Raupen & Falter II
(Brauner Waldvogel (links) und Großes Ochsenauge (rechts) auf einer Waldwiese)
Einer der häufigsten Falter aus der Familie der Weißlinge ist der Kleine Kohlweißling, den wir schon vorgestellt haben. Der Schmetterling mit einer Flügelspannweite von 40 - 50 Millimetern ist auf offenem Gelände überall zu finden. Viel seltener dagegen ist er bei seinem Paarungsritual zu beobachten. Waldschrat-online.de hat ein paar Aufnahmen davon für Euch zusammengestellt.
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Aus der vielschichtigen Familie der Bläulinge seht Ihr nun ein Mitglied der etwas selteren Art. Er ist nur noch auf Flächen mit Magerrasen oder in einigen Flusstälern zu finden. Der Braune Feuerfalter geht in seiner Population seit den letzten Jahren deutlich zurück, da ihm systematisch sein spezieller Lebensraum entzogen wird. Aus diesem Grund ist er in unserer Region als besonders gefährdet eingestuft. Seine Größe beträgt lediglich 25 Millimeter. Man kann ihn leicht mit dem Dunkelbraunen Bläuling verwechseln. Dieser hat jedoch keine schwarzen Flecken auf den Vorderflügeln.
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Ein sehr schöner Schmetterling aus der Edelfalterfamilie ist der Große Perlmutterfalter. Seinen Namen bekam er wegen seiner perlmuttartig schimmernden Flügelunterseiten. Der Falter wird 50 bis 55 Millimter groß und ist, wie sein größerer und naher Verwandter, der Kaisermantel, schon von weitem zu erkennen. Da er ein ausdauernder Flieger ist, ist es nicht einfach, ihn vor die Kamera zu bekommen. Er lebt sowohl in Wäldern als auch auf offenen Flächen, wie Wildwiesen. Da sich seine Raupe nur von Veilchen ernährt, müssen diese kleinen blauen Blumen in seinem Revier auch vorkommen. Leider ging der Bestand des Großen Perlmutterfalters in den letzten Jahren ständig zurück.
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Zu den wenigen tagaktiven Nachtfaltern aus der großen Familie der Eulenfalter zählt die Scheck-Tageule. Sie lebt auf feuchten Wiesen, in Wäldern und an Rändern von Mooren. Mit einer Flügelspannweite von etwa 25 Millimetern zählt sie zu den kleineren Eulenfaltern. Auf mageren Wiesen mit spärlichem Bewuchs ist der Schmetterling wegen seiner grau-braunen Tarnfarbe nicht leicht zu finden. Im hohen Gras dagegen hebt er sich vom Hintergrund deutlich ab.
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Zu der Gattung der Spanner zählt, wie der Name schon sagt, der Ockergelbe Blattspanner. Der Falter ist auch unter dem Namen Brennnesselspanner bekannt. Mit etwa 2,5 Zentimetern Flügelspannweite hat er für einen Spanner eine durchschnittliche Größe. Der Tagaktive Schmetterling fliegt ab Mitte Mai über Feuchtwiesen und durch lichte Wälder.
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Ein weiteres Mitglied der artenreichen Spannerfamilie ist der Hartheuspanner oder auch Weißer Linienspanner genannt. Auf den ersten Blick kann er leicht mit einem Weißling verwechselt werden, da er für einen Spanner ziemlich groß ist. Mit bis zu 45 Millimetern Flügelspannweite ist der tagaktive Falter mit seiner perlmuttartig glänzenden Flügeln auf mageren Wiesen, die er bewohnt, gut zu erkennen. Die Anordnung der Fühler ist für einen Spanner charakteristisch. Eine weitere Eigenschaft ist das typische wippen mit den Flügeln, sobald sich der Schmetterling in einer sitzenden Position befindet.
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Er kommt in manchen Gegenden nur noch vereinzelt vor und ist daher eine echte Rarität unter den Edelfaltern. Als Baumwipfelbewohner bekommt man den Großen Schillerfalter am ehesten am frühen Morgen zu sehen. Dann sitzen die Männchen gerne auf Waldwegen, trinken aus Pfützen oder saugen an Tierexkrementen. Der Falter hat eine Spannweite von 65 Millimetern und schimmert je nach Lichteinfall schwarz, baun oder leuchtend blau. Man kann ihn mit stark riechendem Käse anlocken. Da sich die Raupen ausschließlich von Blättern der Weidenbäume oder der Pappel ernähren, müssen diese Bäume im Lebensraum ausreichend vorhanden sein. Der wunderschöne und große Falter fliegt nur in den Monaten Juni bis August. Unsere Aufnahmen zeigen ein ausgewachsenes Männchen.
Die untere Bildreihe zeigt das Weibchen des Großen Schillerfalters. Es entspricht in der Größe dem Männchen, jedoch fehlt bei ihm bei Lichteinfall der blaue Schillerton auf den Flügeloberseiten.
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Der Schwalbenschwanz
Eine Raupe des Schwalbenschwanzes.
Dieses, etwa 2,5 Zentimeter große, gelb - grünliche Gebilde in der Bildserie unten, welches hier in spärlicher und abgestorbener Vegetation etwa zwanzig Zentimeter über dem Boden hängt, ist eine Schmetterlingspuppe. Die Raupe, die sich hier verpuppt hat war zu ihrer aktiven Zeit um einiges größer und ist im Bild oben zu sehen. Der Schwalbenschwanz kommt in unseren heimischen Gefilden zwar sehr selten vor, ist aber in der Lage, unter günstigen klimatischen Bedingungen bis zu drei Generationen innerhalb eines Jahres zu entwickeln. Wir fanden diese Puppe am 26. Dezember, dem 2. Weihnachtstag, nach einem starken Kälteeinbruch auf einer Wiese vor. Während des Verpuppungsvorganges hat sich die Raupe mit einem stabilen Seidenfaden an der Pflanze befestigt. Um dies besser erkennen zu können, haben wir das Bild unten rechts um 90° gedreht.
Der Schmetterling, der im kommenden Frühjahr aus dieser verhältnismäßig kleinen Puppe schlüpft, sieht dann so aus:
Die meisten von Euch werden diesen Schmetterling kennen, doch nur wenige haben ihn schon einmal in der freien Natur beobachtet. Der Schwalbenschwanz der zur Familie der Ritterfalter zählt, ist einer der größten Schmetterlinge die in unserer Region fliegen. Als "Ritterfalter" werden die größten und farbenprächtigsten Schmetterlinge der Welt bezeichnet. Der Schwalbenschwanz erreicht eine Flügelspannweite von 75 Millimetern! Er kommt nur noch sehr selten und vereinzelt auf Trockenwiesen vor. Hier und da besucht er Gärten in denen Möhren, Dill und Thymian angebaut werden, da sich seine Raupen von diesen Pflanzen ernähren. In Deutschland steht der Schwalbenschwanz auf der Vorwarnliste für vom Aussterben bedrohte Tierarten und ist deswegen besonders gesetzlich geschützt.
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Der Kleine Eisvogel, ein mittelgroßer und sehr schöner Edelfalter, kommt in unseren Gefilden nur noch vereinzelt und sehr selten vor. Er fliegt nur kurze Zeit von Juni bis etwa Anfang August entlang von schattigen Waldwegen, meist in Bodennähe. Der Kleine Eisvogel ist kein Blütenbesucher im klassischen Sinne. Vielmehr ernährt er sich von Mineralien aus Tierkot oder vom Honigtau, den verschiedene Blattläuse produzieren. Die Gelegenheit einem Kleinen Eisvogel zu begegnen, hat man am Ehesten in den frühen Morgenstunden, wenn man still und einsam auf Waldwegen unterwegs ist.
Das Besondere an diesen Aufnahmen des Kleinen Eisvogels ist nicht etwa seine Seltenheit, sondern der Tag, an dem diese Bilder entstanden sind. Wir fanden diesen Edelfalter am 16. September (!) Zu Rate gezogene Experten kamen nach langer Diskussion zu dem Schluß, dass es sich hier um eine 2. Generation innerhalb eines Jahres handeln müsse. Da die Art diese Reproduktion sonst nur mit Mühe in den warmen Mittelmeerländern schafft, gelten dieser Fund und die Fotobeweise als eine wissenschaftliche Sensation. So etwas hat es bisher im Westen Deutschlands noch nicht gegeben.
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Zu der Familie der Edelfalter gehört auch die nun folgende Art. Der Distelfalter ist ein Wanderfalter, der zu schier unglaublichen Leistungen im Stande ist. Der auffallend große Schmetterling schafft es von Skandinavien bis nach Zentralafrika zu wandern und dabei noch die Alpen zu überqueren. Durch seine Wandereigenschaften ist sein Vorkommen in unseren deutschen Gebieten von Jahr zu Jahr stark schwankend. Im Sommer 2008 konnte kaum ein Exemplar des Distelfalters gefunden werden. 2009 hingegen flog er sehr zahlreich bei uns ein.
Der Fund einer Raupe des Distelfalters beweist, dass er sich auch hier in unserer Heimat fortpflanzt.
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Die verschiedenen Arten der Mohrenfalter, die zur Gattung der Augenfalter gehören, sind vorwiegend im süddeutschen Raum sowie in den Alpenländern zu finden. Der mittelgroße Schmetterling kommt dort bisweilen sehr häufig vor. Es gibt etliche Arten von Mohrenfaltern. Wir wollen Euch hier den Graubindigen Mohrenfalter vorstellen. Wir fanden ihn auf einer unserer zahlreichen Urlaubsexkursionen in Tirol, Österreich, in Höhenlagen zwischen 850 und 1.500 Metern über dem Meeresspiegel.
Mohrenfalter können zuweilen recht handzahm werden. Wenn man bei einem Almaufstieg ordentlich ins Schwitzen kommt, nutzen die Schmetterlinge die salzigen Mineralien schnell und ohne Scheu für sich. Man muss sich nur ruhig verhalten.
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Einer der kleinsten, jedoch dafür auch einer der schönsten unserer heimischen Schmetterlinge hat nur eine Flügelspannweite von etwa 2 Zentimetern. Der zur Familie der Bläulinge zählende Geiskleebläuling oder auch Argus - Bläuling genannte Zwerg unter den Faltern zeichnet sich durch kräftig blaue Farben auf der Flügeloberseite und bunte Muster unter den Flügeln aus. Sein Flug wirkt stets schnell und nervös. Wenn man ihn an einem kühlen Spätsommermorgen fidet, kann man ihn recht zutraulich sehen. Waldschrat-online.de rät auch hier wieder nicht zur Nachahmung! Die Tiere sind sehr empfindlich. Wenn sich der kleine Falter nicht von selbst auf dem Naturfreund niederlässt, darf man dies auch nicht erzwingen! Die folgenden Aufnahmen zeigen das Weibchen des Argus - Bläulings.
Das Männchen des Geisklee- oder Argus - Bläulings besticht durch seine kräftig blaue Flügeldecke. Hier ist auch ein Größenvergleich erkennbar.
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Ein außergewöhnliches Mitglied der Schwärmer ist das tagaktive Taubenschwänzchen. Nicht nach Schmetterlingsart sondern eher nach der eines Kolibris fliegt es mit über 50 Flügelschlägen pro Sekunde im Schwirrflug von Blüte zu Blüte und saugt mit seinem überlangen Rüssel Nektar aus Blütenkelchen. Das Taubenschwänzchen ist bei der Nahrungssuche derart schnell unterwegs, dass es den Naturfotografen immer wieder vor eine besondere Herausforderung stellt. Es ist so gut wie nie sitzend zu beobachten, da sein graues Leibchen ein hervorragendes Tarnkleid bietet. Mit etwas Glück kann man diesen ultraschnellen Flieger an bunt bepflanzten Balkonkästen schwebend, bei der Futtersuche beobachten.
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Auf einer Exkursion in den Bergen Osttirols fanden wir auf einer Meereshöhe von etwa 1.050 Metern den zur Familie der Weißlinge zählende Alpengelbling. Dieser etwa 45 Millimeter große Wanderfalter fühlt sich ab dieser Höhe erst wohl und ist bis in luftige Lagen von 2.300 Meter Höhe noch zu finden. Jenseits der Baumgrenze ernährt er sich vom Nektar der Kleeblüten, der auf Hochalmen wächst. Ihm zu folgen und zu fotografieren erschien nicht ganz ungefährlich, da sehr steile Anstiege und Abhänge dem Falter aufgrund seiner Flugausdauer einen großen Vorteil verschafften.
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Einer von vielen zum Teil tagaktiven Nachtfaltern ist der Russische Bär. Der etwa 45 bis 52 Millimeter große Schmetterling, ein Angehöriger der Bärenspinner - Familie, ist mit zusammengeklappten Flügeln gut getarnt und kaum zu entdecken. Dabei verhält er sich äußerst ruhig. Öffnet er diese, was leider nicht oft vorkommt, werden seine leuchtend roten Hinterflügel sichtbar. So kann man ihn schon aus einigen Metern erkennen. Man kann den Russischen Bären von Juli bis September dort finden, wo der Sommerflieder blüht. Allerdings muss man schon genau hinsehen.
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Im Allgemeinen kennen wir Motten daher, weil sie im Haushalt gefürchtet sind, da sie in den Kleiderschränken Löcher in die Textilien fressen. Es gibt jedoch Tausende Arten von Motten. Diese, die wir nun vorstellen, beschränkt sich in Mitteleuropa "nur" noch auf 76 Arten. Die Gespinstmotte ist etwa 13 Millimeter groß, auffallend weiß mit schwarzen Punkten, die jedoch stark variieren können. Ihren Namen erhielt sie, weil sich die Raupe vor der Verpuppung kräftig einspinnt. Dieser kleine Vertreter aus der Familie der Schmetterlinge, der auch Knospenmotte genannt wird, ist ein nicht gerne gesehener Bewohner von Obstplantagen. Wenn die Tiere in einer Saison häufig auftreten, sind sie in der Lage die Obstbestände von Kirschen und Pflaumen erheblich zu schädigen.
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Seinen Namen erhielt dieser Edelfalter wegen seiner schwarz-weißen Zeichnung. Das Schachbrett oder auch Schachbrettfalter genannt, ist ein bis zu 52 Millimeter großer Schmetterling, der ab Ende Juni auf großen Wiesen, vorzugsweise auf Magerrasen mit kalkhaltigem Boden, recht häufig gefunden werden kann. Die Männchen zeichnen sich als Dauerflieger aus, da sie fast pausenlos auf der Suche nach frisch geschlüpften Weibchen sind. Diese sitzen hin und wieder an hohen Grashalmen oder saugen an Distelblüten den Nektar. Die Flügelunterseite der Tiere weisen einige Augenflecken auf. Die Falter fliegen nur wenige Wochen im Jahr. Somit ist ihre Flugzeit im August schon wieder zu Ende.
Die folgende Aufnahme zeigt das Paarungsritual der Schachbrettfalter. Oben das Männchen.
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Wechseln wir einmal mehr zu den Raupen. Das Wesen, welches wir Euch nun vorstellen möchten, zeichnet sich alleine durch sein Erscheinungsbild derart exotisch aus, dass man meinen könnte, es wäre im südamerikanischen Regenwald zu Hause. Tatsächlich lebt dieses Tier in unseren Wäldern und Gärten. Die folgenden Aufnahmen zeigen die Raupe des Schlehen Bürstenbinders, einem mittelgroßen, graubraunen und nachtaktiven Falter. Die Raupe ist etwa 50 Millimeter lang und sie zu beschreiben würde eine ganze Seite ausfüllen. Schaut Euch einfach die Blder an. Ihre Futterpflanze ist der Schlehenbaum, von deren Blättern sie sich ernährt.
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Kehren wir noch einmal zu den Weißlingen zurück. Nachdem ihr den Kleinen Kohlweißling schon gesehen habt, möchten wir Euch nun den Großen Kohlweißling zeigen. Dieser beachtliche Falter von bis zu 65 Millimeter Flügelspannweite kam früher in Gärten und auf kultivierten Feldern, vorzugsweise mit Kohlanbau, sehr häufig vor. Heute ist er überall stark rückläufig und hat sich auf Waldwiesen und wildwachsenden Trockenrasen zurückgezogen. Der Schmetterling zeichnet sich durch einen sehr schnellen Flug aus, der infolge seiner großen Flügelflächen durch Wind noch begünstigt wird. Er unterscheidet sich nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seine charakteristische Flügelzeichnung von den anderen Familienmitgliedern der Weißlinge. Beachtet die dunkle Spitze der Vorderflügel.
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Weniger als halb so groß wie der Große Kohlweißling ist der sehr zierlich erscheinende Tintenfleckweißling. Mit einer Flügelspannweite von gut 30 Millimetern wirkt sein Flug wesentlich nervöser. Diesen kleinen Schmetterling findet man von Mai bis September an Waldrändern, lichten Hecken, und auf Wildwiesen. In Gebieten, die seinen Anforderungen entsprechen, kann er häufig auftreten. Weibchen und Männchen sind sehr schwer voneinander zu unterscheiden. Da die Weißlinge in Ruhestellung die Flügel nur sehr selten aufklappen, ist eine Bestimmung der einzelnen Arten nicht gerade einfach.
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Auf Feuchtwiesen und in Moorgebieten ist der Braunfleckige Perlmutterfalter zu Hause. Der bis zu 35 Millimeter große leuchtend orangefarbene Schmetterling mit der auffallend schwarzbraunen Zeichnung kommt noch recht häufig vor. Voraussetzung ist, dass sich in seinem Lebensraum Veilchen befinden, da dies die Futterpflanze seiner Raupen ist. Gerne saugt der Edelfalter auch an den Blütenständen hoher Disteln. Auf solchen Pflanzen kann er dann, leicht mit den bunten Flügeln wippend, längere Zeit sitzend beobachtet werden.
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Unter den Vertretern der Bläulinge, von denen wir schon eine ganze Menge vorgestellt haben, ist die folgende Art eine echte Rarität. Der Kleine Sonnenröschen - Bläuling wird in der deutschen Roten Liste unter dem Buchstaben "V" geführt. Dies ist die Vorwarnliste für vom Aussterben bedrohte Tierarten. Der etwa 2.5 Zentimeter große Falter fliegt in Mitteleuropa nur noch ganz selten. Sie leben in sehr warmen Gebieten auf wildemTrockenrasen und an sonnigen Waldrändern. Die Tiere können in kühleren Gefilden nur in den Monaten Juni und Juli beobachtet werden.
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Aus der Zahlreichen Familie der Widderchen stellen wir nun das Gemeine oder Ampfer - Grünwidderchen vor. Der bis zu 15 Millimeter große Schmetterling zählt eigentlich zu den Nachtfaltern, ist jedoch tagaktiv. Man kann das Grünwidderchen auf großen Flächen mit trockenem Magerrasen finden. Es gibt mehrere Unterarten von Grünwidderchen, die im Aussehen nur gering voneinander abweichen. Da über diese Tiere noch recht wenig bekannt ist, streitet sich die Wissenschaft noch darüber.
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Ein ebenfalls (teilweise) tagaktiver Nachtfalter ist der Eichenspinner. Der zur Familie der "Glucken" zählende Falter erreicht eine Flügelspannweite von beachtlichen 75 Millimetern. Die dunkelbraun gefärbten Männchen mit ihren kammartigen Fühlern sieht man auf trocknenen Wiesen tagsüber wild durch die Gegend fliegen. Sie sind auf der Suche nach Weibchen, die irgendwo versteckt im Gras sitzen. Dennoch führt die Suche der Männchen meistens zum Erfolg. Die Paarung findet dann am Boden statt. Danach fliegen beide auf und trennen sich wieder.
Unsere Aufnahmen zeigen den Eichenspinner bei der Paarung und ein einzelnes Weibchen.
Die Raupe des Eichenspinners ist eine auffällige Erscheinung von bis zu 8 Zentimetern Länge. Dabei kann sie fingerdick werden. Vorsicht! Die Haare dieser Raupe enthalten ein hochwirksames Nesselgift, das bei Brührung mit dem Tier zu starkem Brennen der Haut führen kann.
Hier ein Männchen des Eichenspinners während einer Ruhephase im Heidekraut.
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Der Gemeine Heufalter oder auch Goldene Acht genannt, ist ein mittelgroßer Schmetterling, der zur Familie der Weißlinge zählt. Da er ein Wanderfalter ist, und unregelmäßig bei uns einfliegt, bekommt man ihn nicht jedes Jahr zu sehen. Der Gemeine Heufalter fliegt in bis zu drei Generationen pro Jahr. Sehr warme Gebiete meidet er. Man kann ihn auf Wildwiesen und auf magerrasenflächen finden. Bemerkenswert ist, dass er im Sommer violette, und im Herbst gelbe Blüten anfliegt. Er wird etwa 4,5 Zentimeter groß und fällt duch seine leuchtend gelbe Farbe schon von Weitem auf. Seinen Namen verdankt er seiner Flügelzeichnung, die etwa in der Mitte zwei umrahmte Flecken aufweisen, die einer "8" ähneln.
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Über die Artenvielfalt in unseren Naturschutzgebieten werden von Seiten vieler Einrichtungen und Institutionen Statistiken erhoben. So sagen diese Datenbanken aus, dass der Komma - Dickkopffalter seit August 1997 nicht mehr nachgewiesen werden konnte. Dieser sehr kleine 25 Millimeter große und auffallend schnelle Flieger ist sehr leicht mit anderen Arten aus der Familie der Dickkopffalter zu verwechseln. Der Rostfarbige Dickkopffalter sieht ihm sehr ähnlich und ist nur durch ein paar Flecken an der Flügelunterseite vom Komma Dickkopffalter zu unterscheiden. Das Team Waldschrat-online.de ist glücklich darüber, dass es mit zu den Wiederentdeckern gehört und dass der kleine Schmetterling nach zwölf Jahren der Abwesenheit wieder fliegt. Er gilt in Deutschland als extrem gefährdet und kommt nach neuesten Erkenntnissen in Deutschland nur noch im Naturschutzgebiet "Wahner Heide" bei Köln vor!
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Bis vor etwas mehr als einem Jahrzehnt war er einer unserer am häufigsten zu beobachtenden Schmetterlinge. Heute bekommt man den Kleinen Fuchs nur noch mit etwas Glück in der freien Natur zu sehen. Der mit einer Flügelspannweite von 40 - 50 Millimetern sehr auffällige Edelfalter ist sehr leicht an seinen halbmondförmigen, stahlblauen Flügelrändern zu erkennen. Mit geschlossenen Flügeln wirkt er eher unauffällig. Sein Bestand gilt mittlerweile als gefährdet.
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Der zu der Familie der Augenfalter zählende Mauerfuchs ist mit 45 Millimetern Flügelspannweite ein mittelgroßer Falter. Man erkennt ihn an seinen bräunlich gelben Flügeloberseiten, die neben mehreren gezackten dunkelbraunen Linien, schwarze "Augen" mit einem weißen Punkt in der Mitte aufweisen. Diese sind auf den Vorderflügeln einfach sowie auf dem hinteren Flügelpaar vierfach zu erkennen. Der Mauerfuchs ist ein sehr scheuer und dauerhafter Flieger. Er ist dermaßen selten, dass man ihn noch lange nicht jedes Jahr finden kann. Auch unser Exemplar schenkte uns zum Fotografieren nur etwa 2 Sekunden seiner Zeit . Doch wir sind froh darüber, ihn überhaupt gefunden zu haben.













































































































