Kopfstudien der Gemeinen Weidenjungfer. Links das Männchen, rechts das Weibchen.
Teichjungfern
Die Arten auf dieser Seite:
Gemeine Winterlibelle, Glänzende Binsenjungfer, Südliche Binsenjungfer,
Kleine Binsenjungfer, Weidenjungfer, Gemeine Binsenjungfer,
Die folgenden Aufnahmen zeigen junge Weibchen der Gemeinen Winterlibelle.
Die jungen Männchen unterscheiden sich in ihrer Färbung nicht von den jungen Weibchen.
Das folgende Foto verdeutlicht, wie gut sich die Tiere ihrer Umgebung anpassen können.
Die Jungtiere paaren sich nicht, wie andere Kleinlibellen, nach Erreichen der Geschlechtsreife, sondern erst im folgenden Jahr. Vorher suchen sie geschützte Quartiere abseits der Gewässer auf, in denen sie überwintern. Meist sind dies flach bewachsene Waldlichtungen, wo sich die Tiere an Pflanzenstengeln hängend, bei starkem Schneefall komplett zuschneien lassen. Bei den ersten Anzeichen von Wärme gehen sie auf die Jagd. Ab April sieht man sie dann wieder an ihren angestammten Gewässern. Die Gemeine Winterlibelle ist in Deutschland als gefährdet eingestuft.
Nachdem die Gemeine Winterlibelle die Kälteperiode überstanden hat, hat sich in ihrem Aussehen derart verändert, sodass man sie gut von den Jungtieren unterscheiden kann. Fertig ausgefärbt, ist sie dunkler geworden. Die Augen weisen nun deutliche Flecken auf. In dürren Gräsern ist sie dadurch hervorragend getarnt und nur schwer zu entdecken. Sobald im April die Sonne scheint, beginnt ihre Paarungszeit. Wir waren mit den Kameras mal wieder ganz nah dran und zeigen Euch Bilder von nun mehreren Monate alten Winterlibellen-Männchen.
Nachdem die Tiere in der wärmenden Sonne ihre Flugmuskulatur aufgeheizt haben, gehen sie auf Partnersuche. Schon bald sieht man die ersten Paarungsräder. Beim genauen Hinsehen erkennt man bei den einzelnen Winterlibellen, dass sie Ihre Flügel immer nur zu einer Seite des Hinterleibs anlegen. Dies ist immer die zur Sonne abgewandte Seite. Dadurch wärmen sie ihren Körper optimal auf. Dieses Verhalten ist nur bei den Winterlibellen zu beobachten.
Nach der Paarung erfolgt die Eiablage. Das Pärchen fliegt in Tandemformation zu Wasseroberfläche. Dort angekommen sticht das Weibchen (hinten) seine Eier in abgestorbenes Substrat von Gräsern, während es von dem Männchen bewacht wird. Droht Gefahr durch Frösche oder andere Feinde, zieht das Männchen sein Weibchen im Schlepptau blitzschnell aus der Gefahrenzone heraus. Dass die Weibchen in seltenen Fällen auch alleine ihre Eier ablegen, zeigt das rechte Foto.
Hier schaut zufällig ein Pärchen Wasserläufer bei der Eiablage zu.
Mit einer Körpergröße von 35 - 38 mm erreicht die Gemeine Winterlibelle Dimensionen, die etwa dem eines Streichholzes entsprechen. Bei kühlen Frühjahrstemperaturen ist sie wenig flugfreudig und sucht zwischen dürren Gräsern Schutz vor Feinden. Die hervorragenden Tarneigenschaften dieser Libelle wurden schon beschrieben. Sie zu finden entspricht der sprichwörtlichen Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Die folgenden Aufnahmen sollen dies ein wenig verdeutlichen.
Dieses Männchen ist sozusagen ein echter Methusalem unter den Insekten. Mit teilweise verkrümmten Abdomen weist dieses Exemplar ein Alter von ca. 14 Monaten auf. Ein absolutes Rekordalter für Libellen.
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Eine von acht in Mitteleuropa vorkommenden Teichjungfern ist die Glänzende Binsenjungfer. Sie lebt an stehenden Gewässern mit ausreichender Binsenvegetation und tritt bei Weitem nicht so häufig auf, wie ihre Artverwandte, die Gemeine Binsenjungfer. Die folgende Aufnahme zeigt die Tiere in ihrem angestammten Habitat.
Beide Arten sind recht schwer voneinander zu unterscheiden. Wir wollen versuchen, Euch die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale innerhalb des Artenprofils zu vermitteln.
Bei den Männchen gibt einige Unterscheidungsmerkmale. Das Erste ist die graublaue Wachsbereifung an den oberen Hinterleibssegmenten. Bei der Glänzenden Binsenjungfer ist das zweite Hinterleibssegment nur zum Teil bereift, während es bei der Gemeinen Binsenjungfer vollständig überzogen ist. Das beste Unterscheidungsmerkmal der Glänzenden Binsenjungfer im direkten Vergleich zur Gemeinen Binsenjungfer sind bei den Männchen die Hinterleibsanhänge. Diese sind löffelförmig gebogen, während die der Gemeinen Binsenjungfer lang gestreckt sind.
Hierzu zwei Detailaufnahmen zum Vergleich: Links die Hinterleibsanhänge des Männchen der Glänzenden Binsenjungfer rechts die der Gemeinen Binsenjungfer.
Die folgenden Aufnahmen zeigen männliche Tiere der Glänzenden Binsenjungfer. Bei den Exemplaren, die noch nicht über hellblaue Augen verfügen, handelt es sich um Jungtiere.
Bei den Weibchen der Glänzenden Binsenjungfer verhält es sich in Sachen Unterscheidung zur Gemeinen Binsenjungfer ähnlich schwierig. Da ihnen die blaugraue Wachsbereifung fehlt, kann man sie nur anhand ihrer Legeapparate unterscheiden. Beim Weibchen der Glänzenden Binsenjungfer erscheint dieser viel kräftiger als jener des Weibchens der Gemeinen Binsenjungfer.
Der Legebohrer am unteren Ende des Hinterleibs, ragt beim Weibchen der Glänzenden Binsenjungfer etwas über den Rand des 10. Hinterleibssegmentes heraus, während der des Weibchens der Gemeinen Binsenjungfer mit dem letzten Segment bündig abschließt. Hier zwei Aufnahmen zum Vergleich. Links die Glänzende Binsenjungfer, rechts die Gemeine Binsenjungfer.
Hier seht Ihr die Weibchen der Glänzenden Binsenjungfer im Ganzen. Sie sind für Teichjungfern sehr kräftig gebaut. Dies ist auch erforderlich. Warum? Das seht Ihr bei den Aufnahmen, die das Tier bei der Eiablage zeigen.
Nicht nur im Aussehen, sondern auch im Verhalten ähneln sich Glänzende- und Gemeine Binsenjungfern. Ihr Lebensraum sind dicht bewachsene Ufervegetationen stehender Gewässer mit reichem Binsenbestand. Hierdurch wird auch ihr Name verdeutlicht. Hier leben und jagen sie, paaren sich und legen ihre Eier ab.
Zur Paarung ergreift das Männchen das Weibchen zwischen Hinterkopf und Vorderbrust und bildet mit ihm das klassische Paarungsrad.
Die Paarung erfolgt im Sitzen an steil aufragenden Binsen oder vergleichbaren Pflanzenstrukturen und dauert mehrere Minuten. Wird das Paar gestört, kann es, ohne die Formation aufzulösen, an einen anderen Ort fliegen.
Unmittelbar nach der Paarung geht die Glänzende Binsenjungfer in Tandemformation zur Eiablage über. Jetzt wird deutlich, warum das Weibchen von kräftiger Statur sein muss und über einen großen Legebohrer verfügt. Die Eier werden in etwa 40 bis 80 Zentimeter Höhe in die Binsen eingestochen. Selten klettert das Paar dabei an den Halmen herunter und taucht unter die Wasseroberfläche.
Wir zeigen Euch nun Bilder von der Eiablage der Glänzenden Binsenjungfer. Damit Ihr genau erkennen könnt, wie dies vor sich geht, sind wir mit der Kamera einmal extrem nahe heran gegangen. So sind der eigentliche Legebohrer der Teichjungfer und die damit hinterlassenen Eiablagespuren am Binsenhalm sehr deutlich zu erkennen.
Die Eier sind im Inneren des Binsenhalmes hervorragend vor Fressfeinden und Witterung geschützt. Wenn die Binse im Spätherbst abstirbt und sich im Wasser zersetzt, können die Eier noch ohne Probleme überwintern. Im folgenden April schlüpfen die Larven und entwickeln sich binnen weniger Wochen zur fertigen Libelle. In sehr warmen Jahren können die Tiere sogar zwei Generationen hervorbringen.
Eine erstmals im Sommer 2009 in unseren Gefilden nachgewiesene Teichjungfernart ist die Südliche Binsenjungfer, die wir Euch nun vorstellen möchten. Sie ist eine sporadisch auftretende Wanderlibellenart und eigentlich in den südlichen Ländern Europas beheimatet. Die Libelle bevorzugt stark verwachsene stehende Gewässer mit reichlichem Binsenbewuchs. Sie ist etwa 4,5 Zentimeter groß und erreicht eine Flügelspannweite von ca. 5 Zentimetern. Die Flugzeit reicht von Juli bis September. Da ihr Bestand als stark gefährdet eingestuft und die Population nicht sehr groß ist, kann es sein, dass wir sie jahrelang nicht mehr zu sehen bekommen. Unsere Aufnahmen zeigen ein männliches Jungtier der Art.
Ein typisches Erkennungszeichen der Südlichen Binsenjungfer ist ihr zweifarbiges Flügelmal. Es ist, einzig in der Familie der Teichjungfern, außen weiß und innen braun gefärbt. Sie ist etwa 5 Millimeter größer als die anderen Teichjungfernarten und weist eine leicht weißliche Zeichnung der Körperseiten am Hinterleib auf.
Frisch geschlüpftes weibliches Jungtier Junges Männchen
Im Hochsommer, etwa ab Mitte Juli, kann man dann die erwachsenen und somit geschlechtsreifen Tiere beobachten. Die nachstehenden Aufnahmen entstanden in einem Moor im äußersten Norden Nordrhein - Westfalens. Hier seht Ihr zunächst die Männchen der Südlichen Binsenjungfer aus verschiedenen Perspektiven.
Die Weibchen sind außer an ihren Hinterleibsanhängen auch noch durch ihr kräftiger gebautes Abdomen erkennbar.
7756f
0248hDie Kleine Binsenjungfer ist etwas zierlicher als die anderen Teichjungfernarten. Mit einer Körperlänge von etwa 30 bis 35 Millimetern ist dies recht deutlich zu erkennen. Die Flügelspannweite liegt bei etwa 40 Millimetern. Die Flügelmale der Tiere sind dreistufig gefärbt. Ein braunes Innenmal wird von zwei schmalen weißen Feldern eingegrenzt. Beim Männchen sind die letzten beiden Hinterleibssegmente blau bereift. Diese Zeichnung fehlt beim Weibchen gänzlich.
Die
Kleine Binsenjungfer schlüpft ab Juli und entfernt sich zunächst vom
angestammten Gewässer. Erst im August und September kommen sie wieder
dorthin zurück und bleiben dann bis etwa Mitte Oktober. Danach endet
ihre Flugzeit. Die Art bevorzugt saure, flache und moorige Gewässer, wo
sie mit anderen Teichjungfernarten vergesellschaftet lebt. Hin und
wieder besiedelt sie auch Fischteiche. Ihr Bestand ist in den letzten
Jahren stark zurückgegangen. Aus diesem Grund wird sie in der Roten
Liste der bedrohten Tierarten als „stark gefährdet“ eingestuft. Wir
zeigen die Kleine Binsenjungfer in ihrem Lebenszyklus.
01450h
00535hGanz junges Weibchen Ganz junges Männchen
00625h
03083hJunges Weibchen Junges Männchen
02783h
02933hÄlteres Weibchen Älteres Männchen
03092h
03131hSehr altes Weibchen Sehr altes Männchen
02881h
03446h Weibchen und Männchen im Close-up.
Die Weibchen kommen zur Paarungszeit an die binsenbestandenen Uferzonen kleiner bis mittelgroßer Teiche und Weiher. Dort warten bereits die Männchen auf sie. Zur Paarung ergreift das Männchen das Weibchen am Hinterrand der Vorderbrust. Das Paarungsrad setzt sich nach kurzem Flug an Binsenhalmen ab. Nach erfolgter Begattung legt das Weibchen zumeist an Ort und Stelle seine ersten Eier an Binsenhalmen ab. Der eigentlichen Paarung gehen folgende Rituale voraus:
Das Männchen befüllt sein sekundäres Geschlechtsorgan. Das Männchen ergreift ein Weibchen.
Das klassische Paarungsrad wird gebildet.
Nachfolgend zeigen wir Aufnahmen, welche die Arterhaltung der recht selten gewordenen, farbenprächtigen Teichjungfernart dokumentieren. Achtet mal im Besonderen auf den Hinterleib der Weibchen. Der "Legestachel" ist deutlich zu erkennen. Mit diesem Organ ritzt es die äußere Struktur von Binsenhalmen an um dort seine Eier zu platzieren. Dass dabei auch manchen Binsenhalme gleich doppelt belagert werden, zeigt das letzte Bild unten rechts.
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Mit einer Körperlänge von 50 Millimetern und einer Flügelspannweite von bis zu 60 Millimetern ist die Weidenjungfer wesentlich größer als die meisten anderen Teichjungfernarten. Ihren Namen erhielt sie aufgrund ihrer bevorzugten Art der Eiablage. Während einige Teichjungfernarten ihre Eier in Substrate an der Wasseroberfläche einstechen, andere zu diesem Zweck bis zu einer Stunde völlig untertauchen, sticht die Weidenjungfer rund 200 Eier in das relativ weiche Holz von Weidengewächsen ein. Erlen und Pappeln werden ebenfalls angenommen. Dazu wählt sie das Geäst der Bäume, welches über das Gewässer ragt. Die Larven, die unter der Rinde aus den Eiern schlüpfen, lassen sich dann einfach ins Wasser fallen um ihr räuberisches Leben als Subimago zu beginnen.
Die Flugzeit beginnt für Kleinlibellen relativ spät im Jahr. Man kann diese Art ab Juli bis Ende September, teilweise weit von Gewässern entfernt, beobachten. Die Färbungen der Weidenjungfern wechselt von metallisch grün bei den Jungtieren, bis hin zu einem Kupferton bei den erwachsenen Insekten. Der Lebensraum der Tiere umfasst größere stehende, jedoch auch langsam fließende Gewässer mit reichlicher Baumvegetation im Uferbereich.
Unsere Fotodokumentation der Weidenjungfer beginnt mit den Jungtieren und setzt sich über den Lebenszyklus fort. Die Aufnahmen unten zeigen eine frisch geschlüpfte weibliche Weidenjungfer (links) und ein frisch geschlüpftes Männchen der Art. Achtet bitte auf die Unterschiede am Hinterleibsende und unter dem 2. Hinterleibssegment.
Weibchen Männchen
Erwachsene Weidenjungfern haben mit den jungen Tieren im Aussehen nicht mehr viel Gemein. Die leuchtend grüne Färbung weicht alsbald einer etwas stumpferen Farbvariante. Auch hier wieder das Männchen rechts und das Weibchen links unten.
Weidenjungfern sind von anderen Teichjungfernarten oft nicht leicht zu unterscheiden. Dies ist meist im Jugendstadium der Fall. Die Weidenjungfer weist jedoch in ihrer Färbung einen kleinen, nach vorne gerichteten Zacken an der Thoraxseite auf, über den keine andere Teichjungfernart verfügt. Dieser kleine, knapp einen Millimeter lange, grüne Farbpfeil ist bei dem Jungtier oben rechts, seitlich am Brustabschnitt, deutlich zu erkennen.
Der Eiablage geht, dem Lebenszyklus nach, die Paarung voraus. Nachdem das Männchen sein sekundäres Geschlechtsorgan gefüllt hat, kann das Weibchen andocken und es wird das klassische Paarungsrad gebildet.
Während einige Teichjungfernarten ihre Eier in Substrate an der Wasseroberfläche einstechen, andere zu diesem Zweck bis zu einer Stunde völlig untertauchen, sticht die Weidenjungfer rund 200 Eier in das relativ weiche Holz von Weidengewächsen ein. Erlen und Pappeln werden ebenfalls angenommen.
Hierzu
zu steuert das Pärchen in Tandemformation einen über dem Wasserspiegel
hängenden Zweig eines Baumes an. Nach der Landung leistet die weibliche
Weidenjungfer Schwerstarbeit. Die 200 Eier müssen in die relativ harte Rinde
gestochen werden. Eine winzige Miniatursäge am Legebohrer des Weibchens hilft
dabei. Dieses „Stichsägen“ dauert pro Vorgang nur wenige Sekunden. Winzige
Spuren von Sägemehl aus der Rinde werden entfernt. Jetzt kann die Ablage der
Eier in das Rindenloch erfolgen.
02195hDurch den dünnen Stichkanal quellen vier längliche Libelleneier in das feuchte Rindengewebe. Doch die Eier werden nicht wahllos gelegt. Hier zeigt das Weibchen Methode: Links oben, links unten, rechts oben, rechts unten werden die Eier x – förmig platziert.
Der ungeheure Energieaufwand, den die Eiablage erfordert, wurde ergonomisch
optimiert. Die nächste sogenannte „Eiloge“ mit vier Eiern wird nur wenige
Millimeter von der ersten am gleichen Zweig angebracht. Jetzt beginnt das
Weibchen auf der Seite: rechts oben, rechts
unten, links oben, links unten. Das Weibchen spart sich also eine mühsame
Körperdrehung beim Bohren.
An einem Nachmittag im Herbst bohren die Weibchen bis zu vier Stunden an einem Stück, bis die 200 Eier verstaut sind. Die Männchen sind passiv bei der Sache dabei. Durch ihren Haltegriff am Genick des Weibchens schützen sie es vor anderen Männchen und stellen so sicher, dass nur ihre Gene vererbt werden.
Die Eier überwintern unter der Rinde und halten Minustemperaturen von 30° C stand.
X
Die Gemeine Binsenjungfer ist die wohl Häufigste der in Europa vorkommenden 8 Teichjungfernarten. In ihrer Größe etwas variierend, ist sie im Durchschnitt 3,5 Zentimeter lang und verfügt über eine Flügelspannweite von 4 Zentimetern. Diese sind in Ruhestellung halb geöffnet. Die Jungtiere schimmern in einem metallischen Grünton. Später dunkeln die Männchen etwas nach und die Weibchen färben sich in einen Kupferton. Die Gemeine Binsenjungfer ist eine sehr gesellig lebende Libelle. Eine Population kann aus mehreren hundert Individuen bestehen. Ihr Erfolgsrezept ist ihre Fähigkeit, sich relativ schnell an veränderte Umwelteinflüsse anpassen zu können. Bevorzugte Lebensräume sind Moore, Tümpel und mittelgroße stehende Gewässer mit Wasserpflanzenvegetation. Die Flugzeit beginnt Ende Juni und endet im Oktober.
Den jungen Männchen fehlt noch völlig die blaue Färbung, die man bei den erwachsenen Tieren deutlich sieht.
9356h
00947hAusgefärbte Männchen
00888h
00967h
9951h
1747f Bei der Paarung und der Eiablage der Art lassen sich, wie bei der Weidenjungfer zuvor, ebenfalls ein paar artspezifische Besonderheiten gegenüber anderen Teichjungfernarten erkennen. Vor der Bildung eines Paarungsrades säubert das Männchen die Geschlechtsöffnung des Weibchens sehr penibel. damit werden etwaige Spermareste anderer Männchen gründlich entfernt. Danach erst findet die eigentliche Paarung sitzend an Pflanzenstengeln statt.
Nach der Paarung ist die Gemeine Binsenjungfer zu Höchstleistungen fähig. Das Männchen begleitet das Weibchen in Tandemformation zur Eiablage ans Gewässer. Hier setzten sie sich gemeinsam an einen Pflanzenstengel, an dem sie langsam abwärts rutschen. Dabei sticht das Weibchen gelegentlich seine Eier in das Mark der Pflanzen ein. Oft tauchen die Tiere bei der Eiablage gemeinsam unter und können bis zu einer halben Stunde vollständig unter Wasser bleiben. Die Eier überwintern in der Pflanze und entwickeln sich erst im nächsten Frühjahr.
01686hNach der Eiablage, die meist vormittags stattfindet, beginnen die Binsenjungfern zu jagen. Hier wird an Insekten alles gefressen, was überwältigt werden kann. Unser Foto zeigt ein Männchen nach einem Jagderfolg im "Close up".
9153d
Das eigentliche Leben der Gemeinen Binsenjungfer findet um die heiße Mittagszeit ihren Höhepunkt. In den Nachmittagsstunden sieht man die kleinen Teichjungfern dann wesentlich weniger flugfreudig in der gewässernahen Vegetation sitzen. Scheucht man sie dort auf, fliegen sie nur noch kurze Strecken und lassen sich bald wieder nieder.
Früh am nächsten Morgen findet man die Gemeine Binsenjungfer dort wieder, wo man sie am Tag zuvor verlassen hat.
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