Unter dem Kapitel "Zarte Flügel" wollen wir Euch Insekten vorstellen, welche durch ihre gläsernen und sehr zerbrechlich wirkenden Flügelkonstruktionen auffallen. In Fachkreisen werden diese Tiere "Hautflügler" genannt. Dazu gehören Bienen, Wespen und Ameisen. Wie ihr sehen werdet, sind nicht nur Wespen und Bienen darunter, sondern auch verschiedene Arten von Fliegen. Diese gehören zur Familie der "Zweiflügler". Weiterhin könnt ihr hier andere Tiere mit zarten Flügeln finden, die in keine der beiden Familien einzuordnen sind. Dabei findet Ihr bestimmt so manche Art, die Ihr noch nicht kennt.
Insekten sind die am meisten verbreitete Lebensform auf unserem Planeten. Sie stellen mit 80% aller Lebewesen überhaupt die mit Abstand größte Popullation und Artenvielfalt. Nach aktuellen Schätzungen der Wissenschaft sind noch circa eine Million Arten unentdeckt. Tendenz eher höher. Es ist auch schier unmöglich, alle Insekten, die "nur" in unseren heimatlichen Gefilden vorkommen, zu erfassen. Waldschrat-online.de möchte Euch hier, wie immer, mit einigen Grundinformationen vertraut machen.
Wir beginnen mit einem Insekt der Superlative: Der Riesenholzschlupfwespe:
Die Riesenholzschlupfwespe ist in der Umgebung von Nadelwäldern anzutreffen. Aufgrund ihrer Größe ist sie leicht auszumachen. Sie fliegt geräuschlos und bedingt durch ihre Körpergröße, recht behäbig. Das Tier erreicht eine Körperlänge von ca. 5 cm. Rechnet man den Legebohrer und die Fühler noch dazu, ergibt dies mehr als das Doppelte. Im Gegensatz zur Riesenschlupfwespe, die wir als nächstes vorstellen möchten, ist die Riesenholzschlupfwespe am Hinterleib weiß beringt. Für uns Menschen ist sie, allein durch ihre Erscheinung etwas furchteinflößend, was durch den Beinamen "Wespe" noch verstärkt wird. Sie ist jedoch völlig harmlos. Zu dem "Legebohrer" folgen einige Informationen beim nächsten Insekt.
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Dieses elegante und bildschöne Insekt wollen wir uns nun ein wenig näher betrachten. In der Größe steht es seiner Verwandten, der Riesenholzschlupfwespe in nichts nach. Leicht zur erkennen an den leuchtend roten Beinen und einem auf Hochglanz polierten schwarzen Körper, findet man sie in den Monaten Mai bis August, meistens an den Stämmen abgestorbener Bäume, wo sie Nahrung findet und für ihren Fortbestand sorgt. Letzteres tut sie auf eine unnachahmliche und schwer vorstellbare Weise, wie ihr sehen werdet.
4050b Zwei Riesenschlupfwespen sind auf einem toten Baumstamm gelandet.
4051b Wenn Ihr das Bild vergrößert erkennt ihr, wie das Insekt seine Fühler gegen den Baumstamm drückt. Die Wespe ist mit diesen hochsensiblen Tastorganen dazu in der Lage, im Holz lebende Tiere, wie Maden, Würmer oder Engerlinge bis in eine Tiefe von etwa 4 cm zielsicher zu orten. Was passiert, wenn die Wespe ein Opfer lokalisiert hat, seht ihr auf den folgenden Aufnahmen:
Nachdem die Riesenschlupfwespe ein Opfer ausgemacht hat, holt sie aus dem langen dünnen "Etui" am Hinterleib ihren Legebohrer heraus. Dieser wirkt tatsächlich wie ein Bohrer und hat die Eigenschaften einer ultrafeinen Injektionsnadel. Nun vollführt das Tier eine Leistung, die ungefähr mit der vergleichbar wäre, als wenn ein Mensch mit der bloßen Faust einen Nagel in eine Wand schlägt: Sie bohrt, unterstützt durch ihren sehr biegsamen und muskulösen Hinterleib, ein Loch in das manchmal extrem harte Wurzelholz, bis sie zu ihrem Opfer vorgedrungen ist. Nun legt sie durch den Bohrer ein einziges, mikroskopisch kleines Ei auf das Opfer, das von nun an als Wirt für die später schlüpfende Wespenlarve dient. Nach kurzer Zeit schlüpft die Larve aus dem Ei und beginnt den Wirt bei lebendigem Leibe zu verzehren. Wenn die Riesenschlupfwespe mit diesem Vorgang fertig ist, wird das ganze meist nur wenige Zentimeter weiter, mit sicherem Erfolg wiederholt. Das alles mag vielleicht grausam klingen und ist es im Grunde auch. Doch in der Natur herrschen harte und recht einfache Gesetze, was für die Kleinlebewesen im Besonderen gilt. Doch die Riesenschlupfwespe leistet so einen effektiven Beitrag zur Schädlingsbekämpfung, was von der Forstwirtschaft durchaus begrüßt wird.
4072b Die Riesenschlupfwespe trifft sicher ihr Opfer.
Weltberühmte Buchautoren wie Michael Chrichton, bekannt durch "Jurassic Park" oder Hollywood-Regisseure, wie Steven Spielberg, James Cameron, oder Ridley Scott ließen sich durch die Lebensweise solcher Insekten dazu inspirieren, Science-Fiction-Filme wie zum Beispiel "Alien - das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt", welcher sicherlich unter dem Genre Horror-Klassiker einzuordnen ist, zu drehen.
Ihr jedoch habt gelernt, dass dieses Insekt, schön, beeindruckend, groß, harmlos und vor Allem sehr nützlich ist! Noch ein kleiner Tipp: Wenn das Tier auf einem toten Baum sitz und bohrt, kann es logischerweise nicht wegfliegen. Das ist die beste Gelegenheit, es bei seiner Arbeit zu beobachten und vielleicht zu filmen.
Neben den Riesenschlupfwespen gibt es noch weitere Arten, die um einiges kleiner sind, im Prinzip jedoch auf die gleiche Weise vorgehen. Hier einige Bilder von anderen Arten. (Achtet auf die weißen Fühlerabschnitte.)
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Eine ganz andere Art von Insekt, was Aussehen und Lebensweise angeht, finden wir bei der Steinfliege. Sie lebt als Larve einige Zeit im Wasser, wo sie sich, gut getarnt, räuberisch von kleinen Wassertieren ernährt. Wenn die Larve das Wasser verlässt und das fertige Fluginsekt geschlüpft ist, wird keinerlei Nahrung mehr aufgenommen. Die Steinfliege verfügt zwar über einen Beissmechanismus, kann jedoch nicht mehr fressen. Das Leben als fertiges Fluginsekt hat nur die Arterhaltung zum Zweck und ist daher sehr kurz. Es gibt 115 Arten in Europa. Unsere Steinfliege, die wir auf den folgenden Fotos zeigen, ist etwa 40 Millimeter lang und hat eine Flügelspannweite von ca. 110 Millimetern. Da sie, wie ihr Name schon sagt, zu den Fliegen gehört, ist sie, trotz ihrer imposanten Erscheinung für uns in keiner Weise gefährlich.
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Für uns Menschen ebenfalls völlig harmlos, im Mikrokosmos jedoch gefürchtet, seht Ihr nun einen wahren Muskelprotz aus der Familie der Fliegen. Die Gelbe Mordfliege macht ihrem Namen alle Ehre. Sie überwältigt alles was kriecht, läuft und fliegt. Dabei achtet sie peinlich darauf, dass ihre Opfer ihre eigene Körpergröße nicht überschreiten. Die Mordfliege ist ca. 2,5 - 3 Zentimeter groß und stark behaart. Als Räuber fliegt sie, trotz ihres wuchtigen Körpers, sehr schnell und geräuschlos.
Die Gelbe Mordfliege hat einen Käfer erbeutet. Durch den harten Chitinpanzer hindurch, wird das Opfer ausgesaugt.
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Von diesem fürchterlichen Räuber gelangen wir nun zu einem etwas friedlicheren Insekt mit zarten Flügeln: Der Hummel! Friedlich heißt hier: Im Normalfall. Auch Hummeln haben einen Wehrstachel. Dieser ist zwar nicht so kräftig ausgebildet wie jener von Bienen, Wespen oder gar Hornissen, doch kann ihn die Hummel durchaus wirksam einsetzen. Diese dicken haarigen Brummer haben eine viel schwächere Muskulatur wie zum Beispiel die Wespen und ihr Stich ist dadurch weniger schmerzhaft. Tritt man jedoch aus versehen barfüßig auf eine Hummel, wird die schwache Muskulatur durch den plötzlichen Druck von oben ausgeglichen und so wirkt der Stich dann doch recht heftig. Wir zeigen verschiedene Arten von Hummeln.
Die Bilder oben und unten zeigen eine Erdhummel. (wiss. Bombus Terrestris)
Aus den dreissiger Jahren des vorigen Jahrhunderts stammt ein Spruch eines damals bedeutenden französischen Aerodynamikers, der als das sogenannte "Hummelparadoxum" in diversen Lexikas zu finden ist:
" Die Hummel kann bei einem Gewicht von 1,2 Gramm, einer Flügelfläche von 0.7 Quadratzentimetern und einer Pfeilung von 90° zum Körper nach allen modernen Erkenntnissen der Aerodynamik nicht fliegen! Doch die Hummel weiß das nicht !"
Heute, nach fast einhundert Jahren Fortschritt und Entwicklung, konnten Wissenschaftler diese Theorie widerlegen. Doch die Werte liegen tatsächlich hart an der Grenze des Möglichen. Die Hummel hingegen weiß das immer noch nicht - und fliegt!
Eine Ackerhummel bei der Arbeit auf einer Distelblüte. (Bild oben.) die untere Bildfolge zeigt wieder die Erdhummel. Die deutlich unterschiedliche Färbung des Haarkleides zeigt, dass es sich hier um verschiedene Arten handelt.
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Verlassen wir die Hummel und schauen uns mal etwas ganz Anderes an: Die Skorpionfliege soll uns dabei als nächstes Insekt Modell stehen. Außergewöhnlich in Form und Farbe ist auch dieses Tier für uns total ungefährlich. Die Skorpionfliege trägt ihren Namen wegen des skorpionartigen Ende ihres Hinterleibs, das beim Weibchen weniger, dafür beim Männchen umso mehr an den Stachel dieses giftigen Wüstenspinnentieres erinnert. Schauen wir sie uns einmal näher an:
(Weibchen) (Männchen)
(Weibchen, Frontalansicht)
Leuchtende Farben bedeuten im Mikrokosmos Gefahr! Schwarz und gelb abgesetzt, mit leuchtend rotem Hinterteil, wirkt die Skorpionfliege agressiv und wehrhaft. Sie verfügt über keine dieser Eigenschaften. Alles Tarnung und Täuschung? Weit gefehlt! Dieses Tier besitzt einen anderen, sehr wirkungsvollen Verteidigungsmechanismus in Form einer Chemikalie, die es in mannigfaltiger Hinsicht einsetzen kann. Verfängt sich eine Skorpionfliege zum Beispiel in dem Netz einer Spinne, dann sondert sie ihre Säure ab, löst das Gespinst damit einfach auf und ist somit befreit. Passt die Spinne nicht auf, droht ihr das gleiche Schicksal, wie ihrem Bauwerk. Für uns Menschen ist es - so findet Waldschrat-online.de - ein Segen, dass diese Stoffe nicht synthetisch herstellbar sind. Die Geschlechter sind hier gut zu unterscheiden. Beim Weibchen fällt das Hinterteil spitz aus, während, wie bereits erwähnt, beim Männchen eine Verdickung, ähnlich wie der Stachel eines Skorpions zu sehen ist.
Skorpionfliegenweibchen Skorpionfliegenmännchen
Die Aufnahmen, die nun folgen, verdeutlichen die Lebensweise der Skorpionfliege. Es ist nicht bekannt, ob dies, außer durch das Team Waldschrat-online.de, bisher fotografisch dokumentiert werden konnte.
Eine Spinne hat Beute in ihrem Netz. Die Skorpionfliege macht sich dieser habhaft, indem sie in das Netz einfliegt. Instinktiv zieht sich die Spinne blitzschnell zurück. Um ihr Leben fürchtend, überlässt sie dem Parasiten ihr Beutestück. Hilflos muss die Spinne mit ansehen, wie ihre Nahrung von einer ihr überlegenen Kreatur abspenstig gemacht wird. Eigentlich sollte es doch umgekehrt sein. Erst nach dem die Skorpionfliege gesättigt ist, verlässt sie das Netz der Spinne. Für diese bleibt nur die völlig ausgesaugte Chitinhülle ihrer ehemaligen Beute zurück.
Diese räuberische Vorgehensweise betrifft nicht nur die Spinnen und ihre Beute. Junge Raupen, die ihr schützendes Eigelege, welches oft von einem Seidengespinst umgeben ist, verlassen, werden unmittelbar darauf Opfer der Skorpionfliege.
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Schwarz und gelb gestreift ist in der Gruppe der Hautflügler richtig in Mode gekommen. Viele Insekten tragen diese Warnfarben zurecht, manche tun nur so als ob. Waldschrat-online.de zeigt Euch nun einige Arten von beiden Sorten. Wir beginnen mit einem Insekt, das wohl jeder kennen sollte, aber vielleicht so noch nicht gesehen hat. Gemeint ist die
Deutsche Wespe.
Die Deutsche oder auch Echte Wespe genannt, steht auf alles, was süß ist. Da der Mensch, je nach Veranlagung, die gleichen Eigenschaften aufweist, muss er sich seinen Lebensraum mit diesem stachelbewährten Insekt teilen. Er ist gut beraten, beim Zusammentreffen mit der Wespe Ruhe zu bewahren und nicht durch heftiges Abwehrverhalten in Form von heftigem Ausschlagen nach dem Tier, dessen Aggresivität herauf zu beschwören. Wespenstiche sind meist das Resultat solcher Bewegungen. Das diese mitunter recht unangenehm sein können, hat bestimmt manch einer von Euch schon gespürt.
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Aus dem Volksmund wird Folgendes überliefert: Drei Stiche töten einen Menschen, sieben Stiche töten ein Pferd. Glücklicherweise ist diese Aussage ins Reich der Fabel zu verweisen, sonst hätten wir in dem Insekt, welches wir als nächstes vorstellen, wohl einen ernst zu nehmenden Gegner, den wir schon lange auszurotten versucht hätten. In Wirklichkeit ist die Hornisse weit weniger aggressiv als die Wespe. Das ist auch gut so, denn diese große Räuberin weiß ihre Waffen wirkungsvoll einzusetzen. Doch bevor sie dies tut, muss schon einiges passieren. Sie ist mit einem Gewicht von bis zu 1,5 Gramm ungefähr dreimal so groß wie eine Wespe und hat eine deutlich rote Zeichnung am Vorderleib. Ein Volk besteht aus ungefähr 600 bis 1.000 Hornissen. Die Tiere sind wirklich friedliebend. Doch als wir eine Hornisse in einem Abstand von ca. 30 cm in der Nähe ihres Nestes mit Blitz aufgenommen haben, fand sie dies nicht komisch. Unter dem Volk muß unmittelbar danach eine Art Kommunikation stattgefunden haben, denn wenige Sekunden später waren wir von ihren Artgenossen buchstäblich umzingelt. Ein geordneter Rückzug verschonte uns vor etwaigen Angriffen.
Eine seltene Situation zeigen die folgenden Aufnahmen: Zwei der sonst so friedlichen und gut organisierten Hornissen liefern sich einen Kampf auf Leben und Tod. Die Ursache hierfür ist uns unbekannt. Doch eines der Tiere blieb nach etwa einer Minute der Auseinandersetzung, vom Stachel des Gegners getroffen regungslos liegen, während das Andere, ziemlich erschöpft, den Schauplatz des Geschehens kriechend verließ.
Noch einmal zum Vergleich: Die Deutsche Wespe.
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Bei dem nun folgenden schwarz - gelben Insekt handelt es sich um eine Waffenfliege. Die gehört zur Familie der Zweiflügler und zeichnet sich durch ihren breiten Hinterleib aus, der sie von Wespen und anderen Schwebfliegen leicht unterscheidet. Ihren Namen erhielt sie, weil ihr Muster angeblich an alte Militäruniformen erinnert. In Europa sind etwa 100 verschiedene Arten heimisch, in Deutschland gibt es 65 verschiedene Waffenfliegen. Das völlig harmlose Insekt trägt seinen Namen eigentlich zu unrecht, da es "unbewaffnet" ist; also über keinen Stachel verfügt. Die Waffenfliege ernährt sich vom Dung größerer Tiere oder Nektar aus Blüten.
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Von Giftstacheln, organisierten Völkern, die aus Drohnen, Arbeiterinnen und gar Königinnen bestehen, von Aggressivität und Bedrohlichkeit sind die Schwebfliegen weit entfernt. Dennoch treten sie in dem Gefahr anzeigenden schwarz-gelben Gewand auf und auf den ersten unachtsamen Blick, könnte man sie für eine Art Biene halten. Im Flug sind sie leicht von Bienen und Wespen zu unterscheiden, da sie in der Luft bisweilen stillstehen und schweben. Dieser Eigenschaft verdanken sie ihren Namen. Die Familie der Schwebfliegen ist so vielfältig, ihre Zeichnung so mannigfaltig, dass eine Beschreibung jeder einzelnen Art diese Seite sprengen würde. Die Bezeichnung "Fliege" in ihrem Namen verdeutlicht uns, dass wir es hier mit einem völlig harmlosen Insekt zu tun haben. Wir zeigen Euch nun ein paar Aufnahmen von verschiedenen Schwebfliegen, ohne direkt auf die einzelne Spezies einzugehen. Es sollte reichen, dass Ihr wisst, wie ihr sie von Stachelinsekten unterscheiden könnt.
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Noch zartere Flügel als die Schwebfliegen besitzen die Schnaken. Sie gehören biologisch zu der Familie der Zweiflügler und werden im Allgemeinen den Mücken zugeordnet. Die Wissenschaft ist sich jedoch bis heute nicht darüber einig, ob diese Zuordnung überhaupt richtig ist. Schnaken zeichnen sich in erster Linie durch ihre überlangen Beine aus. Mit ihnen hangeln sie sich durch hohe Gräser und gleichen damit etwaige Schwankungen, zum Beispiel bei der Nahrungsaufnahme aus, sodass sie ganz ruhig zwischen den Halmen hängen können. Ihre Beine sind mit Sollbruchstellen versehen. Verliert ein Tier eines oder mehrere seiner 6 Gliedmaßen ganz oder teilweise, ist dies kein großes Handicap. Schnaken können aufgrund ihrer absurd kleinen Mundöffnung nur flüssige Nahrung zu sich nehmen. So ernähren sie sich von Nährstoffen im Wasser oder vom Nektar der Blüten. Da sie keinen Stachel besitzen, können sie auch nicht stechen. In Deutschland gibt es 140 Arten von ihnen, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten fliegen. Einige von ihnen werden wir nun zeigen. Als erstes sehen wir die Holzschnake.
In der oberen Bildreihe sehen wir das Männchen der Holzschnake. Diese Art fliegt ab Anfang April und wird ab Ende Mai nur noch selten gesehen. Der orangefarbene Leib, die schwarz - roten Beine, sowie die buschigen Fühler sind die Erkennungsmerkmale der Männchen. Das Weibchen, welches wir in auf den foldenden Aufnahmen sehen, ist in der Form schon anders und viel auffälliger gefärbt. Diese Schnakenart ist in ihrer Erscheinung recht imposant, doch, wie schon erwähnt, völlig ungefährlich!
Eine Holzschnakenpaarung dauert im Regelfall etwa 90 Sekunden. Als Naturfotograf muß man schon Glück haben und zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sein, um solch ein Bild zu schießen. Nähert man sich all zu unvorsichtig, so dass die Tiere sich gestört fühlen, fliegen sie in Kopulationshaltung davon. Ihr Flug führt dann meist in die Bäume hinauf und ist nur schwer zu verfolgen. Gelingt dies, kann man die Paarung in einer etwas ungewöhnlichen Form beobachten.
Nächste Woche verraten wir dann, wie man den Knoten wieder auflöst!
Unmittelbar nach der Paarung begibt sich das Weibchen zu einem toten Holzstamm und beginnt mit der Ablage von etwa 150 Eiern.
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Wesentlich unauffälligere Arten aus dieser langbeinigen Insektengruppe sind die anderen Schnakenarten. In ihrem tristen grauen oder braunen Kleid sind sie in der Luft, wo ihre Konturen verschwimmen, kaum zu erkennen. Sitzen sie jedoch zwischen sattem Grün, so kann man diesen Tieren sogar noch etwas Schönes abgewinnen.
Früh am Morgen, wenn sich der Tau auf das Volk der Gräser niederlässt, können diese zerbrechlichen Insekten, genau wie die Libellen, noch nicht fliegen. Nach der ersten Nahrungsaufnahme, nun trocken und aufgewärmt, erheben sie sich in die Lüfte.
In der Wohnung, auf einer weißen Wand sitzend, erkennt man Details der Riesenschnake weitaus besser, als in ihrem normalen Lebensraum. Wir haben ihren unberechtigten Aufenthalt in unserem Refugium zu Fotozwecken genutzt und das Tier danach behutsam nach draußen befördert.
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Wir wollen von solch zarten und zerbrechlichen Wesen wie den Schnaken nun einen Kontrast zu einem wahren Killer unter den Hautflüglern herstellen: Waldschrat-online.de. stellt Euch die Raub- und Schnepfenfliegen vor. Einige von Euch werden diesen Namen wohl noch nie gehört und das Tier noch nie bewußt wahrgenommen haben. Doch gibt es von dieser Gattung weltweit etwa 2.500 Arten, von denen allein in Deutschland 260 heimisch sind. Diese Insekten sind Fleischfresser und fangen, wie die Libellen, ihre Beute im Flug. Dabei entwickeln sich immer noch fort. Einige weisen erst seit ihrer letzten Entwickungsstufe verlängerte und mit Dornen bewährte Greifbeine auf. Sie fangen alles, was sie überwältigen können und machen da bei ihrer eigenen Art keine Ausnahme. Noch im Flug werden die Opfer mit einem spitzen Rüssel angestochen und ausgesaugt. Wo die Bezeichnung "Schnepfenfliege" ihren Ursprung hat, ist nicht bekannt. Die Raubfliege allerdings, macht ihrem Namen alle Ehre, wir auf einigen der folgenden Aufnahmen zu erkennen ist.
Einer Raubfliege fiel eine Blaue Federlibelle, eine Kleinlibellenart, anheim. Deutlich erkennt man das blaue Auge der Libelle. Mit einer schier unvorstellbaren Kraft, verbiegt und zerfetzt die Tanzfliege ihr Opfer mittels ihrer sechs Beine und saugt es aus. Zurück bleibt nur ein leerer Chitinpanzer und die Flügel.
Wir zeigen diese faszinierende Raubfliege, kurz zusammengerafft, in ihrem Tagesablauf. Die Nacht hat sie ruhend am einem Grashalm verbracht. Unmittelbar nach dem die ersten Sonnenstrahlen den Tau getrocknet haben, beginnt ihre Jagd von einem Ansitz aus. Wenig später schlägt sie Beute: Im Sturzflug hat sie eine Zikade (Bild unten rechts) überwältigt und beginnt damit, sie auszusaugen.
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Bei dieser etwa 8 Millimeter großen Fliege handelt es sich um eine Bohrfliege. Sie zählt zu der Familie der Fruchtfliegen, von denen es alleine 4.500 Arten gibt. Dieses kleine Insekt hat es in sich! Mit Punkt- statt Facettenaugen steuert es gerne Kirschplantagen an und ist in der Lage, binnen kurzer Zeit ganze Obstbestände zu vernichten. Die Bohrfliege ist daher als Schädling zu betrachten und wird nicht gerne gesehen. Auffällige Merkmale sind die grauen Flügel und der kräftige kurze Legebohrer am Hinterleibsende.
Sehr scheu und gut versteckt, in selbst gegrabenen Wohnröhren von 30 bis 40 Zentimetern Tiefe, haust ein seltsames Wesen von wuchtiger Gestalt. Die Feldgrille gilt in Deutschland als extrem gefährdet. Die meisten Menschen bekommen sie nicht zu sehen, da ihre Schritte zu große Vibrationen auslösen, wenn sie sich der gut getarnten Grillenstube nähern. Das gut 5 Zenimeter große Insekt verschwindet sofort in sein Erdloch. In unserem Fall war das nicht anders. Sie erlaubte uns gerade diese zwei Aufnahmen und zog sich dann zurück. Ihr lautes Zirpen allerdings ist schon von weitem zu hören.
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Mutter Natur hat ein weiteres kleines Highlight mit zarten Flügeln geschaffen, über dessen Leistungen man nur noch staunen kann. Die Gemeine Florfliege ist gerade einmal sechs Millimeter groß. Sie zählt zur Familie der Netzflügler, ist dämmerungsaktiv und ernährt sich von Nektar und Honigtau. Ihre Larven leben räuberisch und verzehren während ihres kurzen Lebens 100 bis 150 Blattläuse. Aus diesem Grund ist das Tier für die Land- und Forstwirtschaft von großem Nutzen. Die Gemeine Florfliege hat in ihrem winzigen Körper ein Ultraschall-Ortungssystem "eingebaut" , welches auf anfliegende Fledermäuse reagiert. Spricht dieses "System" an, lässt sie sich zu Boden fallen und ist somit für ihren Feind unerreichbar.
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Jede noch so kleine Kreatur erfüllt im Mikrokosmos ihre Aufgabe und leistet somit einen Beitrag zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichtes. Die Gelbe Dungfliege hat den Auftrag, das wegzuräumen, was andere haben fallen lassen. Dieser Job ist nicht gerade der beste, doch das Insekt erfüllt ihn recht zuverlässig. Daher trifft man die Gelbe Dungfliege häufig dort an, wo zum Beispiel Kuhfladen in der Nähe sind. Misst man das Größenverhältnis der Fliege zum Kuhfladen, hat man in etwa eine Vorstellung davon, was dieses kleine Tierchen zu leisten im Stande ist.
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Bei den meisten Fliegenarten sind die Geschlechter äußerlich nicht zu unterscheiden. Es gibt tausende Arten von ihnen. Wir hatten Euch ja versprochen, nicht zu sehr ins Detail zu gehen. Dieses Versprechen wollen wir auch halten. Darum zeigen wir Euch nun Bilder von verschiedenen Fliegenarten. Auf diese Weise trefft Ihr viele alte Bekannte wieder. Da wäre die grüne Schmuckfliege, die schwarz-weiß gestreifte Fleischfliege, die Florfliege mit ihren zarten Flügelmäntelchen, Tanzfliegen, die gelbköpfige Bohrfliege, Dungfliegen bei der Paarung und borstige Feldfliegen. Die ein- oder andere Schwebfliege gesellt sich auch noch dazu. Hier unsere kleine Fliegengalerie:
Anmerkung der Autoren: Der beim Photographieren so gefürchtete "Rote-Augen-Effekt" ist hier gewollt und dadurch in keinster Weise digital korrigiert worden!
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Wenn ihr Euch morgens zum Frühstück den Honig auf das vielleicht noch warme, knusprige Brötchen schmiert, habt ihr dabei schon einmal daran gedacht, woher er kommt? Natürlich kommt er aus dem Glas, das auf dem Tisch steht. Doch wie kommt er da hinein? Fragen über Fragen tun sich auf. Sicherlich könnte das Fernsehteam von der "Sendung mit der Maus" all diese Fragen perfekt beantworten. Waldschrat-online.de versucht es auf seine Weise. Es ist die uralte Geschichte von den Bienen und den Blumen. Ohne diese fleißigen, geflügelten Helfer würde nicht viel in der Natur wachsen und blühen. Einzig der Wind könnte ihre Arbeit, wenn auch wesentlich ineffektiver, übernehmen. Im Speziellen sind hier die Honigbienen gemeint. In Völkern organisiert, legen die Königinnen die Eier, Drohnen - unfruchtbare Artgenossen - bewachen diese und die Arbeiterinnen kümmern sich um den Rest. Ein Volk kann aus mehreren Tausend Individuen bestehen. Egal, ob vom Imker gezüchtet oder wild lebend, geht das Volk vor dem Winter zu Grunde. Die Larven und Puppen überstehen die Kälte und im nächsten Frühling entsteht aus ihnen eine neue Generation. Dann schwärmen sie aus und sorgen nicht nur für Euren Brotauftrich, sondern kümmern sich auch noch darum, dass die Pflanzenwelt fortbesteht. Ganz nebenbei liefern sie ein Produkt, das Ihr um die Weihnachtszeit besonders zu schätzen wißt: Bienen schwitzen nämlich einen besonderen Stoff aus: Das Wachs! Eine kleine Bildserie zeigt die fleißigen Sammler bei der ach so mühevollen und auch gefährlichen Arbeit. (siehe Kapitel Krabbenspinne!)
Wir werden diesen fleißigen Helfern der Menschen in Kürze einen besonderen Abschnitt dieser Seite widmen. denn wir sind der Meinung, dass sie sich das verdient haben.
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Gut versteckt, im dichten Bewuchs eines Weihers, stießen wir auf einer unserer Expeditionen auf das wohl kurzlebigste Tier der Welt. Die Eintagsfliege hat, wie ihr Name schon sagt, nachdem sie aus dem Wasser gekommen und aus der Haut ihrer Larve geschlüpft ist, nur wenige Stunden zu leben. Diese Zeit nutzt sie um zu fliegen und sich fortzupflanzen. Gleich danach stirbt sie. Für die Nahrungsaufnahme bleibt keine Zeit. Eintagsfliegen treten meist in sehr großen Schwärmen auf, da sie fast gleichzeitig schlüpfen. Umso mehr waren wir darüber verwundert ein einzelnes Exemplar auch noch sitzend vorzufinden. Kurze Zeit später war ihr Leben auch schon vorbei.
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Hier geht es zu, wie auf einem der riesigen Wühltische beim Sommerschlußverkauf einer großen Warenhauskette. Weichkäfer, Schwebfliegen, Bockkäfer, Fruchtfliegen und andere Insekten tummeln sich auf einem einzigen Blütenstengel. Du stehst mit der Kamera vor der Pflanze, es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, die Insekten fliegen dir um die Ohren. Jede Sekunde ein anderes Motiv. Wann drückst Du auf den Auslöser? Jetzt! OK? Ja! Waldschrat-online de. findet, dass die Aufnahme ganz gut gelungen ist. Was meint Ihr?
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Das Leben da draußen bei Mutter Natur ist nicht einfach. Hitze, Kälte, Gewitter, Frost, Hagelschlag, Feuer und nicht zuletzt der Mensch, setzen unseren kleinen Freunden stark zu und können ihr ohnehin schon kurzes Leben noch zusätzlich verkürzen. Der Instinkt der Tiere sagt ihnen, dass nichts so wichtig ist, wie die eigene Art zu erhalten. Um dies zu gewährleisten, vollführen sie so machen Balanceakt. Abertausende verschiedene Gattungen finden immer wieder zueinander. Verwechselungen sind ausgeschlossen, gar unmöglich. Entsprechend passen sie zusammen wir der Schlüssel zum Schloß. Wenn man die Natur mit offenen Augen sieht, muß man dieser Faszinaton zwangsläufig erliegen. Waldschrat-online.de. zeigt Euch nun zwei "Kunstturner", die diese Eindrücke nur zu gut bestätigen.
Da setzen wir doch gleich noch eins drauf: Diese beiden hatten es sich auf unserem Rucksack "gemütlich" gemacht.
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Die rotäugige, grün schimmernde Schmuckfliege, die Ihr jetzt schon öfter auf verschiedenen Fotos betrachten konntet, erfüllt in der Natur eine wichtige Aufgabe: Als "Gesundheitspolizei" entfernt sie auch für sie noch so schwere Brocken. Gemeinsam ist man stark; und so schaffen es diese Aasfresser binnen Kürze den Kadaver einer ganzen Echse zu beseitigen. (Bild unten Mitte.)
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Die folgende Bildreihe zeigt einen Frühlingsboten der etwas seltsameren Art. Dieser haarige Geselle, der mit etwas Phantasie an ein expirimentelles Düsenflugzeug aus der Pionierzeit erinnert, kann schon ab Anfang April in Gärten und auf Waldlichtungen beobachtet werden. Der Große Wollschweber sieht gefährlicher aus, als er tatsächlich ist. Er gehört zur Gattung der Fliegen und ist mit 9mm Körpergröße für uns völlig harmlos. Der "Stachel" , der nach vorne gerichtet ist, und mit 7mm fast die Körperlänge erreicht, ist in Wirklichkeit ein Rüssel, der zum Saugen von Nektar dient. Lediglich die Larven des Großen Wollschwebers sind Parasiten und ernähren sich von Wespen- und Bienenlarven, die in deren Behausungen leben. Sein Schwebeflug ohne Vorwärtsbewegung und sein plüschiges Wollkleid gaben ihm seinen Namen.
Bereits Ende Mai bis Mitte Juni endet die Flugzeit dieses seltsamen Geschöpfes. Der elegante Flieger mit seinen schwarz-silbrig gezeichneten Flügeln taucht dann erst in nächsten Frühling wieder auf. Die nächsten Aufnahmen zeigen den Großen Wollschweber bei der Nahrungsaufnahme im Flug. Diese Bilder zu schießen gestaltete sich ziemlich schwierig, da sich das Insekt gegenüber dem Fotografen wenig koperativ verhielt.
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