des Jugendkleides zu sehen sind.

 Hier nun der erwachsene und fertig ausgefärbte männliche Große Blaupfeil. 

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Das Paarungsrad des Großen Blaupfeiles. Die Paarung findet bei dieser Art vorwiegend auf dem Boden oder auf leicht erhöhten Ansitzen statt. Bei einer Störung fliegen die Tiere sofort davon, ohne das Paarungsrad aufzulösen. Durch die Reibung der Beine des Weibchens am Hinterleib des Männchens, nutzt sich die blaue Wachsbeschichtung allmählich ab. Je größer die Anzahl der Paarungen, desto weniger blau am Hinterleib des Männchens.

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Im Anschluß an die Paarung erfolgt die Eiablage. Dabei streift das Weibchen mit wippenden Flugbewegungen die Eier über der Wasseroberfläche ab. Dabei wird es vom Männchen - ganz anders als beim Kleinen Blaupfeil - nicht bewacht. Nach dem die Larven wenige Wochen aus den Eiern schlüpfen, benötigen sie zwei Jahre bis die Umwandlung zur Libelle vollzogen werden kann.

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Von Jagdflügen sowie Revier-  und Abwehrkämpfen schwer gezeichnet fand dieses Pärchen von Großen Blaupfeilen schließlich zusammen. Wenn es keine Libellen wären, könnte man die Szene glatt vermenschlichen: Vielleicht ist es ja so etwas wie eine "Goldhochzeit" ? Wie heißt es doch so schön: "Alte Liebe rostet nicht!"

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Wie sein Name schon sagt, ist er eigentlich in den warmen Mittelmeerländern zu Hause. Der Südliche Blaupfeil, der zur Gattung der Segellibellen zählt, kommt in unseren Regionen seit den letzten Jahren häufiger vor. Die 4,5 bis 5 Zentimeter große Libelle weist eine Flügelspannweite von bis zu 6,5 Zentimetern auf und liegt damit im Bereich des Kleinen Blaupfeiles.

Die Art liebt niedere Vegetation und langsam fließende Gewässer, wie Wiesenbäche und Kanäle. In zeitgenössischer Literatur wurden bisher eher sandige  Kiesgruben als Lebensraum angegeben. Im Laufe der Zeit hat der Südliche Blaupfeil seine Habitatsansprüche weitestgehend erweitert und ist scheinbar anspruchsloser geworden.

Auffälligstes Merkmal der erwachsenen Männchen ist der von vorne bis hinten durchlaufende hellblaue Farbton. Die Männchen sind sehr schnelle, scheue und ausdauernde Flieger, die sich nur ganz kurz zur Ruhe setzen.

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Bei den Weibchen besteht Verwechslungsgefahr mit denen des Kleinen Blaupfeiles. Beide sind beige-braun gefärbt. Die Weibchen des Südlichen Blaupfeiles sind jedoch deutlich kräftiger im Körperbau und besitzen bläuliche Augen. Auch die Zeichnung des Hinterleibes (Abdomen) unterscheidet beide voneinander. Doch muss man schon genau hinsehen. Sie sind weniger flugfreudig als die Männchen und sitzen oft im Gras. Ein umherfliegendes Weibchen wird vom Männchen sofort zu Paarungszwecken ergriffen. Wenn das Weibchen zur Eiablage übergeht, wird es vom Männchen strengstens bewacht. Anfliegende Artgenossen werden sofort angegriffen und aus dem Revier vertrieben, um das Weibchen bei der Eiablage abzuschirmen.

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Das Team Waldschrat-online.de freut sich über das Auftauchen einer neuen Art in einem neuen Lebensraum und ist stolz darauf, den Südlichen Blaupfeil in seinem neuen Habitat, dem Naturschutzgebiet Wahner Heide, als Erste entdeckt zu haben.

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Die folgende Art aus der Familie der Segellibellen ist eine Wanderlibellenart. Ursprünglich in Afrika und den Mittelmeerländern beheimatet, hat sich die Feuerlibelle in den letzten 20 Jahren immer mehr nach Norden ausgebreitet. Diese mittlerweile regelmäßigen Einflüge sind wohl auf die globale Klimaerwärmung zurückzuführen. Die Feuerlibelle ist eine sehr Wärme liebende Art, die an heißen Sommertagen hier ihre Eier ablegt. Daher schlüpfen die Tiere auch in unseren heimischen Gewässern. Sie ist eine zierliche Großlibelle von etwa 5 - 5,5 Zentimetern Länge und etwa 6,5 Zentimetern Flügelspannweite. Auf den folgenden Fotos sind weibliche Jungtiere zu sehen. Ein sicheres Erkennungsmerkmal ist der helle Streifen zwischen den Flügelansätzen.

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Libellen brauchen zur Erhaltung ihrer Art ein gut funktionierendes Ökosystem. Ist dieses vorhanden, siedeln sich gleich viele Arten an. Hier trocknen ein Weibchen der Feuerlibelle und eines des Großen Blaupfeiles gemeinsam nach dem Schlupf ihre Flügel. Später werden sie gegenseitig Revierkämpfe austragen.

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Das vollständig ausgefärbte und geschlechtsreife Weibchen der Feuerlibelle unterscheidet sich von dem Jungtier erheblich. Der Hinterleib (Abdomen) ist in seiner Form keuliger geworden. Die Farbe geht insgesamt in einen leuchtenden Kupferton über und die Augen teilen sich zweifarbig. Die Libelle ist nun circa 14 Tage alt. (Fotoreihe unten.) In einer seltenen Farbvariante können Weibchen, ähnlich den Männchen, in leuchtendem Rot erscheinen. Dies kann man frühestens bei Paarung, die in der Luft stattfindet oder bei der Eiablage feststellen...

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Die Männchen der Feuerlibelle fallen durch ein kräftiges Rot auf. Stirn, Augen, Brust und Hinterleib leuchten dem Beobachter entgegen. Hier wird klar, warum man der Libelle diesen Namen gab. Das Foto in der ersten Reihe links zeigt ein unvollständig ausgefärbtes Exemplar.

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Der Spitzenfleck vereint einige Merkmale anderer Segellibellenarten in sich.

Er stellt eine interessante Mischung aus Vierfleck, Plattbauch und Großem Blaupfeil dar. Die Basisflecken der Hinterflügel könnten vom Plattbauch stammen, Das Abdomen ist dem des Großen Blaupfeiles sehr ähnlich und die Flügelflecken, die zugegebener Maßen beim Spitzenfleck sehr stark variieren,   weist auch der Vierfleck auf.

Die Mittelgroße Segellibelle bringt es auf eine Flügelspannweite von 8 Zentimetern. Die Körperlänge liegt bei etwa 5,5 Zentimetern.
Der Spitzenfleck hat seine Hauptflugzeit im Mai und Juni. Er hat somit eine der kürzesten Flugzeiten  aller Segellibellen.


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Der Spitzenfleck besiedelt stehende und langsam fliessende Gewässer mit reichlichem Schilfbestand an den Ufern. Die Wasserfläche muss sehr vegetationsreich und ausreichend sonnenbeschienen sein. An sehr sonigen Vormittagen sitzen die Männchen als Ansitzjäger an der höheren Ufervegetation um nach Beute und Weibchen Ausschau zu halten. Diese führen ein eher verborgenes Leben im Schilf und zeigen sich nur hin und wieder in den Mittagsstunden. Die Männchen besetzen Reviere, die sie gegen Artgenossen und andere Großlibellen verteidigen.

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Die Paarung des Spitzenflecks beginnt in der Luft. In der Formation des Paarungsrades sucht das Pärchen nun einen geeigneten Platz, um das Ritual im dichten Schilfdickicht zu beenden. Dnach geht das Weibchen zur Eiablage über. Die Art braucht zur Entwiclung vom Ei bis zur fertigen Libelle zwei Jahre.


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