Mikrokosmos und vieles mehr...

 

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Spinnentiere

 Eine kleine Einleitung

Spinnen  sind keine Insekten. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal besteht darin, dass sie acht Beine besitzen. Insekten haben deren nur sechs. Sie leben räuberisch und kommen fast überall vor. Einige Arten, wie zum Beispiel die Wolfsspinne, jagen am Boden und andere, wie zum Beispiel die fast allen bekannte Kreuzspinne, stationär, im luftigen Netz.

"Man kann sich mit dem Thema Spinnen seinen Mitmenschen nur sehr vorsichtig nähern. Meistens löst man dabei ein gänsehäutiges Schauern aus. Die Angst vor Spinnen (wiss. Arachnophobie) ist bei den Menschen weit verbreitet und verleitet, wenn es zur Begegnung mit solch einem Achtbeiner kommt, den Menschen zu meist falschen Reaktionen.

Während der Mensch Pferd, Hund und Katze streichelt, Reh und Hirsch - weil edel - liebt, den Löwen und den Elefanten zu seinem Urlaubsziel macht, während er auf  Huhn, Rind und Schwein die Erkenntnisse ganzer Wissenschaften anwendet, den Regenwurm als Gärtner preist und die Biene als Wunder der Natur sowie den Adler im Schilde führt, tritt er ein Tier, das die Vorgenannten allesamt an Exotik, Entwicklung, Form, Farbe  und den abenteuerlichsten Instinktleistungen bei weitem übertrifft, mit dem Ausdruck des Ekels tot. "Pfui, Spinne!"

Ihre Gespinste, die in Ihrer Form fast reine Kunst sind und in Ihrem Material edel, sowie unerreichtes Ideal menschlicher Baukunst, erscheinen in unseren Wohnräumen als Objekte der Tugendlosigkeit, die eine Hausfrau diskreditieren.

Hier sollte sich jedoch ein Jeder bewußt sein, dass er eine hoch entwickelte und sehr nützliche Kreatur vor sich hat.

Die Spinnen nämlich sind es, die uns davor bewahren, von einer wahren Flut von Insekten überrannt zu werden.

Ein Beispiel hierfür liefert eine wissenschaftliche Studie: Es ist erwiesen, dass auf einem Quadratmeter naturnahen Waldbodens bis zu 150 Spinnen leben können. Unterstellt man einer jeden von ihnen in den sechs warmen Monaten des Jahres einen Verzehr von 100 Mücken und Fliegen - das sind etwa zwei Gramm - dann vernichten auf einem Hektar Waldboden - das sind 10.000 Quadratmeter - 1,5 Millionen Spinnen Insekten im Gewicht von 60 Zentnern.

Spinnen sind,  bedingt dadurch, dass sie ihre Nahrung außerhalb des Körpers verdauen, die saubersten Organismen im gesamten Tierreich. Sie nehmen nur lebende Beute zu sich, die sie vorher mit einem Giftbiss gelähmt haben. Von den über 30.000 bekannten Arten weltweit sind nur etwa 30 für den Menschen annähernd gefährlich. Keine von diesen kommt in unseren Breiten vor. Die Spinnen, denen wir hier begegnen sind durchweg harmlos und nicht in der Lage, die menschliche Haut zu durchbeißen."

Aus der Dokumentation "Leben am seidenen Faden" von Prof. Dr. Ernst Kullmann und Horst Stern.

Waldschrat-online.de bittet Euch deshalb: Wenn Ihr eine Spinne in Eurer Wohnung habt - wo sie sicherlich nicht hingehört - nehmt eine Schaufel und einen Besen und befördert sie behutsam wieder nach draußen. Das Tier und wir würden es Euch danken!

Der Waldschrat betritt nun zusammen mit Euch die faszinierende Welt der Achtbeiner und will dabei mittels Informationen behilflich sein, die Angst oder den Ekel vor diesen Tieren zu nehmen.

"Gegen Spinnenfurcht hilft nur SpinnenwissenHorst Stern.

Aus diesem Grund möchte Waldschrat-online.de hier etwas ausführlicher sein.

Wir beginnen mit der Familie der Krabbenspinnen.

Wer genau hinsieht, dem wird auffallen, dass diesem kleinen Männchen der Waldkrabbenspinne zwei Glieder fehlen. Diese wurden mit aller Wahrscheinlichkeit bei der "Brautschau" eingebüßt. Der Verlust zweier Beine ist für die Spinne kein Handicap. Doch der kleine Krüppel fing an, vielleicht aus Frust, eine "Pusteblume" zu zerpflücken.

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Diese Waldkrabbenspinne lauert zwischen jungen Haselnüssen auf Beute. Krabbenspinnen bauen keine Netze, sondern überraschen ihre Opfer bewegungslos kauernd, auf Blättern oder Blüten, um dann mit einem blitzschnellen Angriff den Giftbiss anzusetzen. Diese Tiere erkennt man daran, dass ihre Vorderbeine deutlich länger sind als die hinteren zwei Beinpaare. Dies verleiht ihr das Aussehen einer Krabbe. Daher stammt auch der Name.

Krabbenspinnen sind sehr kräftige und furchtlose Jäger. Sie überwältigen Insekten, die wesentlich größer sind als sie selbst, im Handumdrehen. Bienen, Wespen oder gar Hornissen sind nicht selten Beutetiere dieser Art. Wie auf den nachfolgenden Bildern zu erkennen ist, wurden sogar wir mit erhobenen Gliedmaßen bedroht!

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Kurze Zeit später hatte sich dieses Exemplar der Braunen Krabbenspinne wieder beruhigt und ging ihrer normalen Tätigkeit nach: Auf Beute warten.

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Wenige Augenblicke danach wanderte eine Ameise über das Blatt dieser Brennnessel.  Na ja, man gibt sich auch mal mit kleinen Häppchen zufrieden.

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Diese, nun folgende Spezies ist die  "Veränderliche Krabbenspinne". Sie ist selten geworden in unseren Breiten und sehr schwer auszumachen, da sie ihre Farbe der Umgebung nach und nach anpassen kann. Hier sieht man sie in Weiß. Auf einer hellen Blüte, zum Beispiel der Hagebutte sitzend, ist sie nicht zu erkennen. Setzt sie sich auf eine gelbe Blume, nimmt sie deren Farbe an und ist nach einiger Zeit wiederum "unsichtbar".  Krabbenspinnen verbringen mitunter ihr ganzes Leben auf einer einzigen Pflanze! Erwähnenswert ist, dass nur die Weibchen in der Lage sind ihre Farbe der Umgebung anzupassen. Die wesentlich kleineren Männchen vermögen dies nicht.

 Beobachten wir dieses außergewöhnliche Tier für eine Weile.

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Waldschrat-online.de möchte Euch jetzt anhand der folgenden Bildserie das Fangverhalten der Veränderlichen Krabbenspinne zeigen: Die Spinne hat die weiße Blüte erklommen und verharrt eine kurze Zeit, um das Farbspektrum ihrer neuen Umgebung zu erkennen. Danach geht sie in das Innere der Blüte und postiert sich regungslos in unmittelbarer Nähe des Blütenstengels und somit des Nektars. Dort ist sie für alle Blütenbesucher wie Bienen und Hummeln völlig unsichtbar. Es dürfte jedem klar sein, dass die Spinne nicht lange warten muß, bis eines dieser Insekten die Blüte besucht. Auch in dem Fall dauerte es nicht lange. Diesmal war eine junge Erdhummel die Unglückliche. Die Krabbenspinne packte sie am Kopf, setzte binnen Bruchteilen von Sekunden ihren Giftbiss an und die Sache hatte sich.

Damit man dies etwas besser erkennen kann, nahmen wir die Spinne kurzzeitig zu Fotozwecken aus ihrem Versteck heraus. Während des ganzen Shootings ließ sie ihre Beute nicht los.  

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Diese Krabbenspinne hat eine Löwenzahnblüte erklommen und passt sich deren Farbe an. Dies kann bis zu drei Stunden dauern. Sie ist jetzt schon hervorragend getarnt. Bald wird sie ganz in Gelb erscheinen. Die Blüte lässt einen guten Größenvergleich zum Tier zu.

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Auf den folgenden Aufnahmen hat die Veränderliche Krabbenspinne die Anpassung an das Zentrum der Pflanze vollzogen. In Kürze wird sie sich, nun leuchtend gelb, in der Mitte der Margaritenblume plazieren und braucht nicht lange auf Beute zu warten. Gleich das erste Foto unten links, zeigt das Opfer im Anflug. Die Spinne nimmt es mit offenen Gliedern in Empfang. 

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Hier noch einige Aufnahmen zum Beutespektrum der Veränderlichen Krabbenspinne. Oftmals ist die Beute um einiges größer und schwerer. Das scheint diesen Räuber jedoch wenig zu kümmern.

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Auf den Bildern, die nun folgen, sehen wir die einzige europäische Art aus der Familie der Riesenkrabbenspinnen. Es handelt sich um die Grüne Huschspinne. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes auffällig unauffällig und sehr selten. Im dichten Gras ist sie in Ruhestellung so gut wie nicht zu sehen. Erst, wenn sie sich bewegt, kann man sie entdecken! Von ihren Ausmaßen her handelt es sich hierbei um die wohl größte Spinne in unserem Land. Mit ausgestreckten Beinen erreicht sie Dimensionen von fünf Zentimetern und mehr.                                            

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In den siebziger Jahren, während des amerikanischen Skylabprogramms, kam eine junge Wissenschaftlerin auf die Idee, zwei Kreuzspinnen mit in ein Raumschiff zu nehmen. Einfach nur um herauszufinden, wie diese Tiere unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit ihre Netze bauen. Die Spinnen schafften auch diese Aufgabe mühelos. Bedauerlicherweise gab man den Tieren nur je zwei Fliegen, in einem Reagenzglas, als Nahrung mit. Als diese aufgebraucht waren, versuchten die ahnungslosen Astronauten, während ihres langen Weltraumaufenthaltes,  ihre "Gäste" mit Rinderfilet aus der Tube zu füttern. Ihr, liebe Naturfreunde, habt nun schon einiges über Spinnen gelernt und wisst es nun besser!

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Anfang Mai 2008 fanden wir im Naturschutzgebiet "Wahner Heide" eine kleine, etwa Daumennagel große Spinne, die alleine durch ihre seltsame Zeichnung auffiel. Da wir solch ein Tier niemals zuvor gesehen hatten und selbst das Internet anfänglich keine Hilfe zur Bestimmung dieser Spezies bot, fragten wir bei zoologischen Instituten nach und baten gleichzeitig unsere Besucher um Hinweise und Hilfe. Da die Aufnahmen leider nicht so gut sind um einer sicheren Bestimmung zu dienen, musste die Wissenschaft passen. Die Beteiligung unserer Besucher war zwar recht rege, doch alle Typisierungen waren falsch -  bis auf eine!

Der Student der Biologie Jürgen Peters aus Borgholzhausen lüftete das Geheimnis um diese kleine Kreatur.

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Die obigen Aufnahmen zeigen unseren seltenen Fund: Die Rotbraune Kürbisspinne  (wiss."Araniella displicata"). Die darauf folgenden Recherchen ergaben, dass diese Radnetzspinne als "stark gefährdet" eingestuft ist. Sie ist so selten, dass in Deutschland in den letzten 50 Jahren gerade einmal fünf Funde dokumentiert sind. Im Sommer 2009 konnten wir die Art im gleichen Gebiet erneut nachweisen.

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Das nachfolgende Bild zeigt den Zweikampf einer Gartenkreuzspinne mit eine Honigbiene! Das Geschehen wurde von uns intensiv beobachtet dauerte etwa 20 Minuten. Ihr dürft raten, wer gewonnen hat.

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Kreuzspinnen gibt es ebenfalls in unterschiedlichen Farbvariationen, wie die unteren Aufnahmen zeigen.

                                                                                                   

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Wenn sie nicht gerade ihr Netz bauen oder in der Nabe des selben auf Beute lauern, sind sie Meister der Tarnung.

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Im Vergleich zu den etwas dickleibigen Weibchen, zeigt die folgende Aufnahme das wesentlich kleinere und auch schwer zu findende Männchen der Gartenkreuzspinne.

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Eine andere Art aus der Familie der Kreuzspinnen ist die Gehörnte Kreuzspinne. Sie ist sehr selten zu beobachten. Die Gründe hierfür sind die extreme Gefährdung des Tieres (Rote Liste der gefährdeten Tierarten: Stufe 3) sowie die Tatsache, dass sich die Spinne so gut wie nie in der Nabe des Netztes, sondern in einem Schlupfwinkel aufhält, von wo aus ein Signalfaden zum Netz führt. Erkennungsmerkmale sind die beiden Höcker auf dem Rücken und das auffällige Muster auf dem Hinterleib. Wir konnten die Spinne beim Beutefang beobachten und dadurch in Ruhe fotografieren. 

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Die dritte Art aus der Familie der Kreuzspinnen, die in unserer Region heimisch ist, stellt die Vierfleck - Kreuzspinne dar. Sie kann gegenüber der uns bekannten Gartenkreuzspinne noch um einiges größer werden.  Das Weibchen kann eine Körpergröße von über 18 Millimeter erreichen, während die Männchen auch bei dieser Art viel kleiner sind. Sie werden nur 8 bis 10 Millimeter groß. Die Vierfleck - Kreuzspinne ist unsere häufigste Kreuzspinnenart. Da ihr das charakteristische Merkmal, die kreuzförmige Zeichnung auf dem Rücken fehlt, wird sie oft gar nicht für eine Kreuzspinne gehalten. Sie kann farblich sehr variieren und bunte Zeichnungen annehmen. Unsere Aufnahmen zeigen jeweils Jungtiere der Art. Das Weibchen ist am deutlich dickeren Hinterleib von dem Männchen zu unterscheiden.

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Die nachfolgenden Aufnahmen zeigen das Männchen der Vierfleck - Kreuzspinne.

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Die Vierfleck - Kreuzspinne lebt versteckt und ist nicht oft in der Nabe ihres Netzes zu sehen. Aufgrund ihrer verhältnismäßigen Häufigkeit gilt sie in Deutschland als nicht gefährdet. Dennoch steht sie unter Naturschutz!

Das erwachsene Weibchen nimmt für das menschliche Auge schon bedrohliche Ausmaße an. Wie schon erwähnt, wird es um einiges größer als das Weibchen der Gartenkreuzspinne und ist auffällig gemustert. Unsere Aufnahmen zeigen die gewaltig wirkende Spinne beim Netzbau. Trotz ihrer Ausmaße ist sie für uns Menschen völlig harmlos, ja sogar sehr nützlich!

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Hier nun einige Farbvariationen der Vierfleck - Kreuzspinne:

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    Die Schilfradspinne ist deutlich durch die markante Rückenpartie von der Kreuzspinne zu unterscheiden.  

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So wie die Kreuzspinne ist auch die Schilfradspinne ein Mitglied der Familie der Radnetzspinnen. Sie ist an den Uferzonen von Feuchtbiotopen anzutreffen und baut, wie ihr Name schon sagt, radförmige Netze zwischen zwischen Schilfhalmen und hohen Gräsern. Diese Netze können eine beachtliche Größe erreichen. Sie besitzen meist 36 Radialfäden aus recht stabiler Seide, in die eine Fangspirale eingesponnen wird.

Spinnen sind in der Lage, aus ihren Spinnwarzen am Ende des Hinterleibs mehrere Arten von Seide zu produzieren: Haltefäden, zu denen auch die Radien der Netze zählen, Fangfäden, die spiralförmig zur Nabe des Netzes zulaufen und mit Leim versehen sind, Signalfäden, welche die Aufgabe haben, die Spinne darüber zu informieren, dass sich etwas im Netz befindet, sowie weiche Seide, in die ihre Beute eingewoben wird. Insgesamt stehen der Spinne sieben verschiedene Materialien aus eigener Produktion zur Verfügung. Auf den folgenden Bildern sehen wir ein Schilfradspinnenweibchen beim Netzbau.

3803b    "Drahtseilakt..."

Wie die Spinne die Fäden produziert, wüsste auch die Textilindustrie gerne. Die Tiere haben einen unerschöpflichen Vorrat davon. Spinnenseide basiert auf Eiweißmolekülen, ist im direkten Vergleich stabiler als eine Fiber aus Stahl und mehrfach so dehnbar. Ein Großes Spinnennetz kann aus einigen -zig oder gar bis zu einhundert Metern Seide bestehen und unterschiedlich - je nach Zweck - konstruiert sein! Die Fangspirale eines durchschnittlichen Netzes der Kreuzspinne mißt alleine 17 Meter!

Es gibt dicke Fäden, die Halt geben und solche dünnen Gespinste, dass man 50.000 Fäden nebeneinander legen muss, um auch nur die Breite eines Millimeters zu erhalten. Die Faszination des Netzbaues wird auf dieser Seiter weiter unten in mehreren Abschnitten noch detaillierter beschrieben.

3802bb      ...unter wolkenlosem Himmel.

Die Männchen der Schilfradspinnen sind wesentlich kleiner als die weiblichen Tiere, haben dafür jedoch längere Beine. Sie werden etwa nur halb so alt wie die Weibchen, wenn dieses das Leben des Männchens nicht vorher beendet.

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Ein Weibchen der Schilfradspinne in ihrem Versteck.....und mit Beute (hier eine Steinfliege) im Netz.

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Eine Spinne, die vom Laien sehr oft mit einer Kreuzspinne verwechselt wird, ist die Körbchenspinne. Irgendwo am oberen Rand ihres Netzes befindet sich im Gebüsch ein kleines weißes Körbchen, dass sich das Tier aus weicher Seide gesponnen hat. Dieses ist mit Signalfäden zum Netz verbunden, sodass die Spinne in aller Ruhe und weich gepolstert auf ihre Beute warten kann.

 3311b     Eine Körbchenspinne in ihrem Körbchen.

 2833b     2829b Die Körbchenspinne mit Beute.

3308b  Ein Körbchenspinnenweibchen beim Bau ihres Fangapparates. Das weiche Seidenkörbchen, am linken Bildrand, zwischen Brombeerstacheln deutlich erkennbar, hat sie zuerst fertig gestellt.

9891b  Ein Jungtier der Körbchenspinne baut an einem warmen Oktobertag ein Netz. Es ist ein Exemplar der zweiten Generation und wird den kommenden Winter nicht überleben.

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Eine sehr schön gezeichnete und auch recht seltene Spinne ist die Heideradnetzspinne. Sie kann leicht mit der Eichenlaubradnetzspinne verwechselt werden. Ihr Hinterleib ist ähnlich gemustert, jedoch im Ganzen etwas dunkler gefärbt. Sie lauert meist in einer Pflanze versteckt auf Beute, die sich in ihrem Radnetz verfängt. Ein Signalfaden, der vom Netz direkt zum Versteck führt, zeigt dem Tier an, wann es aktiv werden muss. Die Heideradnetzspinne erreicht etwa die Größe einer Schilfradspinne: 10 - 15 Millimeter an Körpergröße sind die Norm.  Das Foto unten zeigt ein Weibchen im Versteck, nahe seinem Netz.

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Eine ähnlich gezeichnete , jedoch etwas größere Spinne ist Eichblatt - Radnetzspinne die auch Eichenlaub - Radnetzspinne genannt wird. Auf feuchten bis sumpfigen Wiesen und in Wäldern auf Lichtungen kommt sie noch relativ häufig vor. Dort spinnt sie zwischen stabilen Binsen und Grashalmen ihr Radnetz.Das Tier wartet dann in einem Versteck, welches sich irgendwo am oberen Netzrand befindet, auf Beute.  Auf der Roten Liste steht das Tier als "ungefährdet". Der Naturbeobachter bekommt diese schön gezeichnete, rund 18 Millimeter große Spinne jedoch nur selten zu sehen, da sie sich bei der kleinsten Störung sofort zu Boden fallen lässt und dann nicht mehr zu entdecken ist. Fühlt sich die Spinne wieder sicher, klettert sie an ihrem Sicherungsfaden in ihr Versteck zurück. Unsere Aufnahmen zeigen ein Weibchen der Art, früh morgens, auf einer Sumpfwiese.

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Kannibalismus ist in der Welt des Mikrokosmos nichts ungewöhnliches. Spinnen bilden da keine Ausnahme. Sie sind kleine Raubtiere - nicht mehr und nicht weniger. Da sie Einzelgänger sind, betrachten sie alles, was sie überwältigen können als Beute. Die Weibchen sind in der Regel um einiges größer als die Männchen und so endet manch ein Bräutigam ganz anders bei der Dame seines Herzens, als er sich das gedacht hat. Eine der giftigsten Spinnen der Welt hat so ihren Namen erhalten: Die schwarze Witwe. Doch diese kommt hierzulande nicht vor und wird deshalb auch nicht vorgestellt. Die hier zu Lande vorkommenden Spinnen sind, wie eingangs schon erwähnt,  für den Menschen völlig harmlos!

Eine Jagdspinnenweibchen mit einem gleichartigen Männchen als Beute.

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Diese Jagdspinnenart schlägt, gut getarnt und immer hellwach, durchaus auch "normale" Beutetiere, wie diesen Bläuling, eine Schmetterlingsart.

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Eine andere Art aus der Familie der Jagdspinnen hat sich etwas ganz besonderes einfallen lassen, um demSchicksal vom Weibchen erbeutet zu werden, zu entgehen:

Die Listspinne!

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 "Gehst Du zum Weibe, vergiss die Fliege nicht" - frei übersetzt nach Friedrich Nietsche - hat dieses Männchen der Listspinne vorgesorgt. Diese Methode gab ihr den Namen. Beim genauen Hinsehen erkennt ihr ein kleines "Paket", welches die Spinne in ihren Tastern hält. Das Paket ist ein Beutestück, meist eine kleine Fliege. Der Spinnenmann ist auf Brautschau unterwegs. Wird ein paarungsbereites Weibchen gefunden, bedient sich das Männchen seiner List, indem es dem Weibchen sein "Geschenk" überlässt. Während sie frisst, vollzieht er ungestört die Paarung. Ist das Weibchen besamt, nimmt er ihr sein "Paket" schnell wieder ab und sucht das Weite.

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Danach legt sich die Listspinne wieder auf die Lauer, um Beute zu fangen. Ist sie erfolgreich, so kann das "Spiel" von vorne beginnen.

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Einige Tage nach der Befruchtung spinnt das Weibchen einen etwa Mottenkugel großen Kokon, in dem es seine Eier platziert. Diesen trägt es nun zwei Wochen mit sich herum, bewacht und verteidigt es gegen alles, was sich  in den Weg stellt. Während dieser Zeit wird keinerlei Nahrung aufgenommen. Das Listspinnenweibchen zeigt sich während dieser Zeit recht aggressiv. Es gab eine Situation, wo wir dachten, dass Weibchen würde mit samt seinem Kokon in das Objektiv der Kamera springen!

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Kurz vor dem Schlüpfen der Jungtiere spinnt das Weibchen eine seidige Wohnhaube im kniehohen Gras. Dort wartet es, bis die Nachkommen das Licht der Welt erblicken. Danach verlässt es die Kinderstube und die Jungtiere bleiben sich selbst überlassen.

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Die Jungtiere, es sind zwischen zwei- und dreihundert,  drängeln sich dicht an dicht in der Wohnhaube und schwärmen bei Alarm auseinander. Wir lösten, zu Fotozwecken, solch einen Alarm aus. Nach wenigen Tagen gehen sie das erste Mal allein auf Nahrungssuche. Jetzt beginnt ein gefährliches Abenteuer, bei dem nicht viele das Erwachsenenalter erreichen werden.

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Nach einem Regenguss sind die Konturen des Wohngespinstes völlig verschwommen und so genießt der Ort einen natürlichen Schutz.

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Wenige Wochen, nach dem die Listspinnen - Jungtiere  die schützende  Kinderstube verlassen haben, sind viele schon nicht mehr am Leben. Wir begneten einem Jüngling, dem auf seinem kurzen Lebensweg schon von manch einem Feind übel mitgespielt wurde. Noch nicht geschlechtsreif und nur noch mit drei Beinen ausgestattet, dient er freilich nur noch als Beute für andere Jäger im Mikrokosmos. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis dieser kleine Krüppel seinen letzten Kampf führt.

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Erfolgreiche Jäger der Listspinnen wachsen schnell heran. Da die Haut nicht mitwächst, müssen sich die Tiere regelmäßig häuten. Ist die Spinne aus ihrer alten Haut heraus, so muß sich die Neue erst einmal verfestigten . Dazu legt sich das Tier in die Sonne und ist in dieser Zeit völlig wehr- und schutzlos seinen Feinden ausgeliefert. Erreichen sie das Erwachsenenalter, sind es durchaus stattliche Wesen, die allein  durch ihr Erscheinungsbild imponieren.

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                Listspinne nach der Häutung.                                                                                   Ein  männliches Jungtier

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Die nächste Gattung, die wir Euch vorstellen möchten, ist die Wolfsspinne. Sie bildet eine eigene Famile, zu der auch die großen Taranteln zählen. Nun, unsere Wolfsspinnen sind etwas kleiner, auch, wenn das auf dem Foto nicht so erscheint.

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Die Weibchen der Wolfsspinne tragen ebenfalls einen Kokon mit sich herum, bauen aber keine "Kinderstube", wie ihr später noch sehen werdet. Die Seidenkugel hat sie sich an ihr Hinterteil geheftet. Entfernt man diese Kugel vorsichtig mit einer Pinzette, so flippt die Spinne regelrecht aus! Sie läuft blitzschnell um ihren letzten Aufenthaltsort herum und sucht unaufhörlich nach dem Kokon. Legt man ihn wieder behutsam in ihre Nähe, heftet sie ihn gleich wieder an und flieht.

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Wenn die Zeit zum Schlüpfen gekommen ist, sucht sich das Tier einen Ort, an dem die klimatischen Bedingungen entsprechend gut für ihre Kinder sind. Sie setzt sie niemals der prallen Sonne aus, sondern begibt sich unter dichtes Blattwerk, wo die Luft feucht  und die Nachkommenschaft vor Feinden sicher sind.

Die Jungtiere sind nach dem Schlüpfen kleiner als der Kopf einer Stecknadel. Sie klettern instinktiv auf den Rücken der Mutter, die sie noch eine ganze Weile mit sich herum trägt. Spinnenmütter sind liebevoll und aufopfernd zu ihren Kindern!

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Während bei der Wolfsspinnenmutter links oben die Aufzucht der Jungtiere in vollem Gange ist, trägt das Weibchen auf dem Bild oben rechts einen verkümmerten, ausgetrockneten Kokon mit sich herum. Insinktiv wird sie ihn bis an ihr eigenes Lebensende bemuttern. Die Männchen der Wolfsspinnenartigen haben mit Familienbande nichts im Sinn. (Bild unten).

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Nachdem die  Erhaltung der Art für dieses Jahr gesichert ist und die Jungtiere die mütterliche Obhut verlassen haben, kann man die Wolfsspinnen an warmen Tagen in großer Zahl  im herbstlichen Laub bei der Jagd auf Beute beobachten.

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Wolfsspinnen sind an das Leben am Boden bestens angepasst. Um die klirrende Kälte des Winters zu überstehen, kleiden sie ihre Wohnhöhlen mit weicher Seide aus. Steigen die Temperaturen vor dem Frühling auf etwa 10° C, verlassen sie ihre Behausung um zu jagen. Die Wolfspinne auf dem Foto unten zeigte uns Ende Februar 2009 jedoch ein untypisches Verhalten; rannte sie doch eine sonst sichere Beute, eine kleine Fliege, fast über den Haufen, ohne sie zu bemerken. Nach einer langen Winterpause müssen die Instinkte mühsam wieder geschärft werden.

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Wir haben  die Spinnenweibchen als Gattenmörderinnen beschrieben und sie als fürsorgliche Eltern gepriesen. Das man sich einer List bedienen muss,  um zu überleben, haben wir auch dargestellt. In der Welt der Spinnen gibt es auch ganz normale Rituale, bei denen von Seiten der Männchen zwar Vorsicht geboten ist, die aber meistens friedlich enden und man nach dem "Schäferstündchen" wieder seiner eigenen Wege geht. Dies beweisen die foldenden Aufnahmen:

4215b                       Ein Streckerspinnenpärchen bei der Paarung.

2927b                        Das Männchen (Links) der Baldachinspinne lernt gerade ein neues Weibchen kennen...

4114b      ...und verliebt sich gleich in sie...      4609b

 ...und nach dem "Schäferstündchen" ist alles wieder in Ordnung. Die Art ist gesichert! Schließlich lebt man für nichts anderes!

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Hier seht ihr eine  Grüne Kürbisspinne, die zwischen den Blättern einer alten Eiche auf ihre ungeborenen Jungen aufpasst. Diese Tiere zeigen schier unfassbaren Mut, wenn es um die Verteidigung ihrer Art geht. Spinnen sehen auf kurze Distanz ausgezeichnet und wenn jemand mit einer Kamera vor ihnen steht, der für das Tierchen unendlich groß erscheint, stellt es sich der potentiellen Bedrohung todesmutig entgegen. (Siehe die braune Krabbenspinne.)

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Die untere Aufnahme verdeutlicht die Größe der Grünen Kürbisspinne. Dieses Tier hat sein Netz vor Kirschblüten gesponnen.

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Da die Kürbisspinne eine sehr kleine, doch dafgür recht schöne Spinne ist, zeigen wir Euch nachfolgend noch zwei Bildreihen dieser Art. Die obere Serie zeigt das Weibchen, die untere das Männchen der grünen Kürbisspinne.

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Eine ganz andere Art von Spinne ist der dünnbeinige Weberknecht. Diese Art dürfte eigentlich jedem bekannt sein. Weberknechte sind völlig ungiftig und ernähren sich von mikroskopisch kleinen Tieren, die sie von Blättern und Gräsern auflesen. Ihre Beine sind im Verhältnis zu ihrem Körper extrem lang. Es gibt sehr viele Unterarten von Weberknechten, die über ganz Europa verbreitet sind. Als vorwiegend nachtaktive Tiere, sieht man sie tagsüber meist auf Pflanzenblättern ruhen. Nachts kann man sie verstärkt, mit bis zu 300 Exemplaren auf einem Quadratmeter beobachten. Den Größenrekord hält ein Weberknecht, der in einem Weinberg bei Koblenz gefunden wurde. Mit samt seinen Beinen brachte er es auf einen Durchmesser von 18 Zentimetern (!) Es wird allerdings vermutet, dass dieses Tier, zwischen anderen Gütern die im Weinberg eingesetzt wurden, aus Übersee gekommen ist.

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 Manchmal herrscht auch in der ach so grausamen Natur "Friede, Freude, Eierkuchen...

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...oder einfach nur gähnende Langeweile.

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Auf dem Grashalm im Bild unten sitzt ein etwa 3 Millimeter großes Tier, welches ebenfalls zu den Spinnentieren zählt. Es handelt sich hierbei um den Gemeinen Holzbock, im Volksmund auch Zecke genannt. Sehr viele Menschen haben mit diesem Quälgeist schon Bekanntschaft gemacht. Die Zecke bohrt sich mit dem Kopf in die Haut seiner Wirte und zapft ihnen Blut ab. Gleichzeitig wird ein gerinnungshemmendes Sekret injiziert, so dass die Zecke sich so lange vollsaugen kann, bis Ihr Umfang um ein Vielfaches ihrer eigentlichen Größe anschwillt. Dieser Parasit ist nur schwer aus dem eigenen Körper zu entfernen, da bei dem Versuch meistens der Kopf im Wirt zurück bleibt. Die Zecke selbst spritzt dann in ihrem Todeskampf sämtliches Gift, welches ihr zur Verfügung steht, in den Wirt hinein. Hierbei gelangen zusätzliche Bakterien in die Wunde, die im schlimmsten Fall zu einer Menengithis (Gehirnhautentzündung) führen können.  Diese Spezies kommt auf vielen Wiesen, sogar oft in Freibädern vor. Solltet Ihr von solch einem Tier befallen sein, versucht es bitte nicht selbst zu entfernen, sondern sucht einen Arzt auf!

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Auf dem folgenden Foto sieht man deutlich den Zeckenbefall an den Vorderbeinen einer männlichen Zauneidechse. Die Parasiten saugen das Blut ihres Wirtes und verändern sich zu grauen, geschwulstartigen Tieren. Nach ein paar Tagen fallen sie, bis zum bersten vollgesogen, von alleine ab.

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Eine ganz andere Spezies  sehen wir auf dem folgenden Bild: Hier handelt es sich um die Trichterspinne, die zur Familie der Vogelspinnenartigen zählt. Vogelspinnen? Hier vor unserer Haustür? Nun ja! Doch sind sie wesentlich kleiner als die Artgenossen aus Südamerika und für uns völlig harmlos.  Sie weben ein Gespinst in Bodennähe, welches zentriert in einen Trichter mündet.

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Dieser ist mit unzähligen Signalfäden verbunden.  Registriert die Trichterspinne ein Signal, verschwindet sie blitzschnell in ihrer Höhle, die zum Beispiel aus einem Mauseloch bestehen kann. Dort ist sie immer noch Herr über jede Situation. Sind die Signale eindeutig, das heißt von einem festklebenden Beutetier ausgehend, kommt die Trichterspinne hervor und schlägt zu!

Wanderer werden dieses Tier nur selten zu Gesicht bekommen, da ihre Schritte genug Vibrationen auslösen, um diesen Räuber im Trichter verschwinden zu lassen. Für Insekten gilt: Wer jemals die Nähe dieser Höhle betreten hat, wurde nie wieder gesehen.

Hier seht Ihr die Trichterspinne in einem etwas anderen Lebensraum. Auf grünen Blättern, umgeben von Tautropfen, sucht das Tier nach der ersten Wärme des Tages. Nach wie vor lässt jede unvorsichtige Bewegung des Fotografen die Spinne in ihrem Trichter verschwinden.

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Spinnennetze sind wahre Wunderwerke an Baukunst und Perfektion. Von den mannigfaltigen Eigenschaften der Seidenfäden wurde schon berichtet.

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Radnetzspinnen bauen in der Regel ihre Netze täglich neu. Vorher knäuelt die Spinne das alte Netz zusammen, formt daraus eine Kugel, verflüssigt es mit einem Verdauungssekret und frisst es auf. Der Stoff ist schließlich Eiweiss und somit wertvoll. Nur wenn das Netz all zu sehr verschmutzt ist, wirft die Spinne es weg. Das Netz, welches sie sich einverleibt hat, ist jedoch binnen kürzester Zeit und für das Tier unsichtbar, mit Schadstoffen der modernen Zivilisation belastet, die für einen solch sensiblen Organismus, wie die des Achtbeiners, fatale Folgen hat. Mit mehreren aufgesogenen Netzen vergiftet sich die Spinne allmählich selbst und verendet schließlich durch Emmisionen aus der Umwelt.

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Radnetzspinnen haben darüber hinaus noch barometrische Fähigkeiten. Ihr Körperinneres reagiert auf den Luftdruck in ihrer Umgebung. Beginnt dieser zu sinken, stellt das Tier seine Bautätigkeiten vorübergehend ein. Wer also eine Radnetzspinne beim Weben ihres Netzes beobachtet, kann sicher sein, dass es in den nächsten vierundzwanzig Stunden nicht regnet.  

6097b    Ein Gespinst der Baldachinspinne, benetzt mit Morgentau.

Die Baldachinspinne webt ein scheinbar wirres Durcheinander von Fäden, kreuz und quer verankert, zwischen Gräsern und Büschen. Selbst diese Konstruktion weist unterschiedliche Eigenschaften auf. Hier gibt es ebenfalls klebrige und unverleimte Stellen, die nur die Spinne selbst kennt. Zielsicher und geschwind, macht sie darin Jagd auf Beute.

3833b     Der Fadendschungel einer Baldachinspinne im Sonnenlicht.

5156b       Für in die Falle  getappten Beutetiere gibt es kein Entkommen.

2336b      Eine Streckerspinne in der Nabe ihres Netzes im Wald...

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     ... über dem Wasser eines Baches... zwischen Binsen auf einer Wiese. Spinnen wie diese, findet man überall... oder auch nicht, denn sie sind Meister der Tarnung, wenn es die Umgebung erfordert. Das Streckerspinnenmännchen zeigt dies, verborgen auf einem Ast!

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Kehren wir noch einmal zu den Krabbenspinnen zurück. Die "Braune" und die "Veränderliche" Krabbenspinne kennt Ihr jetzt bereits. Nun berichten wir von der Grünen Krabbenspinne.  Die Farbe "Grün" ist für die Natur nichts ungewöhnliches. Für unsere Spinne schon. Sie ist nämlich nur dann grün, wenn es ihre Umgebung auch ist. Dieses Tier kann auf einem einzigen Grashalm, der mehrere Farbtöne aufweist, sein Äußeres verändern. Waldschrat-online.de beweist dies mit eindrucksvollen Bildern. Nichts desto trotz hat man ihr den Namen "Grüne Krabbenspinne" gegeben.  

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Auf dem Bild oben links sitzt die Grüne Krabbenspinne ruhig auf einer bunten  Grasähre. Die Aufnahme oben rechts zeigt, dass sich eine Fliege über ihr niedergelassen hat. Dies registrierend, geht der Achtbeiner sofort in seine Angriffsstellung.

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Da der Versuch mit der Fliege missglückte, wechselte die Spinne kurzerhand ihre Farbe in Richtung braun. Wenig später flog ihr dieser kleine Falter buchstäblich in die Fänge. Für die Spinne stellt dieses weitaus größere Beutetier kein Problem dar.

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Dieser kleine Vertreter aus der Spinnenwelt mißt gerade einmal einen halben Zentimeter. Vor Kraft nur so strotzend, arbeitet er auch ohne Netz und "doppelten Boden". Unter den Springspinnen gibt es mehrere Arten. Zwei stellen wir nun vor. Wie schon erwähnt, bauen diese Tiere keine Netze, sondern fangen ihre Beute im Sprung. Dies gab dieser Familie ihren Namen.

Um diesen Sprung auszuführen, pumpen die Spinnen Hämolymphe (entsprechend dem Blut) in ihre Beinmuskulatur. Dieser Vorgang dauert in etwa 18 Millisekunden. Ihren Sicherungsfaden, der wie bei allen Spinnen aus den Spinnwarzen am Hinterleib austritt, haben sie, für den Fall eines Absturzes oder zur Rückkehr zum Ausgangsort, immer dabei.

 Vergleicht man die Sprungleistung des Tieres in  Relation  mit der eines Menschen, so müsste dieser circa 80 Meter weit springen, um an die Leistung der Spinne anzuknüpfen.

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Acht Spinnenaugen starren uns Fotografen an!  Die kleine, vier Millimeter große Springspinne hat ein Brombeerblatt samt kleinem Zweig zusammengesponnen, auf einen Grashalm in etwa 40 Zentimetern Höhe transportiert und dort mit einem stabilen Seidenfaden befestigt. Dies ist Wohnort und Kinderstube zugleich. Entsprechend wird alles bewacht. Die Leistungen, zu denen  diese Tiere fähig sind, bringen uns immer wieder  zum Staunen.

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Eine Hand breit über dem Boden, verborgen im Heidekraut oder zwischen Gräsern, findet der aufmerksame Naturbeobachter ab Mitte Juli ein Gespinst, das anders ist, als die Anderen. Es besteht teils aus einem Fadendschungel, und teils aus einem Rad. Beim genauen Hinsehen erkennt man ein watteähnliches Zickzackmuster in der Vertikalen des Rades. Dieses Gebilde trägt den wissenschaftlichen Namen "Stabiliment". Der Ausdruck ist ein wenig irreführend, da die weiche Seide, die nur zwei Radialfäden umfasst, nichts stabilisieren kann. Es wird vermutet, dass diese Konstruktion den Zweck hat, anfliegenden Beutetieren als "Landebahn" zu dienen oder seinem Erbauer zur Tarnung verhilft..

In diesem auffälligen Gespinst haust, in der der Nabe des Rades, ein Wesen, welches man schon als exotisch bezeichnen kann. Auffällig schwarz-gelb-weiß gezeichnet und im Erwachsenenstadium von imposanter Größe, verschmilzt die Wespenspinne mit dem Stabiliment und ihrer Umgebung. Mit mächtigen Giftzähnen ausgestattet, jagt sie stationär in ihrem Netz. Als sich ein Beutetier in dem Gespinst verfing, ging alles so schnell, dass wir die besten Szenen verpassten, weil  in der Kamera die Akkus gewechselt werden  mussten.

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Kurze Zeit später verfing sich erneut Beute im Netz. Dieses Mal war die Kamera schußbereit. Die folgende Bildserie zeigt die Wespenspinne beim Beutefang. Es ist deutlich zu erkennen, wie am Ende des Hinterleibs die Seide austritt, mit der das Tier sein, durch einen Giftbiss gelähmtes, immer noch lebendes Opfer einspinnt. So sauber verpackt ist die Beute noch einige Zeit haltbar.

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Nach diesem Angriff, der nur knapp drei Sekunden dauerte, ging die Spinne wieder zurück in die Nabe des Netzes, um regungslos mit ihrer Umbebung zu verschmelzen.

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Auf einem weiteren Ausflug in die Natur trafen wir die Gerandete Jagdspinne. Sie lebt an den Uferzonen von meist stehenden Gewässern und kann, ausgewachsen, schon die Größe eines Kinderhandtellers erreichen. Auf den nachstehenden Bildern haben wir es mit einem Jungtier zu tun, welches gerade einmal ein paar Wochen alt ist. Es scheint sich hier um ein ziemlich ungestümes Exemplar zu handeln. Hat es doch in seinem bisher relativ kurzen Leben bereits zwei seiner acht Beine eingebüßt. Das jedoch sollte die Spinne nicht davon abhalten, erfolgreich zu jagen. Die Gerandete Jagdspinne baut kein Netz, sondern erlegt ihre Beute durch schnelle Sprints oder Sprünge. Ihren Seidenfaden hat sie, wie die winzige Springspinne, trotzdem ständig parat.

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Auf den folgenden Fotos seht Ihr ein vollständiges, fast erwachsenes Exemplar.

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Das Spinnenmütter liebe-  und aufopferungsvolle Tiere sind, konntet Ihr bei der Listspinne und der Wolfsspinne schon erkennen. Bei den großen Jagdspinnen ist dies nicht anders. Die nachfolgenden Bilder zeigen ein Weibchen an einem kalten Herbstmorgen voller Tau bei der Bewachung ihrer Kinderstube. Unter dem völlig durchnässten Gespinst sind vereinzelt die kleinen, noch gelb gefärbten Jungtiere zu erkennen.

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Überall dort, wo es feucht und dunkel ist, vorzugsweise in Kellern, Garagen oder Lagerhallen, stößt man auf eine Spinne, die aufgrund ihrer extrem langen und dünnen Beine gerne für einen Weberknecht gehalten wird. Die genannten  Lebensräume sind für diesen jedoch nicht geeignet, da er offene Wiesen und Felder bewohnt. Bei der  Spinne, die wir nun zeigen, handelt es sich um die  Zitterspinne. Ihren Namen erhielt sie, weil sie bei Bedrohung in ihrem Netz starke Schwingungen verursacht, die einem Zittern ähneln. So verwischt sie ihre Konturen und ist für Feinde "unsichtbar"! Unser Bild zeigt ein Zitterspinnenweibchen mit teilweise geöffnetem Jungtierkokon vor dem Mund.  So etwas ist sehr selten zu beobachten. Diesen  Kokon beschützt sie vor Allem, was da kommen mag. Das Beutetier, rechts unten im Netz, wirft nur einen Schatten auf die weiße Wand. Durch den verstärkten Mutterinstinkt ist es momentan völlig uninteressant. Fressen wird sie später.

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Hier seht Ihr eine männliche Zitterspinne.

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Die örtliche Anwesenheit der Zitterspinne hat einen besonderen Nebeneffekt. Dort, wo sie zu finden ist, fehlt die allseits von dem Menschen gefürchtete, weil ekelerregende schwarze, haarige und große "Hauswinkelspinne" gänzlich!  Sie sind sich einfach spinnefeind! Der kleine Leib der Zitterspinne mag gegenüber ihrer tatsächlichen Größe täuschend wirken. Mit ausgestreckten Beinen erreicht ein erwachsenes Tier etwa die Größe eines Handtellers.  

Die Große Hauswinkelspinne lebt in der Nähe des Menschen und baut meist in oder an dessen Behausungen in Mauerwinkeln ein dreieckiges, sehr engmaschig gewebtes Netz welches am Ende in einem Trichter mündet. Die Spinne versteckt sich tagsüber weit hinten im Trichter, wobei dieser oft in einer Mauerfuge eine Art Verlängerung findet. Bei Dunkelheit trifft man das Tier auch ausserhalb seines Netzes an. Aufgrund ihrer Erscheinung löst die Große Hauswinkelspinne bei den Menschen Furcht aus. Obwohl völlig harmlos und gar nicht wehrhaft hat sie den unbegründeten Ruf eines klassischen Ekeltieres.

Häufig findet man die Spinne in Badewannen sitzend. Ihr Durst, den sie dorthin getrieben hat wurde ihr zur Falle, denn an den glatten Wänden kann sie nicht hochsteigen. Ein probates Mittel zur Beseitigung des Tieres ist der Griff zum Duschkopf. Die Spinne wird dann mittels des Wasserstrahles in den Ausguss befördert. Wenn der Mensch dann anschließend sein Bad nimmt, bekommt er nicht selten Besuch. Die recht widerstandsfähige Hauswinkelspinne erscheint plötzlich auf dem Schaumteppich des Badewassers, weil sie einen Rückweg durch den Überlauf gefunden hat.

Man kann diesen Aha-Effekt vermeiden, indem man das nützliche Tier behutsam mit Kehrblech und Handfeger nach draußen befördert.

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                                                      Wissenswertes über die Arbeit der Radnetzspinnen

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Bei Anbruch des Tages, kurz vor Sonnenaufgang entstand diese Aufnahme einer Kleinen Kreuzspinne im frisch fertiggestellten Netz. Sie wartet auf Beute. Dieser kleine, weniger als Daumennagel große und überaus nützliche Organismus baute über Nacht dieses Wunderwerk von einem Fangapparat. 32 Radialfäden aus stabiler, nicht verleimter Seide halten das Netz zwischen Binsenhalmen stabil. Die Querfäden, die spiralförmig zur Nabe des Netzes hin verlaufen, haben ganz andere Eigenschaften und halten Beutetiere, die das vielfache des Architekten wiegen, sicher fest. Diese Fangspirale überschreitet locker die Länge von 17 Metern und kann eine Menge an Aufprallenergie absorbieren!

Es gibt Spinnen, die reflexartig Seide produzieren, wenn man sie zum Beispiel mit einem Stäbchen am Hinterleib berührt. Macht man  diesen Stab dann zur Achse eines kleinen Elektromotors, kann man diesen Tieren Seidenfäden entlocken, die mehrere hundert Meter lang sein können.

Wir haben die Wespenspinne aufgrund ihrer auffälligen Zeichnung als exotisches Wesen beschrieben und sie beim Beutefang beobachtet. Jetzt sehen wir sie bei der Arbeit. Die Beute flog in den letzten  Tagen besonders reichlich, da sonniges Wetter herrschte. Die Spinne muss, da sie an Größe stark zugelegt hat, erst einmal aus ihrer alten Haut heraus. Nachdem dies geschafft ist, beginnt sie nach Einbruch der Dunkelheit mit dem Bau ihres neuen und entsprechend größeren Netzes.

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Als erstes wird zwischen Binsen und Gräsern ein "Baugerüst" angefertigt, an welchem die Spinne die Radialfäden befestigt. Diese sternförmig vom Zentrum - der Nabe - des Netzes ausgehenden Fäden sind besonders stark und kleben nicht. In der Regel werden  38 Radien angelegt bis der Kreis geschlossen ist. Als Nächstes beginnt die Spinne damit, eine sogenannte "Hilfsspirale" von innen nach außen zu bauen. Sie ist nichts anderes als ein grob gewebter Laufsteg, den das Tier zum Bau der eigentlichen "Fangspirale" benötigt. Ist die Hilfsspirale fertig, geht die Spinne zum äußeren Rand des nun fertigen Gerüstes und beginnt mit dem Einzug der Fangspirale. Sie besteht aus extrem klebrigen,  dehnbaren Fäden und wird sehr engmaschig gesponnen. Mit jedem Kontakt zu den Radialfäden wird eine zusätzliche Klebestelle notwendig. Der größeren Haltbarkeit wegen arbeitet die Spinne hier besonders gründlich, indem sie diese Punkte meist vierfach verklebt. Dieser Vorgang dauert etwa eine Sekunde pro Klebevorgang. So enstehen tausende von "Lötstellen" innerhalb eines Netzes. Beim genauen Hinsehen erkennt man in der Bildserie oben Teile der Hilfspirale sowie die Seide der Fangspirale, die aus den Spinnwarzen am Hinterleib austritt. Durch Temperaturabfall während der Nacht oder einsetzenden Niederschlag in Form von Morgentau lässt die Spinne sich nicht stören. Das Netz wird durch die an ihm festklebenden Tautropfen einer ersten Belastungsprobe unterzogen.

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Bei Sonnenaufgang ist das Tier mit seinem Bauwerk fertig. Über zwanzig Meter Seide sind verarbeitet worden. Immer noch von Tau benetzt, geht sie in die Nabe und wartet auf Beute. Gegen den wolkenlosen Himmel aufgenommen, sieht man zwar die Wassertröpfchen am Spinnenleib, die Netzstruktur hingegen ist nicht zu erkennen. Eine todsichere Falle für Insekten aller Art. 

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Unter der Belastung von Wasser dehnen sich Spinnfäden bis zum Vierfachen ihrer Länge aus, bevor sie reißen. Ein vergleichbarer Stoff ist vom Menschen nicht synthetisch herzustellen.

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Hier nun einige Impressionen aus dem Leben am und mit dem seidenen Faden, aus der etwas unheimlichen aber faszinierenden Welt der Spinnen:

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