Terrarium II
Zu Beginn dieser Seite zeigen wir noch einmal ein paar Impressionen der Zauneidechse, die zum Vergleich der hier vorgestellten anderen heimischen Echsenarten herangezogen werden können. Die Aufnahmen zeigen normal gefärbte männliche Tiere, ausserhalb der Paarungszeit.
Die Wechselkröte ist in unseren heimischen Gefilden extrem gefährdet und vom Aussterben bedroht. Im Süden unseres Landes, Österreich und der Schweiz gilt sie, territorial gesehen, als bereits ausgestorben. Die Wechselkröte hat ihren Namen deshalb erhalten, weil sie in der Lage ist, sich farblich ihrer Umgebung anzupassen. Ausgewachsen erreicht sie eine Größe von etwa 9 cm. In ihrer Grundfarbe ist sie olivgrün mit kleinen roten Warzen an den Flanken des Rumpfes.
Die Wechselkröte ist in der Roten Liste Deutschlands für bedrohte Tierarten in der Stufe 3 als „gefährdet“ eingestuft. Weiterhin fällt die Art unter die Fauna – Flora – Habitat – Richtlinien (FFH – RL) und ist demnach durch die Bundesarten- und Bundesnaturschutzgesetze eine streng zu schützende Spezies. Ihr Lebensraum ist als Naturschutzgebiet besonders auszuweisen. Die Tiere dürfen weder gefangen noch in Terrarien irgendwelcher Art gehalten werden.
4205f
4206fRegunglos in der niedrigen Vegetation sitzend, ist die Wechselkröte so gut wie nicht zu entdecken. Die Aufnahme rechts unten zeigt das Tier vor einer selbst gegrabenen Erdhöhle.
4207f
4215fDie Wechselkröte kommt ursprünglich aus den Steppen Osteuropas und Asiens. Sie ist daher an Trockenheit und Wärme gut angepasst. Sie lebt in offenen, sonnenbeschienenen Habitaten mit weichen Böden in die sie sich eingraben kann. Leichte Gras- und Krautvegetation sollten ebenfalls vorhanden sein. Die Kröte entfernt sich teilweise sehr weit von offenen Gewässern. Wechselkröten sind wie die meisten anderen Kröten auch, vorwiegend nachtaktiv. Ihre Laichgewässer sind meist flach und können zum Beispiel zum Beispiel in Steinbrüchen liegen. Als Laichgewässer werden temporäre Gewässer mit mineralischem Boden bevorzugt. Sie akzeptiert sogar leichtes Salzwasser. so ist sie in einigen Brackwassertümpeln an der Ostsee durchaus entwicklungsfähig. Ihre ökologischen Ansprüche ähneln denen der häufigeren und mehr verbreiteten Kreuzkröte. (Siehe Kapitel Terrarium.)
*******************************************
Von den Amphibien, sprich Fröschen und Kröten, wechseln wir nun wieder zu den Reptilien. Wir haben die Zauneidechse schon ausführlich beschrieben. Dabei habt ihr erfahren, dass es sich um ein wechselwarmes Reptil handelt, welches sich erst "aufheizen" muß um richtig schnell zu sein. Das gleiche trifft für die Waldeidechse zu. Wir trafen eine beim Sonnenbad. Da es noch früh am Morgen war und die Sonne noch keine Kraft hatte, war das Tier entsprechend träge. Regungslos auf einem Baumstamm sitzend, ließ sich das Reptil von allen Seiten ablichten. Trotz alledem: Wenn die Tiere sich nicht bewegen, braucht man schon ein sehr gutes Auge, um sie ausfindig zu machen.
Die Bildserie unten zeigt ein Weibchen der Waldeidechse.
4313b
4314b
4318b(optimal getarnt) (vorsichtiges Annähern mit der Kamera) (von oben)
4323b
4324b
4325b(von vorne) (schräg von oben) (auf gleicher Höhe)
(aus nächster Nähe)
Im Gegensatz zur Zauneidechse ist die Waldeidechse um Einiges kleiner. Ein dezentes schwarz-gelbes Muster ziert ihren Rücken. An den Flanken erkennt man leichte gelbliche Flecken. Ansonsten trägt die Waldeidechse feinstes braunes Leder. Der Kopf ist dem Vorderkörper angeglichen und nicht so markant wie der der Zauneidechse. Sie ist auch, je nach Lebensraum, seltener anzutreffen. Wenn man sich ihr unvorsichtig nähert, hört man sie nur durchs dichte Gras huschen. Sehen wird man die Echse dann eher kaum. Mit etwas Geduld und sehr ruhigem Verhalten kann man sich als Naturfotograf und Beobachter den Tieren bis auf wenige Zentimeter nähern. Ein kleines, sonnenexponiertes Plätzchen im Habitat der Waldeidechse diente hier als "Bühne" für die folgenden Aufnahmen.
4694f
4698fEin moderiger Baumstumpf am Rande einer Brombeerhecke wurde von mehreren Waldeidechsen als Aufwärmplatz besucht. Das Auftauchen von uns Fotografen wurde als störend empfunden und so huschten die Tiere wieder in den Schutz des Dickichtes. Nach etwa 20 Minuten stillen wartens unsererseits, kamen sie schließlich wieder hervorgekrochen.
4699f
4700fWenn man mit Festbrennweiten um die 100 Millimeter im Makrobereich operiert, ist ein Stativ in solch einem Fall vollkommen nutzlos. Man muss also dort hocken und sich mit langsamen Bewegungen, die Kamera am Auge, den Tieren zu nähern versuchen. Wie oft und wie viele Gliedmaßen dabei taub wurden, haben wir nicht gezählt.
4707f
4711fEiner unserer drei in Deutschland vorkommenden Braunfroscharten ist der Springfrosch.
Neben dem Gras- und dem Moorfrosch stellt er die seltenste Spezies in unserem Land dar.
Springfrösche sind relativ schlank und besitzen lange Glieder, die zum Springen gute Dienste leisten. Die Frösche erkennt man unter anderem an ihrer spitzen Schnauze. Die Größe der Männchen beträgt etwa 6,5 Zentimeter, die Weibchen werden bis 9 Zentimeter groß.
Die Oberseite ist hellbraun bis rötlich braun, manchmal auch hell graubraun. Die dreieckigen Schläfenflecken mit dem Trommelfell sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Die Unterseite ist weißlich und meistens ohne Flecken. Auf den Schenkeln erkennt man dunkle Querbänder. Die Hinterbeine des Springfrosches sind auffallend lang, wodurch die Art sehr sprunggewandt ist, was ihr ihren Namen gab. Die Tiere können ein bis zwei Meter weite Sprünge machen.
0272f
0271fDie Lebensweise der Springfrösche unterscheidet sich von denen anderer Froschlurche erheblich.
Die Männchen wandern bereits im Herbst in das Laichgewässer ein, um dort zu überwintern. Die Weibchen überwintern in einiger Entfernung zum Gewässer an Land. Die Lock- und Paarungsrufe der Männchen bestehen aus recht leisen Tonreihen, die wie „wog … wog … wog“ klingen und teilweise sehr lange andauern. Die Frösche können sogar unter Wasser rufen, Ihre Laute sind dann jedoch nur schwer zu hören.
Auf dem nur wenige Tage im Jahr andauernden Höhepunkt der Laichphase bilden die Tiere in ihrem inselartigen Vorkommen auch regelrechte Balzchöre an der Wasseroberfläche. In Deutschland liegt die Hauptlaichzeit häufig etwa in der zweiten Märzhälfte. Bei schlechtem Wetter kann sich das aber auch etwas verzögern. Der Springfrosch ist damit als erste Froschlurchart im Frühjahr laichaktiv. Dies wird als „Konkurrenzvermeidung“ gegenüber anderen Froscharten gesehen.
0273f
0275fDer Springfrosch bevorzugt lichte Laubmischwälder mit Gewässern von hoher Qualität. Das Offenland der Umgebung wird ebenfalls als Habitat angenommen, sofern genügend Büsche vorhanden sind, die an einen Wald grenzen. Als Laichgewässer dienen Waldtümpel, Weiher, kleine Teiche und Wassergräben. Fischfreie Gewässer mit besonnten Flachuferzonen sind ideal. Die Art lebt oft weit weg vom Wasser in eher trockenwarmen Wäldern.
Der Springfrosch ist nach den FFH – Richtlinien eine ebenfalls streng zu schützende Art und kommt nur noch an wenigen Stellen in Deutschland vor. Gemäß der Roten Liste droht ihm eine Bestandsgefährdung, wobei die Ursachen in der Lebensraumvernichtung und im Straßenverkehr zu finden sind. Durch nur noch kleine Populationen der Art droht eine genetische Isolierung. Künstlicher Fischbesatz in den Habitaten könnte zum Aussterben der Art führen.
*************************************
5051fNachdem Ihr sie Zaun- und die Waldeidechse schon kennengelernt habt, zeigen wir nun die letzte der drei Eidechsenarten, die in unseren heimischen Gefilden vorkommt: Die Mauereidechse.
Die Mauereidechse erreicht eine Gesamtlänge von 25 Zentimeter. Sie ist sehr schlank und wirkt aufgrund ihrer Körperlänge abgeflachter als die anderen heimischen Arten. Das „Halsband“ Hat einen glatten Rand und die Rückenschuppen sind leicht gekielt. Der Schwanz kann doppelt so lang werden, wie der Körper der Tiere. Die Rückenfärbung ist hell- bis mittelbraun oder grau, manchmal auch etwas grünlich. Auffallend sind unregelmäßige schwärzliche Flecken, die manchmal ein Netzmuster bilden. Die Unterseite ist sehr unterschiedlich gefärbt. Diese kann von weißlich über gelblich bis rot und von ungefleckt bis stark gefleckt oder getüpfelt ausfallen. Daher können die Tiere in Körperfärbung und Zeichnungsmuster stark variieren. Aufgrund ihrer Erscheinung sind die Mauereidechsen von der Zaun- und der Waldeidechse gut zu unterscheiden.
Die Mauereidechse besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen. Bevorzugt finden sich die Tiere auf nach Südosten oder Südwesten gerichteten Flächen, wie Felsen Hänge oder auch Mauern. (Daher der Name.) In derartigen Habitaten ergibt sich eine optimale Ausnutzung der Vormittags- sowie der Nachmittagssonne.
Die Eidechsen, die in den Hohlräumen der Mauern leben, nutzen diesen Unterschlupf sowohl zum Schutz gegen Kälte in der Nacht als auch zum Schutz gegen die extrem hohen Temperaturen während der Mittagshitze im Hochsommer sowie als Versteck vor Fressfeinden. Ideal sind Mauern mit gleichmäßig verteilten offenen Fugen und Spalten. Die Tiere bevorzugen einerseits vielfältig bewachsene Mauerflächen, die Insekten anlocken, andererseits freie Flächen, um sich dort zu sonnen. Mauereidechsen, die an Burgruinen leben, nutzen im Prinzip die gesamte Mauerfläche. Das gleiche gilt für die Besiedlung von Felswänden und Geröllflächen. Als typischer Kulturfolger ist die Mauereidechse auch in Weinbergen, an Bahndämmen und Straßenböschungen sowie an Gebäudewänden in Dörfern und Städten anzutreffen. Gelegentlich lebt die Art auch in offenen Steinbrüchen.
Die Mauereidechse ist stets tagaktiv. Sie ist sehr flink und klettert mit einer rasenden Geschwindigkeit an steilen Wänden entlang, um dort zu jagen. Das Gelege wird unter Steinen oder in kleinen selbstgegrabenen Gängen abgelegt. Es umfasst zwei bis 10 Eier. Bei günstigen Lebens- und Umweltbedingungen sind zwei bis drei Jahresgelege möglich. Die Jungtiere schlüpfen nach etwa sechs Wochen von Ende Juni bis Anfang August.
Die Bestandszahlen der Mauereidechsen haben in den letzten Jahren starke Einbußen hinnehmen müssen, sodass die Art nun gemäß der FFH – RL als „streng zu schützende Art“ anzusehen ist. Unsachgemäße Rekultivierungsmaßnahmen, das Zuschütten von Steinbrüchen und starke bauliche Veränderungen in unserer Lebensgemeinschaft tragen dazu bei.
Die Mauereidechse ist stets tagaktiv. Sie ist sehr flink und klettert mit einer rasenden Geschwindigkeit an steilen Wänden entlang, um dort zu jagen. Das Gelege wird unter Steinen oder in kleinen selbstgegrabenen Gängen abgelegt. Es umfasst zwei bis 10 Eier. Bei günstigen Lebens- und Umweltbedingungen sind zwei bis drei Jahresgelege möglich. Die Jungtiere schlüpfen nach etwa sechs Wochen von Ende Juni bis Anfang August.
Die Bestandszahlen der Mauereidechsen haben in den letzten Jahren starke Einbußen hinnehmen müssen, sodass die Art nun gemäß der FFH – RL als „streng zu schützende Art“ anzusehen ist. Unsachgemäße Rekultivierungsmaßnahmen, das Zuschütten von Steinbrüchen und starke bauliche Veränderungen in unserer Lebensgemeinschaft tragen dazu bei.
****************************************
Die Größe der Männchen und Weibchen der Moorfrösche liegt etwa bei 5,5 bis 7 Zentimetern. Die Oberseite ist hell- bis dunkelbraun.
Der für Braunfrösche typische Schläfenfleck hinter dem Auge ist dunkelbraun. Über die Rückenmitte läuft oft ein breites, helles Längsband, das Dunkel gesäumt ist. Hin und wieder kann es aber auch fehlen. Die Drüsenleisten auf dem Rücken haben oft einen weißen Rand und sind deutlich ausgeprägt. Die Flanken sind zum Teil auffällig schwarz marmoriert. Der Moorfrosch wirkt daher sehr auffällig gezeichnet. Die Bauchseite ist weißlich und meist ungefleckt. Während der Paarungszeit färben sich die Männchen für wenige Tage bläulich bis himmelblau.
Der Körper ist recht schlank; die Schnauze verläuft zugespitzt. recht klein (Größe etwa 2/3 des Der Fersenhöcker ist im Gegensatz zum manchmal ähnlich aussehenden Grasfrosch hoch gewölbt und fest.
0068f
5424f
Der Paarungsruf der Männchen ist ein eher leises Glucksen wie „uog ...uog ... uog...“ (ähnlich dem Blubbern der aus einer untergetauchten, leeren Flasche entweichenden Luft). In Nord- und Ostdeutschland liegt die Hauptruf- und Laichzeit meist in der zweiten Märzhälfte oder der ersten Aprilhälfte, bei späten Winterverläufen auch noch in der zweiten Aprilhälfte. Die Rufe sind sowohl tagsüber – nachmittags bei Sonne – als auch nachts zu hören.
Der Moorfrosch bevorzugt Lebensräume mit hohem Grundwasserstand. Vor allem Niedermoore, sumpfiges Grünland, Nasswiesen sowie Weichholzauen, der größeren Flüsse, Hoch- und Zwischenmoore. Dort befinden sich auch seine Laichgewässer, die sich durch Sonnenexposition und teilweise Verkrautung mit diverser Sumpfvegetation auszeichnen. Zur Überwinterung werden unter anderem an die Biotope angrenzende Wälder aufgesucht.
Innerhalb Deutschlands liegen die Verbreitungsschwerpunkte des Moorfrosches im Nord- und Ostteil, insbesondere im Nordostdeutschen Tiefland. In Mittel-, West- und Süddeutschland ist er kaum vertreten; in diesen Regionen ist die Art vielfach stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht.
Der auf permanent nasse Biotope angewiesene Moorfrosch leidet besonders unter der fortschreitenden und großräumigen Trockenlegung und Kultivierung von Mooren und anderen Feuchtgebieten. In Deutschland gilt sein Bestand als gefährdet. Er zählt zu der FFH – RL Gruppe und ist streng per Gesetz geschützt. In der Schweiz konnten in den letzten Jahren keinerlei Funde der Tiere dokumentiert werden.
Er gilt dort bereits als ausgestorben.
Der für Braunfrösche typische Schläfenfleck hinter dem Auge ist dunkelbraun. Über die Rückenmitte läuft oft ein breites, helles Längsband, das Dunkel gesäumt ist. Hin und wieder kann es aber auch fehlen. Die Drüsenleisten auf dem Rücken haben oft einen weißen Rand und sind deutlich ausgeprägt. Die Flanken sind zum Teil auffällig schwarz marmoriert. Der Moorfrosch wirkt daher sehr auffällig gezeichnet. Die Bauchseite ist weißlich und meist ungefleckt. Während der Paarungszeit färben sich die Männchen für wenige Tage bläulich bis himmelblau.
Der Körper ist recht schlank; die Schnauze verläuft zugespitzt. recht klein (Größe etwa 2/3 des Der Fersenhöcker ist im Gegensatz zum manchmal ähnlich aussehenden Grasfrosch hoch gewölbt und fest.
0068f
5424f Der Paarungsruf der Männchen ist ein eher leises Glucksen wie „uog ...uog ... uog...“ (ähnlich dem Blubbern der aus einer untergetauchten, leeren Flasche entweichenden Luft). In Nord- und Ostdeutschland liegt die Hauptruf- und Laichzeit meist in der zweiten Märzhälfte oder der ersten Aprilhälfte, bei späten Winterverläufen auch noch in der zweiten Aprilhälfte. Die Rufe sind sowohl tagsüber – nachmittags bei Sonne – als auch nachts zu hören.
Der Moorfrosch bevorzugt Lebensräume mit hohem Grundwasserstand. Vor allem Niedermoore, sumpfiges Grünland, Nasswiesen sowie Weichholzauen, der größeren Flüsse, Hoch- und Zwischenmoore. Dort befinden sich auch seine Laichgewässer, die sich durch Sonnenexposition und teilweise Verkrautung mit diverser Sumpfvegetation auszeichnen. Zur Überwinterung werden unter anderem an die Biotope angrenzende Wälder aufgesucht.
Innerhalb Deutschlands liegen die Verbreitungsschwerpunkte des Moorfrosches im Nord- und Ostteil, insbesondere im Nordostdeutschen Tiefland. In Mittel-, West- und Süddeutschland ist er kaum vertreten; in diesen Regionen ist die Art vielfach stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht.
Der auf permanent nasse Biotope angewiesene Moorfrosch leidet besonders unter der fortschreitenden und großräumigen Trockenlegung und Kultivierung von Mooren und anderen Feuchtgebieten. In Deutschland gilt sein Bestand als gefährdet. Er zählt zu der FFH – RL Gruppe und ist streng per Gesetz geschützt. In der Schweiz konnten in den letzten Jahren keinerlei Funde der Tiere dokumentiert werden.
Er gilt dort bereits als ausgestorben.
*******************************************
Der Grasfrosch stellt unter den drei Braunfroscharten Deuitschlands die am häufigsten vorkommende Spezies.
9298d
9298dEr wird ziemlich groß. Die Kopf-Rumpf-Länge der erwachsenen Tiere erreicht maximal elf Zentimeter, wobei die Weibchen aufgrund des etwas späteren Eintritts der Geschlechtsreife im Durchschnitt noch etwas größer werden als die Männchen. Die meisten Exemplare sind allerdings zwischen sieben und neun Zentimetern groß und wirken ein wenig schwerfällig.
Die Oberseite kann gelb-, rot- oder dunkelbraun gefärbt sein. Bei manchen Tieren ist diese nur wenig gezeichnet, andere weisen unregelmäßige schwarze Flecken auf, die gelegentlich die Grundfarbe fast verdecken können. Der beidseitige, charakteristisch dreieckige Schläfenfleck mit dem darin befindlichen Trommelfell ist wie bei allen Braunfröschen deutlich dunkelbraun abgesetzt. Auch die Querstreifung der Hinterbeine ist ein Merkmal aller Braunfrösche. Die Unterseite ist beim Männchen weißlich-grau und meist ungefleckt, bei den Weibchen oft gelb und etwas rötlich abgesetzt. Die Schnauze ist stumpf, abgeschrägt und in der Draufsicht gerundet geformt. ausgerichtet.
01553d
01556d
Die Vorderbeine der Männchen sind viel kräftiger gebaut als die der Weibchen. Dies ist im Fortpflanzungsverhalten begründet, da sich die Tiere in einer Umklammerung mitunter tagelang auf dem Rücken der Weibchen festhalten. Zur Laichzeit wirken die Männchen Ansammlungen von manchmal etwas „schwabbelig“ und können sogar leicht bläulich erscheinen, jedoch nicht so intensiv wie Moorfroschmännchen. Bei den Weibchen kann zur Laichzeit ein sogenannter Laichausschlag, ähnlich weißlichen „Pickeln“ im Bereich der Flanken und Hinterbeine beobachtet werden.
Zu den Laichgewässern gehört ein breites Spektrum stehender oder langsam fließender Gewässer. Bevorzugt werden jedoch flachere, von der Sonne beschienene Stillgewässer wie kleine Teiche und Weiher. Gerne werden auch Gartenteiche besiedelt, die aber nicht austrocknen dürfen. Grasfrösche findet man sogar an Viehtränken und auf städtischen Grünflächen.
9295d
9299d
Zu den am meisten gefürchteten Fressfeinden des Grasfrosches zählen verschiedene Vogelarten wie Schwarz- und Weißstorch, Mäusebussard, Uhus und andere Eulenarten und sogar die Amsel. Weiter sind die Ringelnatter, Forellen, Wildschwein, Fuchs, Iltis und Wanderratte zu nennen. Den Kaulquappen stellen beispielsweise Larven von Großlibellen und Gelbrandkäfern nach.
Grasfrösche werden unter natürlichen Bedingungen nur selten zehn Jahre alt; die meisten sterben deutlich früher aufgrund der zahlreichen Fressfeinde und durch den Straßenverkehr.
In Deutschland ist der Grasfrosch von der Nord- und Ostseeküste bis in die Alpen noch geschlossen verbreitet. Dennoch sind Bestandsrückgänge zu verzeichnen, was dazu führte, den Grasfrosch auf die Vorwarnliste für bedrohte Tierarten zu setzen.
Die Oberseite kann gelb-, rot- oder dunkelbraun gefärbt sein. Bei manchen Tieren ist diese nur wenig gezeichnet, andere weisen unregelmäßige schwarze Flecken auf, die gelegentlich die Grundfarbe fast verdecken können. Der beidseitige, charakteristisch dreieckige Schläfenfleck mit dem darin befindlichen Trommelfell ist wie bei allen Braunfröschen deutlich dunkelbraun abgesetzt. Auch die Querstreifung der Hinterbeine ist ein Merkmal aller Braunfrösche. Die Unterseite ist beim Männchen weißlich-grau und meist ungefleckt, bei den Weibchen oft gelb und etwas rötlich abgesetzt. Die Schnauze ist stumpf, abgeschrägt und in der Draufsicht gerundet geformt. ausgerichtet.
01553d
01556dEin sehr großes Weibchen des Grasfrosches sitzt in der Ufervegetation eines klaren, etwa drei Meter breiten Gebirgsbaches. Mit zwei Sätzen errreichte es das Gewässer und schwamm, eine Bugwelle vor sich hertreibend, mit wenigen Beinzügen ans nächste Ufer.
Die Vorderbeine der Männchen sind viel kräftiger gebaut als die der Weibchen. Dies ist im Fortpflanzungsverhalten begründet, da sich die Tiere in einer Umklammerung mitunter tagelang auf dem Rücken der Weibchen festhalten. Zur Laichzeit wirken die Männchen Ansammlungen von manchmal etwas „schwabbelig“ und können sogar leicht bläulich erscheinen, jedoch nicht so intensiv wie Moorfroschmännchen. Bei den Weibchen kann zur Laichzeit ein sogenannter Laichausschlag, ähnlich weißlichen „Pickeln“ im Bereich der Flanken und Hinterbeine beobachtet werden.
Zu den Laichgewässern gehört ein breites Spektrum stehender oder langsam fließender Gewässer. Bevorzugt werden jedoch flachere, von der Sonne beschienene Stillgewässer wie kleine Teiche und Weiher. Gerne werden auch Gartenteiche besiedelt, die aber nicht austrocknen dürfen. Grasfrösche findet man sogar an Viehtränken und auf städtischen Grünflächen.
9295d
9299dZu den am meisten gefürchteten Fressfeinden des Grasfrosches zählen verschiedene Vogelarten wie Schwarz- und Weißstorch, Mäusebussard, Uhus und andere Eulenarten und sogar die Amsel. Weiter sind die Ringelnatter, Forellen, Wildschwein, Fuchs, Iltis und Wanderratte zu nennen. Den Kaulquappen stellen beispielsweise Larven von Großlibellen und Gelbrandkäfern nach.
Grasfrösche werden unter natürlichen Bedingungen nur selten zehn Jahre alt; die meisten sterben deutlich früher aufgrund der zahlreichen Fressfeinde und durch den Straßenverkehr.
In Deutschland ist der Grasfrosch von der Nord- und Ostseeküste bis in die Alpen noch geschlossen verbreitet. Dennoch sind Bestandsrückgänge zu verzeichnen, was dazu führte, den Grasfrosch auf die Vorwarnliste für bedrohte Tierarten zu setzen.
***************************************













