Mikrokosmos und vieles mehr...

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Willkommen in der Welt der Lurche, Salamander, Frösche, Kröten, Echsen und Schlangen. Hier seid ihr auf der Seite der Amphibien und Reptilien angelangt. Waldschrat-online.de möchte Euch in diesem Kapitel alles vorstellen, was ihm in dieser Sparte vor die Kameralinse hüpft, läuft und schlängelt. Was die Artenvielfalt angeht, so kann dieser Abschnitt mit den Insekten natürlich nicht mithalten. Doch verdienen es diese Bewohner unserer Tümpel und Gräser, Moore und Moosen, Sümpfen und sandigen Dünen ebenfalls erwähnt zu werden.  Und genau das beabsichtigen wir Euch in einer teilweise humorvollen Art und Weise zu zeigen.

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  Jeder hat mal klein angefangen und solange man so winzig ist, darf man sich auch noch schmutzig machen!

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(Ein Größenvergleich)

 Völlig auf sich alleine gestellt, muss die kleine Erdkröte selber sehen, wie sie wieder sauber wird.

An einem schwül- warmen Wochenende, Anfang Juli war Waldschrat-online.de mal wieder on Tour. Unterwegs durch dichten Wald führte uns ein Weg an einen versteckten Weiher, dessen Uferzonen völlig unzugänglich waren. Ein starkes Stakkato von quakenden Fröschen übertönte das Singen der Vögel. Durch das Geäst erkannten wir Teichrosen und zahlloses Getier. Mit einem Mal hatten wir den Eindruck, als ob der Boden sich bewegt. Da dies nicht sein kann, gingen wir der Sache im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund. Wir erkannten die Ursache der Bewegung rasch in Form von Tausender solch kleinen Kröten, wie Ihr sie oben seht. Sie hatten wohl vor wenigen Augenblicken ihr Leben als Kaulquappen beendet und und waren nun unterwegs zu neuen Ufern . Für uns war klar, dass es hier nicht weiter ging. Für ihre Fressfeinde bedeutete dies, dass der Tisch reich gedeckt war. Echsen und Nattern lauerten nur darauf, dass ihnen die kleinen Kröten buchstäblich wie gebratene Tauben in den Mund hüpften. Wir verzichteten diesmal zu Gunsten der Kröten auf solche Jagdszenen. Ihr solltet das auch tun!

Für diese Mini-Erdkröte beginnt eine aufregende Zeit!

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Es gibt ihn in Deutschland kaum noch. Er steht gesetzlich unter Schutz in ist in der Roten Liste der gefährdeten Tierarten in der Stufe 2 als "Besonders gefährdet" eingestuft. Dank seiner hervorragenden Tarneigenschaften ist der Laubfrosch so gut wie nicht zu entdecken. In dichtem Blattwerk klettert er, dank seiner Saugnäpfe an den Fingerenden sicher bis in hohe Regionen von Baumkronen empor. Er ist der einzige Vertreter seiner Art in Europa. Er ist Tag und Nachtaktiv, ernährt sich von Fliegen, Spinnen und auch kleinen Nacktschnecken. Wir könnten ganze Seiten mit der verhaltens- und Lebensweise dieser schönen, überaus seltenen und interessanten Tiere füllen, möchten uns aber gleichzeitig mit zusätzlichen Informationen zurückhalten, da der Laubfrosch, wie schon erwähnt unter besonderem Schutz steht. Erfreut Euch an den Bildern, die wir hier präsentieren dürfen.

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Zwischen dichtem Blattwerk genießt ein junger Laubfrosch die warmen Sonnenstrahlen.

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Der kleine Laubfrosch hangelt sich schnell und geschickt durch dichtes Blattwerk. Auf dem Bild rechts hat er eine Spinne erspäht, die wenige Sekunden später in seinem Maul verschwinden wird. Die folgenden Aufnahmen zeigen ältere Tiere, die in Ruhestellung ein Sonnenbad nehmen.

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Die Zauneidechse

Bei warmer Witterung kommen bereits im April die ersten Jungtiere vom Vorjahr aus ihren Winterquartieren unter der Erdoberfläche empor und nehmen auf Baumstämmen oder großen Steinen ein erstes Sonnenbad. Später folgen die erwachsenen Männchen und einige Wochen später werden auch die Weibchen gesichtet. Diese Reptilien sind,  wie die meisten Anderen auch, wechselwarme Tiere. Das heißt, dass sie erst ihren Körper auf "Betriebstemperatur" bringen müssen um richtig aktiv zu werden. Dann wird die Jagd nach Spinnen, Würmern, Heuschrecken und allem anderen Kleingetier eröffnet. Worunter auch unsere Mini-Kröte fällt.


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Wenn nicht gerade ein Sonnenbad genommen wird, geht man in einem Eidechsenleben seinem Alltag nach. Diese Jungtiere, in der Bildserie oben,  sind auf Nahrungssuche. Ein aufmerksamer Spaziergänger kann die Zauneidechse leicht zu Gesicht bekommen. Meist jedoch huscht sie blitzschnell aus seinem Blickfeld und verschwindet in dichtem Gras oder Laub. Wenn man dann einige Zeit ruhig verharrt, kommt das Tier wieder aus seinem Versteck hervor, so dass man es in seinem angestammten Lebensraum beobachten kann. Diese Reptilien hören durch ihr Trommelfell, kurz hinter den Augen sitzend, sehr gut und besitzen darüber hinaus ein sogenanntes "Jacobsches Organ". Dieses versetzt die Echse in die Lage, durch ihre lange Zunge sehr feine Gerüche wahr zu nehmen.

Die Aufnahmen  zeigen  Männchen der Zauneidechse.  Nachdem sie ihr Jugendkleid bei einer ihrer Häutungen verloren haben, erscheinen sie in einem smaragdgrünen Leib, mit braun - gelb gezeichneten Rückenmuster, welches sich über die Stirn hinweg zieht. Die grüne Zeichnung signalisiert Geschlechtsreife und Paarungsbereitschaft. Die Männchen halten ab  jetzt Ausschau nach weiblichen Artgenossen, wie im Bild rechts zu sehen ist.

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Ende April  lassen sich die ersten Weibchen beobachten. Sie kommen nicht in auffälligem Grün mit markanter Rückenzeichnung daher, sondern kleiden sich in dezentes braunes Leder mit gelblichen Flecken, das zur Tarnung im trockenen Gras und auf Waldboden sehr nützlich sein kann. Wie alle anderen Tiere in freier Wildbahn haben auch die Zauneidechsen ihre natürlichen Feinde. Größere Vögel und Schlangen, wie die Schlingnatter, bereiten ihnen da große Probleme. Für solche und andere Fälle hat die Eidechse eine nicht sehr schöne, jedoch wirkungsvolle Abwehr parat. In ihrem Schwanz ist eine Sollbruchstelle eingebaut, die sie bei akuter Gefahr sofort aktiviert. Der Schwanz, der in der lebensbedrohlichen Situation von der Echse abgeworfen wird, zuckt heftig hin und her und lenkt somit die volle Aufmerksamkeit des Feind auf sich.  Dies nutzt die Eidechse zur Flucht. Ihr Gegner muß sich mit dem Schwanz zufrieden geben. Nach einiger Zeit wächst dieses Körperteil wieder nach. Zwar ist es dann nicht mehr so schön und lang wie das "Original", doch die Echse ist noch am Leben.  In der folgenden Bildreihe  ist  solch ein Exemplar zu sehen.

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 Zu Beginn des Hochsommers beginnt die Paarungszeit. Ganz nach Eidechsenmanier findet man an einem sonnigen Plätzchen zusammen, um sich etwas später gemeinsam zurückzuziehen, um die Nachkommenschaft zu sichern.

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Das Ganze beginnt eher etwas schüchtern auf einem Baumstamm. Dann wird der Schauplatz auf einen Ast verlegt. Hier ist eindeutig weniger Platz. So kommt man sich zwangsläufig etwas näher, bis dann letzten Endes das Schäferstündchen im Separé sein Ende findet. 

Zu Beginn übernimt die Dame in Braun die Initiative. Kurz darauf scheint sie mit dem Gehabe des Herren in Grün nicht ganz einverstanden zu sein. (Beachtet mal den Gesichtsausdruck).

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Jagdszenen aus dem Leben von Zauneidechsen:

Das junge Weibchen der  Großen Heidelibelle im Bild rechts unten hat, auf einem Grashalm sitzend, die tödliche Gefahr unter sich auf dem Boden mit Sicherheit erkannt. Der Zauneidechsenjüngling wäre, würde er über etwas mehr Jagdpraxis verfügen, in Schlagdistanz. Das alles ist eine Frage der  Erfahrung und Geschwindigkeit.

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Zauneidechsen lieben, wie alle Reptilien, warme Plätze in der Sonne. Auf totem Holz, dessen Oberfläche sich tagsüber gut aufgeheizt hat, verharren sie gerne, scheinbar reglos und träge im Sonnenlicht. In Wirklichkeit sind sie hellwach, blitzschnell und ständig auf Beutefang. Bei Störungen verlassen sie ihre Sonnenbänke und gleiten elegant, mit unnachahmlicher Trittsicherheit und Geschwindigkeit durch dichte Gräser, Brennnesseln und Dornengestrüpp, worin sie, dank ihres Lederpanzers, gut geschützt sind.   

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Die Ringelnatter

Diese sehr schöne und elegante Schlange, die zur Familie der Nattern zählt, ist in unseren Naturschutzgebieten noch recht häufig anzutreffen. Sie steht unter strengem Schutz und darf laut Gesetz nicht  belästigt werden. Sie gilt als extrem scheu und entzieht sich dem Blick des Menschen meist, bevor dieser sie erblickt. Der erfahrene Naturbeobachter weiß jedoch, wo sie zu finden ist. Die beste Möglichkeit bietet der frühe Morgen, wenn die tagaktiven Tiere aus ihren Verstecken kommen, um ein Sonnenbad zu nehmen.

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Im Verlauf des Tages suchen die Schlangen nahe Gewässer auf, um dort zu jagen. Junge Exemplare ernähren sich von kleinen Fischen, Molchen oder Kaulquappen. Erwachsene Schlangen jagen Frösche oder Mäuse. Größere Beute wird dabei umschlungen und somit geschwächt. Die Ringelnatter ist jedoch keine Würgeschlange.

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Sie ist, entgegen anderslautender Meinungen tatsächlich eine Giftschlange. In Ihrem Speichel befindet sich ein Stoff, der gerade einmal ausreicht um kleinere Beutetiere zu lähmen. Für den Menschen und  Säugetiere wie Hunde oder Katzen ist sie völlig harmlos. Ein deutliches Erkennungsmerkmal ist die weiße Kopfzeichnung, die manchmal wie ein Schild auf dem Kopf des Tieres endet oder eine halsbandähnliche Form aufweist.

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Ringelnattern können bis zu 1,20 Metern lang werden. Die Männchen sind etwas kleiner als die Weibchen. Fühlt sich eine Ringelnatter bedroht, richtet sie sich in der Regel wie eine Kobra bis zu 1/3 der Körperlänge auf und zischt laut. Dann stößt sie blitzschnell mit dem Kopf vor. Dabei ist sie stets bemüht, ihr "Ziel" um einige Zentimeter zu verfehlen. Diese Scheinangriffe führen zu keinen Verletzungen des Reptils, erzielen jedoch die gewünschte Wirkung, da  die "Bedrohung" sofort reißaus nimmt. Danach zieht die Ringelnatter ihrer Wege. Die geräuschlose Jägerin, ausgezeichnete Schwimmer- und Taucherin kann 25 Jahre alt werden. 

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Ein ausgewachsenes Exemplar einer Ringelnatter, etwa 100 Zentimeter lang, durchschwimmt ruhig einen Teich.

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Die Kreuzotter


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Die Kreuzotter ist eine kleine bis mittelgroße Giftschlange aus der Familie der Vipern. Ihre Größe wird im Allgemeinen mit 50 bis 70 Zentimetern angegeben. Aufgrund eigener Beobachtungen müssen diese Angaben allerdings in Zweifel gezogen werden. Die hier gezeigten Exemplare waren bis auf eines allesamt größer. Es ist wahrscheinlich, dass dies auf die optimalen Lebensbedingungen der Tiere in diesem, von uns begangenen Habitat zurückzuführen ist. Buchstäblich wie „die Made im Speck“ lebend, erreichen die Schlangen hier Größen von etwa 90 Zentimetern und mehr.

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Die Moor- und Heidebewohnerin ist tagaktiv und erreicht ihre höchste Dynamik bei Temperaturen um die 30° C. Wie alle Reptilien ist auch sie wechselwarm. Feuchtgebiete mit möglichst großer Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht werden von ihr bevorzugt. Daher muss sie sich zu Beginn eines jeden Tages durch mehr oder weniger intensives sonnenbaden aufwärmen.

Die Begegnung mit diesen Reptilien ist umso unwahrscheinlicher, je wärmer die Tagestemperatur ist. An heißen Tagen besteht kaum die Möglichkeit eines Rendezvous mit der Giftschlange. So führen bereits kleinste Vibrationen, ausgelöst durch normale Schritte, bei den Tieren zu einem Fluchtinstinkt. Die hier gezeigten Aufnahmen entstanden an einem kühlen Vormittag im Juli,  an welchem die Reptilien recht träge waren und nach Wärme suchten.

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Die Färbungen der Kreuzottern können sehr variabel sein. Die Palette reicht über kupferfarbene Töne oder orange, blaugrau, braun, rotbraun fast gelb oder grau bis schwarz. Kreuzotterweibchen brüten ihre Eier im Mutterleib aus. Die ungeborenen Schlangen ernähren sich dabei vom Eidotter. Zwischen August und Oktober gebärt das Weibchen dann zwischen 10 und 15 Jungtiere, die danach bereits selbständig nach kleinen Eidechsen und Fröschen jagen.

Auffälligstes Merkmal ist die stilisierte Zickzackzeichnung auf dem Rücken der Tiere.


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Auf Störungen und Bedrohungen reagiert die Art sehr empfindlich. Wird eine Kreuzotter an der Flucht gehindert oder ist diese nicht möglich, kündigt sie durch lautes Zischen ihr Abwehrverhalten an. Der Kopf wird in einer Art „Ziehharminikaformation“ zum Körper ausgerichtet, um ein blitzschnelles Vorschnellen zu gewährleisten. Durch permanentes züngeln wird die Situation der Schlange ständig überprüft. Führen diese Drohgebärden nicht zum gewünschten Erfolg, kann es durchaus zum Biss kommen.


Das Gift der Vipernart ist etwa dreimal so stark wie jenes der amerikanischen Diamantklapperschlange. Im Gegensatz zu dieser ist die Dosis, welche die Kreuzotter bei ihrem Biss injiziert, jedoch wesentlich geringer. Ein tatsächlicher Biss wird von dem Gebissenen oft nicht unmittelbar bemerkt. Erst nach etwa einer Stunde treten heftige Beschwerden wie Atemnot, Lähmungen und Herzrasen auf. Die Bissstelle schwillt stark an und färbt sich blau. Für Kinder und alte Menschen kann es hier zu bedrohlichen Situationen kommen. Im Normalfalle wäre für einen gut konditionierten Menschen erst die fünffache Giftmenge eines Bisses ernsthaft problematisch. Trotz alle dem wird hier vor dem allzu sorglosen Umgang im Falle eines Zusammentreffens mit diesen Reptilien ausdrücklich gewarnt.

Die Kreuzotter wird in der Roten Liste für bedrohte Tierarten in Deutschland auf Stufe 2 „stark gefährdet“ geführt. Sie steht nach dem Bundesartenschutzgesetz unter strengem Schutz und darf weder gefangen noch getötet werden.


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Der Teichfrosch

Wie bei vielen Lebewesen beginnt das der Amphibien im Wasser. Wir haben den kleinen Wasser- und Waldbewohner namens  "Erdkröte" schon kennen gelernt. Bevor aus ihr ein ausgewachsenes Exemplar wird, muß sie viele Gefahren und Probleme meistern. Nur wenige von ihnen werden erwachsen und somit geschlechtsreif. Mutter Natur sorgt auch hier für eine gewisse Ausgeglichenheit. Schauen wir uns inzwischen einmal die Entwicklung des Teichfrosches an:

Wir beginnen mit der Paarungszeit.

Irgend jemand hat, vor nicht allzu langer Zeit, ein Holzbrett in einem Tümpel, unweit eines Waldweges entsorgt. Ob derjenige sich bewußt war, welch hervorragende Plattform er für die Bewohner des Gewässers geschaffen hat, wir wohl für immer ungeklärt bleiben. Doch seht selbst. Es fängt recht harmlos an...

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...mit den ersten Sonnenstrahlen setzt sich ein einzelner Frosch auf seinen "Beobachtungsposten". Etwa 10 Minuten später bekommt er etwas Gesellschaft...

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...und bald ist der Balken von laut durcheinander quakenden und übereinander purzelnden Junggesellen überbevölkert. Es wird eng auf dem Brett - und zusehens ungemütlich... 

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...etwas weiter entfernt, sozusagen auf den billigen Plätzen, versuchen einige Froschmänner durch Imponiergehabe auf sich aufmerksam zu machen, indem sie ihren Schallblasen recht laute Töne entlocken...

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...und weil es derweil auf dem Brett drunter und drüber geht wird es Zeit, sich die Dame seines Herzens auszusuchen und die Party zu verlassen.

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Nach der Paarung, die je nach Witterung etwa Ende März / Anfang April erfolgt, legt das Weibchen mehrere hundert Eier, umgeben von einer gallertartigen Masse (Froschlaich) in Klumpenform, im Wasser ab. Die Sonne sorgt dafür, dass das Gelege, welches direkt an der Wasseroberfläche schwimmt, bebrütet wird.

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Zum direkten Vergleich seht ihr auf den nachfolgenden Aufnahmen den Laich von Kröten. Diese bilden keine Klumpen, sondern erzeugen Gelege in Form von Perlenschnüren, die mehrere Meter lang sein können. Kröten betreiben ebenfalls keine Brutpflege. Die wärmende Frühlingssonne übernimmt den Schlupf und die Aufzucht der Jungtiere.

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 Bei beständigem Sonnenschein schlüpfen alsbald die Kaulquappen und bevölkern zu Tausenden den Teich. Kaulquappen von Fröschen und Kröten können in diesem Stadium nicht unterschieden werden.

Doch nun zurück zum Teichfrosch.

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Die Bildfolge oben zeigt die Kaulquappe des Teichfrosches in verschiedenen Entwicklungsstadien. Nach und nach wachsen viele zu einer beträchtlichen Größe heran, während die Gesamtpopulation im Laufe der Zeit durch zahlreiche Feinde, wie Libellenlarven, Gelbrandkäfer und ihren größten Feind, die Ringelnatter, stark dezimiert wird. Wenn solch ein Reptil im Teich auftaucht, sich blitzschnell durch das Wasser und Schilf bewegt, bricht unter den Fröschen eine Panik aus, die sie dazu veranlasst, das Gewässer schnellstens zu verlassen. Die Kaulquappen können das noch nicht. Sie suchen ihr Heil in der Flucht und kämpfen weiter ums Überleben.

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Wenn letztendlich die Umwandlung von der Kaulquappe zu einem fertigen Jungfrosch abgeschlossen ist, kann dieser endlich an Land. Die Gefahren werden dadurch nur wenig gemildert. Feinde lauern überall! Der grüneTeichfrosch ist selbst  ein erfolgreicher Jäger.  Wenn man ihn, mit etwas Geduld, eine Zeit lang beobachtet,  stellt man fest, dass er ein richtig lustiger Geselle ist. Die Geschichte mit dem Brett im Teich beweist es.

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Auf dem Foto unten rechts erkennt man im Vordergrund den "Sonnentau" . Hierbei handelt es sich um eine fleischfressende Pflanze, die mit ihrer leuchtend roten Farbe Insekten anlockt. Wenn diese auf ihr landen, werden sie sofort mit Leim festgehalten. Die einzelnen Blätter umschließen das Insekt und die Pflanze beginnt zu verdauen. Der Teichfrosch, der sich an den Sonnentau anlehnt, hat vor der Pflanze nichts zu befürchten. 

Wie Ihr auf den vorangegangenen Bildern erkennen konntet, ist der Teichfrosch im Normalfall grün gezeichnet. Nun präsentieren wir Euch ein sehr seltenes Exemplar. Mutter Natur sorgte hier für eine Farbanomalie, was nichts anderes bedeutet, dass der Teichfrosch im Bild unten anders gefärbt ist. Dieses Exemplar ist deutlich türkisfarben und wie schon erwähnt, sehr selten zu beobachten. Waldschrat-online.de  ist froh darüber, eines dieser Tiere gefunden zu haben.

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Als kleines Intermezzo möchte Waldschrat-online. de   Euch einen nahen Verwandten des Teichfrosches vorstellen. Es handelt sich hierbei um die Kreuzkröte. Außer in Form und Farbe unterscheiden sich die Kröten von den Fröschen in vielerlei Hinsicht. Krötenweibchen legen ihre Eier zwar auch im Wasser ab, jedoch nicht in einem Klumpen sondern in Ketten gleich einer Perlenschnur. Kröten hüpfen nur in Ausnahmefällen. Ihre normale Fortbewegungsart an Land ist ein plump aussehender Watschelgang, der dem Beobachter immer ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Kröten stehen unter strengem Naturschutz und weisen, wie die Unken, eine gewisse Farbenpracht auf. Grelle Farben bedeuten in der Natur Gefahr. Bei den Kröten ist daher Vorsicht geboten, da sie giftig sein können. Dieses Kreuzkrötenweibchen fanden wir in einer Regenpfütze, mitten auf einem Waldweg.

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Leuchtend grüne, katzenartige Augen, leuchtend gelbe Mittelinie und rote Flecken kennzeichnen die Kreuzkröte. Sie kann beachtliche Ausmaße annehmen. Doch alles Große war vorher mal klein. Selbst dieses Krötenbaby haben wir, aus den vorher genannten Gründen und um ihm keinen Schaden zuzufügen, nicht berührt!

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Die meisten Kröten sind nachtaktiv. Der normale Wanderer und Naturfreund bekommt sie daher recht selten zu Gesicht. Dagegen hört er sie des öfteren dann, wenn er gerne schlafen möchte. Auf den Wanderungen zu ihren Laichplätzen durchqueren Kröten auch die Nähe menschlicher Behausungen. Wenn sie ein taugliches Gewässer, zum Beispiel einen Gartenteich, gefunden haben machen sie mit lauten zirpgeräuschen auf sich aufmerksam. Dies alles dient der Partnersuche und somit der Erhaltung der Art. 

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Hier seht Ihr ein Reptil vor, welches in den meisten Fällen für eine Schlange gehalten wird. Tatsächlich handelt es sich bei der Blindschleiche jedoch um eine Echse. Im Laufe der Evolution hat sie ihre Beine vollständig eingebüßt und bewegt sich daher schlängend fort. Ihre Nahrung besteht aus Nacktschnecken, Insekten oder Spinnen. Außer dem Menschen, der sie aus Unwissenheit für eine giftige Schlange hält, und deshalb einfach tot schlägt, hat sie den Igel, streunende Katzen und Krähenvögel als Fressfeinde. Die Blindschleiche ist völlig ungiftig und ihre Zähne sind so klein, dass sie die menschliche Haut nicht durchdringen können. Das einzige, was sie mit einer echten Schlange gemein hat, ist das Züngeln. Dazu muß sie jedoch ihren Mund öffnen, was bei einer Schlange nicht nötig ist. Auf diese Weise nimmt sie Gerüche wahr.  Über die Namensgebung des Tieres kann man nur Mutmaßungen anstellen. Es gibt da mehrere Variationen. Blind ist sie jedenfalls nicht!

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Unterscheidungsmerkmale gegenüber einer Schlange sind zum Beispiel, dass die Blindschleiche mit ihren Augen rollen kann. Ihr Schwanz hat, wie bei den anderen Echsen auch, gleich mehrere Sollbruchstellen und kann bei akuter Gefahr abgeworfen werden. Im Gegensatz zu den Zauneidechsen wächst der Schwanz (etwa das letzte Viertel der Blindschleiche) nicht nach. Die Wunde verschließt sich sofort, zurück bleibt ein Stummel. Unversehrt kann das Reptil durchaus eine Länge von über 53 Zentimetern erreichen. Im Idealfall wird sie bis zu  50 Jahren alt!

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Die Blindschleiche kriecht meist durch dichtes Laub oder hält sich in natürlichen Komposthaufen auf. Nach Regengüssen kommt sie meistens hervor, um Jagd auf Regenwürmer zu machen. Dabei kann sie Exemplare verschlingen, die halb so lang sind, wie sie selbst. Der aufmerksame Naturbeobachter hat früh morgens die beste Gelegenheit, eines dieser Tiere auf einem Waldweg anzutreffen. Dort wartet die Blindschleiche auf die ersten Sonnenstrahlen, um sich aufzuheizen.  Blindschleichen produzieren zwar Eier, doch kommt es vor, dass die Jungtiere noch im Leib der Mutter schlüpfen. Im Normalfall schlüpfen sie jedoch unmittelbar nach der Eiablage. Die Kleinen sind dann etwa 9 - 10 Zentimeter lang und werden vom ersten Augenblick ihres Lebens an, sich selbst überlassen. Die Blindschleiche steht, wie viele bei Waldschrat-online.de gezeigten Arten, unter strengem Naturschutz. Bitte denkt daran, wenn ihr einem dieser wunderschönen Tiere begegnet!

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(Waldschrat-online.de mit der Kamera immer ganz nah dran!)

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Ab August sind die Jungtiere der Mauer- Zaun- und Waldeidechse zu beobachten. Mit einer Körperlänge von etwa fünf Zentimetern jagen sie in Scharen und blitzschnell durch Gräser, über totes Holz und altes Gemäuer. Ein einziger Fehltritt abseits des Weges kann solch ein junges Leben abrupt beenden. Waldschrat-online.de bittet Euch daher um erhöhte Vorsicht, wenn Ihr draußen in der Natur unterwegs seid!

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Diesen jungen Teichmolch fanden wir auf einem stark frequentierten Waldweg. Bevor er unter den Schuhsohlen ahnungsloser Spaziergänger zerquetscht, ein jähes Ende finden sollte, brachten wir ihn für´s Erste abseits des Weges in Sicherheit. 

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Die jungen Molche verlassen, je nach Witterung, bereits Mitte August bis in den September hinein ihre Geburtsgewässer. Klein, flink und gut getarnt laufen sie, lange nicht so elegant wie die jungen Eidechsen, etwas unbeholfener über den Boden.

Aus diesem Grunde haben wir auch diesen Winzling aus der "Gefahrenzone Waldweg" in der wir ihn fanden, evakuiert.

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Im Spätsommer ist der Boden von Wäldern und Wiesen, Sümpfen und Mooren, sind die Uferzonen von Tümpeln und sogar die normalen Wege von jungen Echsen, Lurchen und Amphibien geradezu übersät. Dies führt dazu, das einige der stark befahrenen und begangenen Straßen, Wege und Pfade zeitweise von Seiten der Behörden komplett gesperrt werden, damit die kleinen Tiere sicher in ihr Winterquartier gelangen können. Sicherlich kann man nicht alle Wege sperren. daher bittet Waldschrat-online.de um erhöhte Vorsicht, wenn ihr an einem schönen Spätsommertag spazieren geht. Es läuft und hüft Euch so einiges vor die Füße! Kleine Teichfrösche (grün) und die ganz jungen Grasfrösche (braun) sind nur zwei Arten, denen Ihr begegnet. Bei Sonnenschein bleiben sie ganz ruhig auf der Hand sitzen, gleich einem "Wetterfrosch" in seinem berühmten Einweckglas auf der Leiter. Am Boden sind sie gut getarnt und daher schwer zu erkennen. Hier folgt der Beweis:

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Der junge Grasfrosch ist in seinem Lebensraum nur beim genauen Hinsehen erkennbar. Das schützt ihn beim Jagen vor seinen Feinden. Nicht jedoch vor den für ihn tödlichen Schuhen des Menschen. Die Hand des Autors, auf der er auf den folgenden Aufnahmen sitzt, lässt einen Größenvergleich zu. Das Tier war vollkommen ruhig, fühlte sich nicht verunsichert und wurde gleich, nachdem die Fotos gemacht wurden, in Sicherheit gebracht.

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Gleiches gilt für den grünen Teichfroschjüngling. Gerade einmal so groß wie ein Daumennagel und ganz auf sich alleine gestellt, muß er sich im wahrsten Sinne des Wortes in der wilden Natur durchbeißen. Seine grüne Farbe und sein ausgeprägter Instinkt sind ihm dabei wertvolle Hilfen.

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Hier hätten wir wieder den Größenvergleich mit dem bereits erwähnten "Wetterfroscheffekt"!

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