Herzlich Willkommen bei „Waldschrat-online.de“,

 

der Foto- und Infoseite für alle Libellenfreunde und solche, die es noch werden wollen.

 

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Wer einmal begonnen hat sich mit dem Thema „Libellen“ eingehend zu befassen, unterliegt zwangsläufig der Faszination, die von dieser Tierart ausgeht. 

 

In ihren Formen, Farben und Flugkünsten im Allgemeinen und ihrer im Tierreich einzigartigen Lebensweise im Besonderen, wecken Libellen in jedem aufmerksamen Naturbeobachter das Verlangen, mehr über ihr geheimnisvolles Leben zu erfahren und die inneren Zusammenhänge erkennen zu wollen. 

 

+++ Waldschrat aktuell  # 1 +++

 

Libelle des Jahres 2020

 

Die Speer-Azurjungfer, Coenagrion hastulatum

Charpentier, 1825

 

Im Dezember 2019 wurde vom Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen e.V.  (GdO) die „Libelle des Jahres 2020“ gekürt.

 

 

Im Allgemeinen trifft die Wahl zur „Libelle des Jahres“ eine Spezies, um auf deren potentielle Gefährdung hinzuweisen, die grundsätzlich auf Verluste ihrer angestammten Lebensräume durch den Menschen zurückzuführen ist.

 

 „Für den Rückgang der Speer-Azurjungfer sind verschiedene Faktoren verantwortlich.

 

Zum einen der Verlust ihrer natürlichen Lebensräume: Nährstoffarme und saure Gewässer, vor allem im Moor, wo die Libelle sich am wohlsten fühlt, werden immer seltener. Etwa durch die Zerstörung der Moore durch den Torfabbau.

 

Zum anderen ist die Überdüngung aus der Landwirtschaft einer der Hauptfaktoren des Artenverlustes in Deutschland.

 

Dazu kommen die steigenden Temperaturen durch den Klimawandel, die auch die Speer-Azurjungfer massiv bedrohen.“

 

 Von den etwa 80 In Deutschland vorkommenden Groß- und Kleinlibellenarten stehen nunmehr 48 Spezies auf der Roten Liste gefährdeter Insekten.

 

Quelle: BUND/GdO, 2020

 

Ein ausführliches Artenprofil von Coenagrion hastulatum findet Ihr hier.

 

Bemerkungen zur Wahl der „Libelle des Jahres 2020“

 

 

Die beiden oben genannten Vereine wählen ab dem Jahr 2011 jeweils eine „Libelle des Jahres“, um unter anderem auf die aktuelle Gefährdung der jeweiligen Art in ihren teils hochempfindlichen Lebensräumen hinzuweisen. Im Falle der Speer-Azurjungfer, Coenagrion hastulatum, geschah dies bereits im Jahr 2013.

 

 

Nun, es erscheint ohne Zweifel richtig und wichtig, auf diverse negative Umweltaspekte, welche für den Rückgang oder gar das Erlöschen ganzer Populationen von ohnehin schon seltenen Spezies ursächlich sind, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Jedoch sollten sich die Verantwortlichen bei ihren Auswahlkriterien auch darüber im Klaren sein, dass es wenig vorteilhaft erscheint, ein und dieselbe Art binnen weniger Jahre zum wiederholten Male zur „Libelle des Jahres“ zu küren.

 

 

Angesichts der beiden extrem heißen und trockenen Sommer 2018/2019 kam es zu ähnlich hohen Rückgängen von Abundanzen weiterer mehr oder weniger bedrohten Arten, wie z. B. der Späten Adonislibelle, Ceriagrion tenellum, oder der vom Aussterben bedrohten Vogel-Azurjungfer, Coenagrion ornatum. Klima- und emissionsbedingt hatten auch Fließgewässerarten wie die Gebänderte Prachtlibelle, Calopteryx splendens, sowie die allgegenwärtige Große Pechlibelle, Ischnura elegans, beträchtliche Bestandseinbußen zu verzeichnen. Großlibellen, ungeachtet ihres Gefährdungsstatus, betraf dies im Allgemeinen, wie etwa die Große Königslibelle, Anax imperator, oder seltene Spezies wie die Gestreifte Quelljungfer, Cordulegaster bidentata, sowie Falkenlibellen der Gattung Somatochlora, im Besonderen, um nur einige zu nennen.

 

 

Welche Informationen und Datensätze dem BUND und der GdO als Auswahl-kriterium zur Wahl der jeweiligen „Libelle des Jahres“ zur Verfügung stehen, ist uns gänzlich unbekannt, da diese nur begründet aber nicht veröffentlicht werden.

Vielleicht wären die Vorstände der maßgeblichen Vereine gut beraten, wenn sie die aussagekräftigen Daten von ihnen durchaus bekannten, guten Feldodonatologen künftig mit berücksichtigen würden?   

 

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Zu Beginn werden in der folgenden Diashow alle 79 derzeit in Deutschland vorkommenden Spezies von Klein- und Großlibellen, sowie einige Arten aus dem Süden Europas gezeigt. Die Reihenfolge richtet sich nach den wissenschaftlich genormten Artnamen (Jödicke, 1992).  

 


Alle wissenschaftlichen Namen unterliegen dem "International Code of Zoological Nomenclature" (ICZN von 1999). Für die deutschen Artnamen gibt es keine festen Regeln.

 

Hinweis: Zur optimalen Betrachtung aller Diashows empfehlen wir den Vollbildmodus, der durch Anklicken der gekreuzten Pfeile im Bild aktiviert wird. Durch weiteres Anklicken entsprechender Symbole kann der alle 6 Sekunden wechselnde Bildlauf beliebig oft angehalten, oder mehrfach vergrößert werden.

In ihrem Aufbau, der bis zu seiner heutigen Form durch Jahrmillionen der Evolution perfektioniert wurde, aus edlem Material besteht und bis heute ein unerreichtes Ideal menschlicher Ingenieurskunst repräsentiert, können Libellen in ihren Leistungen viele Superlative auf sich vereinigen.

 

Dank intensiver Forschungen innerhalb der letzten Jahrzehnte wandelte sich ihr allgemeiner und  auf Unkenntnis basierender, schlechter Ruf von gefährlichen "Teufelsnadeln", Augenstechern" oder "Pferdetod" hin zu nützlichen Insektenvertilgern und Bioindikatoren für Wasserqualität. 

 

All das und vieles mehr möchten wir Euch, liebe Besucher auf den Seiten unserer Homepage mit einfach verständlichen Texten und zahlreichen, zum Teil außergewöhnlichen Bildern vermitteln.

 

Wir wünschen allen Besuchern und Besucherinnen dieser Home-page viel Vergnügen und Spannung bei ihren virtuellen Reisen durch das geheimnisvolle Leben der Libellen. 

 

Mit naturfreundschaftlichen Grüßen,

 

Euer Team „Waldschrat-online.de"

 

 

 

+++ Waldschrat aktuell # 2 +++

  

Der digitale Libellenführer

 

Die Libellen Nordrhein-Westfalens

und darüber hinaus

 

Ausgabe 2014

 

bietet weit mehr Informationen und ist ab sofort verfügbar!

 

Einzelheiten hierzu können im Shop eingesehen werden.

 

 

Für einen Blick ins Buch stehen hier je eine Leseprobe aus Band 1, Kleinlibellen und Band 2, Großlibellen, zum Download bereit:

 

Leseprobe Gabel-Azurjungfer.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.4 MB
Leseprobe Kleiner Blaupfeil.pdf
Adobe Acrobat Dokument 3.1 MB

Absolut empfehlenswert:

Unsere Bestimmungs-CD ist ausschließlich  hier erhältlich.

 

Achtung!

Nur noch wenige Exemplare verfügbar!

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Update:

05. Februar 2020: 

Das Artenprofil der Südlichen Mosaikjungfer wurde neu gestaltet.

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03. September

2016

 

In Zusammenarbeit mit 

dem Westdeutschen Rundfunk entstand ein sehenswerter Beitrag 

über Libellen, der hier ab sofort abgerufen werden kann. 

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19.

Juni

2017

 

Mit dem WDR auf Libellenexkursion: Ein Link zu einer spannenden Fotoreportage ist ab sofort im Blog dieser Homepage zu finden!.

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