Willkommen zu einem neuen Kapitel bei Waldschrat-online.de. Diesen Abschnitt haben wir Käfer und Co. genannt, weil wir der Meinung sind, dass die Gruppe der Käfer ohnehin schon groß genug ist, und dass, wenn wir auch noch die Wanzen und Ameisen mit hinzupacken, es der Sache keinen Abbruch tut.
Die Käfer sind mit weltweit 350.000 Arten die größte Familie im Reich der Insekten. Etwa 8.000 verschiedene Käfer leben in unseren Regionen. In Form, Farbe, Größe und Gewicht liegen die einzelnen Gattungen weit auseinander. Es gibt Käfer, die mit 0.5mm winzig klein sind, und welche, die mit einer Länge von 17cm beeindrucken. Solch ein Riese lebt leider nur in Brasilien und gehört zur Familie der Bockkäfer. Der afrikanische Goliathkäfer ist mit einem Gewicht von gut 100 Gramm das schwerste Insekt überhaupt. Dies, liebe Naturfreunde sind nur ein paar beiläufige Informationen, die Euch jedoch die Vielfalt dieser Insektenfamilie zu verdeutlichen versuchen sollen. Wir halten uns nach wie vor an die heimischen Arten, von denen es - ihr habt es gelesen - mehr als genug gibt. Einen kleinen Teil davon wollen wir Euch nun zum Einen Informativ, zum Anderen mit etwas Witz präsentieren:
Die Käfer & Co. Show!
Wir beginnen mit den allseits bekannten Marienkäfern. Allseits bekannt? Nun ja, wir werden sehen!
4278b Eine Larve des asiatischen Marienkäfers auf dem Blatt einer Hagebutte. Alle Käfer durchlaufen mehrere Entwicklungsstufen:. Aus einem Ei schlüpft die Larve, diese verpuppt sich, ähnlich wie bei Raupe und Schmetterling, und der fertige Käfer entsteigt der Puppe. Je nach Gattung verändert der Käfer dann noch einmal sein Aussehen.
4223b Hier sehen wir zwei Puppen des asiatischen Marienkäfers. Nach einigen Tagen werden die fertigen Käfer ausschlüpfen. Auf den folgenden Bildern seht ihr, wie ein Marienkäfer aus seiner Puppenhaut schlüpft. Er ist anfänglich Zitronengelb gefärbt. Erst nach und nach entwickelt er seine endgültige Farbe und die dazugehörigen Punkte auf den Flügeldecken. Waldschrat-online.de bittet hier die unschärfe der Aufnahmen zu entschuldigen, da starke Windverhältnisse scharfe Aufnahmen unmöglich machten. Man kann sich das Wetter, selbst bei der Geburt, nicht aussuchen.
4198b Das Bild links erzählt eine komplette Geschichte: Rechts unter dem Marienkäfer sind Blattläuse und Ameisen zu erkennen. Blattläuse sind bekanntlich Schädlinge. Marienkäfer wurden bei uns zeitweise als biologische Schädlingsbekämpfer eingesetzt. (So kam es auch, dass der "asiatische Marienkäfer" in Europa angesiedelt wurde. ) Die Blattläuse stechen die Pflanzen an und saugen deren Saft auf. Die Pflanze geht daran zu Grunde. Gleichzeitig sondern die Blattläuse ein zuckersüßes Sekret ab, worauf die Ameisen ganz scharf sind. Ameisen können ihrerseits auch mit einer "chemischen Keule" dienen, indem sie ihre Feinde mit Ameisensäure attakieren. In unserem Fall beschützen ein paar Ameisen ihre Blattläuse, damit sie an ihr Zuckerwasser kommen. Der Marienkäfer gelangt somit nicht an seine Leibspeise.
Grüne Blattläuse im Großformat. Diese Tiere sind etwa 3 Millimeter groß!
Schwarze Blattläuse, teils noch beflügelt, werden von kleinen Ameisen "gemolken" und bewacht.
In der Bildfolge oben handelt es sich ebenfalls um Marienkäfer. Links der Zweiundzwanzigpunkt, der Weißpunkt in der Mitte und rechts der Nierenfleckige Marienkäfer. Letzterer wirkt und ist deutlich größer als seine anderen Artgenossen.
Dieser kleine Bursche hat sich wohl in der Tür geirrt?
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Von den kleinen roten Glücksbringern machen wir nun einen Sprung zu den schwarzen Brummern auf unseren Wiesen. Wir schauen uns einmal den Gemeinen (Wald)Mistkäfer an. Schwarzblau schimmert er mit seinen schweren Flügeldecken im Licht der Sonne. Der Mistkäfer tritt sehr zahlreich und großflächig auf. Jeder hat ihn bestimmt schon mal zu Gesicht bekommen. Er erfüllt in der Natur eine wichtige Aufgabe, indem er eine Art "Gesundheitspolizei" darstellt. Dieser behäbig daherlaufende Klotz fliegt nur selten am intensivsten zur Paarungszeit im Hochsommer. Er formt Kugeln aus Mist und Kot, legt darin seine Eier ab und vergräbt sie anschließend im Erdreich. Auf diese Weise säubert er seine Umgebung, wie ihr auf den folgenden Bildern feststellen könnt. Es mag vielleicht nicht gerade appetitlich sein, doch in der Natur erfüllt jeder seinen Zweck.
So gesehen könnte man sagen: "Esst mehr Mist! Tausende von Käfern können sich doch nicht irren!"
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Ein naher Verwandter des Gemeinen Mistkäfers ist der recht stattliche Stierkäfer. Das Männchen ist sehr gut duch die Hörner an den Seiten seines Kopfes zu erkennen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die feinen Längsrillen auf den Flügeldecken. Diese fehlen bei dem Gemeinen- oder Waldmistkäfer völlig. Hier ein paar Aufnahmen des männlichen Stierkäfers.
Das Weibchen des Stierkäfers ist deutlich kleiner als das Männchen. Die "Hörner" an den Kopfseiten sind nur schwach und andeutungsweise zu erkennen. Charakteristisch für die Stierkäfer ist die auffällige Kopfpartie und die ausgeprägte Behaarung zwischen ihren Beinen und dem Flügelpanzer.
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Ein gefürchteter Feind der beiden vorgenannten Käferarten, Mist und Stierkäfer, ist der Totengräber. Seinen Namen verdankt er seiner Lebensweise, da er sich vom Aas vieler kleiner Insekten ernährt. Sind diese toten Tiere nicht ausreichend verfügbar, lebt die Art vorwiegend räuberisch, indem der die großen schwarzen Käfer jagt. Nebenbei werden auch Mücken- und Fliegenlarven nicht verschmäht. Das Aas toter Insekten wird ausserdem zur Aufzucht der Brut verwendet. Auf diese Weise dient er, wie die zuvor gezeigten Arten auch, als eine Art "Gesundheitspolizei" weil er im Mikrokosmos verendete Lebewesen komplett entsorgt. Der etwa 2 Zentimeter große Käfer ist in der Grundfarbe schwarz mit leuchten orangefarbenen Zeichnungen auf den Flügeldecken.
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Ebenfalls ein Riese unter den Käfern, hierzulande sogar der Größte von allen, jedoch auch extrem selten und daher als sehr gefährdet eingestuft, begegnet man dem Hirschkäfer bestimmt nicht alle Tage. Die Käfer werden bis zu 7,5 Zentimeter groß und leben als ausgewachsene Tiere leider nur einen Monat lang. Die Larven leben in morschem Holz, während die Käfer alte Eichenwaldbestände als Lebensraum benötigen. Da diese aufgrund von intensiver Forstwirtschaft so gut wie nicht mehr existieren, geht auch die Zahl der Hirschkäfer bedrohlich zurück. Unsere Aufnahmen zeigen ein weibliches Jungtier.
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Der Wasserskorpion zählt zur Familie der Skorionswanzen und bildet eine Teilordnung der Wasserwanzen. Die etwa 20 - 25 Millimeter großen Tiere leben in kleinen, schlammigen, stehenden Gewässern, Verlandungszonen von Tümpeln und sogar in kleinen Pfützen. Die Farbe des Körpers ist grau-braun, manchmal auch etwas rötlich. Der kleine, dreieckige Kopf besitzt auf der Oberseite zwei schwarze Punktaugen. Der Körper ist recht kräftig, da die Wanze sich räuberisch ernährt und sogar kleine Fische erbeuten kann. Sie besitzt voll entwickelte Flügel, doch nur wenige der Tiere fliegen tatsächlich. Unter den Flügeln befindet sich eine Luftblase, mit deren Hilfe sich die Tiere schwimmend fortbewegen können. Die Vorderbeine sind zu Fangarmen ausgebildet, die bei der Jagd auf Beute zum Einsatz kommen.
Der Wasserskorpion ist kaum zu beobachten, obwohl er nicht sehr selten ist. Dies ist seinen hervorragenden Tarneigenschaften zu verdanken, die auf unseren Aufnahmen verdeutlicht werden.
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Mit 3,5 Zentimetern Körperlänge zählt der Gelbrandkäfer zur den großen Exemplaren unseres heimischen Mikrokosmos. Er ist ein Indikator zur Bestimmung einer gewissen Wasserqualität; denn wenn das Gewässer verunreinigt ist oder sonst bestimmte Kriterien nicht erfüllt, nimmt der Gelbrandkäfer dieses nicht als Habitat an. Die Tiere sind sehr flexibel. Ihr eigentlicher Lebensraum bildet das Wasser, in welchem sie räuberisch leben. Ihre hinteren Beinpaare sind mit Borsten besetzt und dienen als Paddel, die den Käfer in die Lage versetzen, sich unter Wasser blitzschnell fortbewegen zu können. So fallen Ihnen Kaulquappen, Wasserwanzen und bis zu mehreren Zentimetern große Fische als Beute anheim. Droht ein Gewässer auszutrocknen, zeichnet sich der Gelbrandkäfer als ausgezeichneter Flieger aus, indem er das Wasser verlässt und einen neuen Lebensraum sucht. Dies geschieht meist in der Nacht.
Die Weibchen des Gelbrandkäfers besitzen goldfarbene Längsrillen in den Flügeldecken (oben), während die der Männchen glatt sind. Die Tiere regeln ihr spezifisches Gewicht dur einen Lufttank, der sich im Enddarm befindet. Dieser bildet zusätzlich eine nicht zu unterschätzende Waffe. Bei Gefahr stoßen sie aus dieser "Rektalampulle" einen beißenden und giftigen Kot aus, der ihren Feinden das Fürchten lehrt.
Die Paarung der Gelbrandkäfer findet ebenfalls im Wasser statt. Dieser Vorgang wurde bislang noch nicht häufig beobachtet. Nach der Paarung legt das Weibchen binnen einiger Wochen etwas 1.000 Eier ab, die in Planzensubstraten eingebettet werden. Die daraus schlüpfenden Larven werden bis zu 8 Zentimetern lang und fressen alles, was sie überwältigen können.
Argwöhnisch betrachtet dieser junge Teichfrosch den Besucher in "seinem" Tümpel. Außer der Tatsache, dass der Gelbrandkäfer aufgrund seiner Größe nicht in sein Beuteschema passt, kam dem Jüngling nicht der geringste Gedanke diesen Eindringling anzugreifen. Ob er schon zuvor Erfahrungen mit diesem Käfer gemacht hat? Wenn ja, bleiben sie für den Rest seines Lebens instinktiv verhaftet.
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In warmen, sandigen Gebieten unserer Heimat ist der Goldlaufkäfer zu beobachten. Von den im allgemeinen nachtaktiven Käfern hebt sich diese Art durch ihre Tagaktivität hervor. Die sehr schön anzusehenden Insekten sind glänzend grün mit goldenen Streifen besetzt. Je nach Lichteinfall schimmern sie metallisch violett. Auch dieser Käfer ist in seinem Lebensraum ein extrem schneller und gefürchteter Jäger, der auf Bäumen und am Boden jagt. Dabei erbeutet er Tiere, die durchaus seine eigene Größe um ein Vielfaches überschreiten können. So gehören Schnecken, ausgewachsene Regenwürmer und andere größere Insekten zu seinen bevorzugten Beutetieren. Des Weiteren stehen Aas und sogar Pilze auf seinem Speiseplan. Man findet die Art von Ende April bis in den August hinein, wenn er, wie sein Name schon sagt, schnell über warme, offene Flächen läuft.
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Wesentlich harmloser, weil sich nur von Pollen und Nektar ernährend, ist der Grüne Scheinbockkäfer. Man findet ihn im Sommer auf diversen Blüten bei der Nahrungssuche. Im Unterschied zu den Weibchen besitzen die Männchen der Art stark verdickte Hinterschenkel, die an die unproportionalen Extremitäten eines Bodybuilders erinnern. Diese behindern die Tiere jedoch keineswegs bei bei ihren Aktivitäten. Die Käfer werden etwa 10 Millimeter groß. Da ihre Fühler etwa die gleiche Länge erreichen, kommen sie dem Beobachter wesentlich größer vor. Es sollen auch schon Exemplare von 15 Millimetern Körperlänge gefunden worden sein.
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Mittlerweile ist er selten gworden. Noch vor einigen Jahrzehnten konnte er ganze Ernten vernichten, wenn er in Massen auftrat und somit zur Plage wurde. Die Rede ist vom Kartoffelkäfer. Schwarze Streifen auf blass gelben Flügeldecken sind die Erkennungsmerkmale dieses, etwa Daumennagel großen Käfers. Seine Larven sowie er selbst fressen nur die Blätter der Kartoffelpflanze, die danach keine Knollen mehr produzieren kann. So war der Kartoffelkäfer seit je her ein Schädling in der Landwirtschaft. Die Geschichte besagt, dass er im Zweiten Weltkrieg von den Alliierten Mächten zur "biologischen Kriegsführung" eingesetzt wurde, um den Deutschen eine Nahrungsgrundlage, hier die Kartoffel, zu entziehen. Schulkinder bekamen frei, um die massenhaft auftretenden Käfer einzusammeln. Später setzte ihm der zunehmende Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft zu, sodass er heute nur noch vereinzelt auftritt.
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Da wir eingangs darauf hingewiesen haben, dass wir in diesem Kapitel auch die Wanzen vorstellen möchten, wechseln wir ständig zwischen "Käfer & Co." hin und her. Ein sehr auffälliger Geselle unter der großen Familie der Wanzen ist die Streifenwanze. Dieser kleine "Edelpunker" kommt stets frisch gestylt aus dem Gebüsch und präsentiert sein grelles Kleidchen. Dies besagt: "Vorsicht! Ich bin völlig ungenießbar!" Jeder potentielle Fressfeind, der die Streifenwanze einmal im Maul oder im Schnabel hatte, spuckt sie schnell wieder aus und merkt sich diese Farbkombination für sein ganzes Leben.
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Einen weiteren Riesen in unserer Region finden wir gelegentlich und nur beim genauen Hinsehen auf Rosenblättern oder Blüten der Brombeeren und Hagebutten. Dafür hört man ihn schon von Weitem heranfliegen. Mit einem satten, tiefen Gebrumm nähert sich der Gemeine Rosenkäfer, um seine Nahrung auf verschiedenen Blüten zu suchen. Leuchtend grün, in einer Art Metallic - Lackierung stellt er eine imposante Erscheinung dar. Aber seht doch selbst!
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Wir möchten gerne bei der Farbe des Rosenkäfers bleiben. Die Gewichtsklasse beabsichtigen wir zu ändern. Von einem "Superschwergewicht" kommen wir nun zu einem "Fliegengewicht". (Der Begriff "Käfergewicht" ist im internationalen Sport unbekannt.) Jeder von Euch dürfte wohl die Pefferminze kennen. Jenes Gewächs, dass ein bisschen der Brennnessel ähnelt, aus dem ein Tee zubereitet werden kann, den Ihr immer dann trinkt, wenn Ihr ein wenig kränkelt. Auf diese Pflanze ist ein kleiner Käfer angewiesen, der logischer Weise Minzblattkäfer genannt wird. Dieser kleine Kerl, gerade einmal 5 Millmeter groß, bringt an Farbenpracht alles auf, was irgend möglich ist. Zu jeder Witterung, jedem Tageslicht, ja sogar nach jeder eigenen Bewegung erscheint er anders. Die folgenden Aufnahmen gestalteten sich insofern als schwierig, das die Kamera kaum zu fokussieren, sprich einzustellen war. Trotzdem haben wir es geschafft. Bitte seht und staunt!
Der alte Werbeslogan der Firma Volkswagen, die einige Jahrzehnte lang ein Fahrzeug produzierte, welches das Meistverkaufte aller Zeiten werden sollte und den Namen "VW Käfer" trug, lautete: " Er läuft und läuft und läuft....!" kann auf den Minzblattkäfer nicht angewendet werden. Die folgenden Aufnahmen zeigen deutlich, dass dieser Käfer hin und wieder angeschoben werden muß! Den Autoren ist nicht bekannt, ob die Produktion dieser Käfer in "Drittländern" stattgefunden hat.
Dieses Modell weist außerdem - bedingt durch Feuchtigkeit - Startschwierigkeiten am frühen Morgen auf. Durch schlecht konstruierte Bremsen kann es hin und wieder zu Karambolagen kommen, wodurch der Käfer, dank seines Chitinpanzers keine Ernst zu nehmenden Schäden davonträgt. Die folgenden Bilder stellen es eindrucksvoll unter Beweis.
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Die nächsten Aufnahmen zeigen den Scharlachroten Feuerkäfer. Der recht gefährlich klingende Name dieses Waldbewohners trügt. Er heißt wohl Feuerkäfer, weil er schon von weitem schön rot leuchtet. Ansonsten ist er ein eher lustiger und natürlich völlig harmloser Geselle.
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Die Mitglieder der Familie der Bockkäfer haben ein eindeutiges Erkennungsmerkmal: Sehr lange, meist nach außen gebogene, und in mehreren Gliedern unterteilte Fühler. So lassen sie sich leicht von den übrigen Käferarten trennen. Die Form des Körpers ist dabei meist recht schlank. Die längeren Beine lassen diese Käfer noch etwas größer wirken, als sie ohnehin schon sind. Dem Farbenspektrum Ihrer gepanzerten Flügeldecken hat die Natur hier keine Grenzen gesetzt. Schaut Euch nun ein paar Bockkäfer, die in unserer Gegend vorkommen, an.
Vierbindiger Schmalbock
Distelbockkäfer
Echter Widderbock
Ein etwas kleinerer angehöriger der Bockkäfergruppe ist der Gelbbindige Zangenbock. In seiner Art sich zu bewegen wirkt er meist etwas tollpatschig und unbeholfen. Aus diesem Grund macht es Spaß, ihm bei seinen Unternehmungen eine Weile zuzuschauen.
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Diesen rotbraunen Kerl dürfte wohl jeder kennen: Der Gemeine Ohrenkneifer darf auf dieser Seite natürlich nicht fehlen!
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Wechseln wir zwischenzeitlich mal wieder zu den Wanzen. Die Rotbeinige Baumwanze ist eine von der stattlichen Sorte. Die Namensgebung überlassen wir der Ojektivität des Entdeckers. Das auffällig gelbe, jedoch kleine Wappenschild auf dem Rücken des Insektes hätte ihr sicher eine andere, bessere Bezeichnung geben können. Das findet ihr doch auch, oder? Es wird von Seiten der Autoren zur äußersten Vorsicht beim Umgang mit dieser und anderen Wanzen geraten! Wenn ihr sie anfasst oder reizt, kann dieser gepanzerte Bursche recht böse werden! Dies geschieht in Form einer explosionsartigen Entladung eines Körpersekretes, welches dem Störenfried entgegen geschossen wird. Der Gestank dieser "biologischen Waffe" wird jeden daran erinnern, zukünftig die Finger von Wanzen zu lassen!
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Der Pappelblattkäfer hat in etwa die Größe eines Fingernagels. Ein leuchtend rotes Flügeldeckenkleid mit schwarzer Unterseite lässt ihn wie ein zu groß geratenener Marienkäfer aussehen. Natürlich fehlen ihm die dazu gehörigen Punkte. Er ist im Hochsommer recht häufig zu sehen, selbst dort, wo es weit und breit keine schlanken, hochgewachsenen Laubbäume, wie die Pappeln gibt.
In der "allgemeinen Käferszene" geht das Gerücht um, dass Pappelblattkäfer ganz gute Kunstturner seien. Waldschrat-online.de ist der Sache auf den Grund gegangen und hat nichts gefunden, was dieses "Gerücht" widerlegen könnte. Im Gegenteil. Die Bilder sprechen für sich! Auf dem Bild unten rechts vergeben wir jedoch deutliche Abzüge in der "B-Note"!
Mit zunehmendem Alter färben sich die Pappelblattkäfer ins Bräunliche.
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Seit Jahrzehnten sind die Maikäfer von der Bildfläche verschwunden. Man muß sich das einmal vorstellen. Noch vor ca. 50 Jahren bekamen die Kinder schulfrei, wenn der zur Plage gewordene Maikäfer, der in der Land- und Forstwirtschaft beträchtliche Schäden anrichtete, von ihnen eingesammelt werden sollte. Einige Zeit später ging die Population dieses Käfers radikal zurück. Der Einsatz von Chemie im erwähnten Wirtschaftszeig tat sein Übriges. Heute gibt es so gut wie keine Maikäfer mehr. Waldschrat-online.de ist daher glücklich, einen nahen Verwandten des Maikäfers vor die Linse bekommen zu haben. Wir fanden den Pinselkäfer. Es gelang uns auch nur ein einziges Bild zu schießen, bevor er mit deutlichem Gebrumm auf und davon flog.
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Dieser kleine Kerl hier ist nur etwa vier Millimeter groß. Mit seinen, für seine Körpergröße überlangen Fühlern, wirkt er richtig bedrohlich. Es handelt sich mal wieder um eine Wanze. Hier gilt der einfache Grundsatz: Anschauen: Ja! Anfassen: Nein! Waldschrat-online.de glaubt inzwischen, dass ihr wißt, warum!?!
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Im Gegensatz zu den nicht mehr vorhandenen Maikäfern oder dem sehr selten gewordenen Pinselkäfer, kommen die nun folgenden Weichkäfer noch recht häufig vor. Von leuchtend Rot bis hin zu Braun und einem matten Grau findet man sie auf jeder wild bewachsenen Wiese. Sie dürften Euch eigentlich bekannt sein. Doch so, wie sie hier durch die Kameralinse gezeigt werden, habt ihr sie wahrscheinlich noch nicht gesehen?
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Eine Vetreterin aus der großen Familie der Zikaden seht ihr in der Gemeinen Blutzikade. Der Name ist durch das rot - schwarze Flügelkleidchen enstanden. Dieses ca. 7 - 8 Millimeter große Insekt, von dem es noch vier weitere Unterarten gibt, saugt kein Blut, sondern nur Säfte von Pflanzen, die vorher angestochen werde. Ein völlig harmloser kleiner Bursche.
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Nach einem solch leuchtend roten Käfer, der einem schon aus der Ferne ins Auge fällt, seht Ihr nun einen wahren Meister der Tarnung. Der Große Breitrüssler lebt auf totem Holz, wie zum Beispiel auf umgestürzten und abgestorbenen Baumstämmen. Nun, über die Namensgebung mögen sich die Zoologen streiten. Als Groß und Breit kann man ein Insekt, dass gerade einmal einen Zentimeter groß ist nun wirklich nicht bezeichnen. Da dieser Käfer nicht zu den häufig auftretenden Sorten gehört, muß man schon genau hinsehen, wenn man ihn entdecken will. Meist sieht man ihn erst, wenn er sich bewegt.
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Dieser Vertreter aus der Familie der Wanzen scheint auf den ersten Blick nur vier Beine zu besitzen. Insekten - dazu gehören auch die Wanzen - haben deren jedoch sechs. Der Wasserläufer hat sein vorderes Beinpaar zu einem Fangapparat umfunktioniert, mit dem er seine Beute schlägt. Die mittleren und hinteren Beinpaare sind wesentlich länger und weit gespreizt. Dadurch ist er in der Lage, sein Gewicht gleichmäßig zu verteilen und kann deshalb über das Wasser laufen. Die Oberfläche eines Gewässers weist eine gewisse Spannung auf. Entsprechend wird sie Oberflächenspannung genannt. Diese nutzt die Wanze aus, um blitzschnell auf ihr zu laufen und zu jagen. Dabei überwältigt der Wasserläufer als gefräßiger Räuber alles, dessen er habhaft werden kann. Droht der Tümpel auf dem er lebt auszutrocknen, fliegt er einfach zum Nächsten.
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Jedem, der schon einmal eine Zeit lang vor einem kleinen Tümpel verweilt hat, um das Leben darin zu beobachten, muß die nun folgende Art aufgefallen sein. Benannt nach seiner Art sich im Wasser zu bewegen, ist der Gemeine Rückenschwimmer eine sehr verbreitete Gattung aus der Familie der Wasserwanzen. Blitzschnell sich in seinem Element fortbewegend, trägt er auf seiner Unterseite einen Luftvorrat mit sich herum. Waldschrat-online.de rät hier zur besonderen Vorsicht im Umgang mit diesem ca. 1,5 cm großen Insekt! Da sie schnell und sehr empfindlich stechen können, werden die Rückenschwimmer im Volksmund auch "Wasserbienen" genannt.
Die Aufnahmen zeigen den Gemeinen Rückenschwimmer in seiner eigentlichen Schwimmposition rücklings und aufgerichtet im flachen Gewässer.
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Eine weitere Gattung unter den Käfern bilden die Laufkäfer. Allein diese Familie bringt es auf 750 verschiedene Arten. Die Laufkäfer sind nachtaktiv, räuberisch und jagen auf dem Boden nach Beute. Einige trifft man hin und wieder tagsüber an, wenn auch nur selten. Es ist schade, dass sich diese Tiere im Sonnenlicht unter Steinen und loser Baumrinde verkriechen, da sie oft sehr farbenprächtig sind. Sie können durchaus fliegen, ziehen jedoch den Aufenthalt auf "Höhe Null" vor und laufen entsprechend mehr, als sie fliegen. Daher hat auch diese Art, die Ihr nun seht, den Namen Feld-Sand-Laufkäfer erhalten.Dieser grün-violetter Bursche macht seinem Namen alle Ehre. Selbst bei der Paarung, im Bild rechts unten, ist der ständig in Bewegung. Da diese nicht gerade langsam ist, wurden unsere Aufnahmen wesentlich erschwert.
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Einige wenige Exemplare aus der großen Familie der Wanzen kennt Ihr nun schon. Weltweit gibt es etwa 40.000 Arten von ihnen. 1.000 davon kommen in Europa vor. Es gibt räuberisch lebende Wanzen, wie zum Beispiel den bekannten Wasserläufer und Pflanzensauger, die sich von den Säften verschiedener Gewächse ernähren. Eine weit verbreitete Meinung lautet, dass Wanzen Blut saugen und entsprechend Menschen befallen. Dieses Gerücht ist grundlegend falsch! Alle Wanzen sind für den Menschen in puncto Gesundheit harmlos. Doch rät Waldschrat-online.de hier schon wieder zur Vorsicht...denn wie war das mit der "Stinkbombe"? Wir zeigen Euch nun noch ein paar Wanzen, die es unter anderem im wahrsten Sinne des Wortes "in sich" haben.
Auf den Bildern oben seht Ihr die Grüne Stinkwanze. Sie ist eine der Pflanzensauger. Etwa 1,2 Zentimeter groß, hockt sie scheinbar friedlich, auf Blättern von Ginsterbüschen und Bäumen. Ihren Namen trägt sie zurecht. Ihr Sekret, welches sie bei Gefahr verspritzt, stinkt bestialisch und hält entsprechend lange an. Da es sehr ölig ist, hilft Wasser bei dessen Beseitigung nur wenig.
Diese Pflanzensaugerwanze in der Bildfolge oben ist der grünen Stinkwanze recht ähnlich. Die auffällige Zeichnung auf dem Rücken verlieh der Wanze den Namen Buntrock. Stinken tut sie trotzdem!
Nach Sonnenaufgang sind die Wanzen wesentlich aktiver als davor. Vom Tau benetzt, harrt dieser kleine Kerl den niedrigen Temperaturen. Sein Tag beginnt etwa zwei Stunden später. Scheint die Sonne recht kräftig, verlieren auch die Saumwanzen keine Zeit, um für die Nachkommen zu sorgen.
Eine recht auffällige Wanze in unseren heimischen Gefilden ist die schwarz - rote Feuerwanze. Benannt nach ihrem feuerrot leuchtenden Flügelkleid ist sie genau so mit Vorsicht zu genießen, wie ihre anderen "Familienmitglieder", die Ihr jetzt schon kennt. Wer die Feuerwanze ärgert, bekommt ihr extrem stinkendes Sekret verabreicht. Ansonsten saugt sie Samen und Pflanzen aus, ernährt sich von Eiern anderer Insekten und hier und da auch einmal von einem ihrer Artgenossen.
Ameisen sind kraftvolle und gefürchtete Insekten. Nicht nur, dass sie zu Tausenden ein organisiertes Volk bilden und bei manch einer Aufgabenstellung in großer Zahl, ohne Rücksicht auf einzelne Individuen, ihr Ziel erreichen. Selbst eine Einzelne nimmt es mit übermächtigen Gegnern wie Käfern oder Spinnen auf. Hier sehen wir den Kampf einer Ameise mit einer Wespenlarve. Nach langem hin und her zog die Ameise jedoch den Kürzeren und fiel zu Boden. Ein Ausgang, der nicht immer so verläuft.
Hier sollen sich in Zukunft noch mehr Käfer, Wanzen und Ameisen dazu gesellen






































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