Zwerglibelle

Nehalennia speciosa

CHARPENTIER, 1840

 

Libelle des Jahres 2018

 

Hinweise zur zoologisch wissenschaftlichen Nomenklatur: „Nehalennia“ (lat.) war eine am Niederrhein zur Römerzeit verehrte Fruchtbarkeits- und Segensgöttin. „speciosa“ kommt von „speciosus“ (lat.) = schön, wohlgestaltet. Vermutlich wegen der schönen Färbung der Männchen. Der deutsche Artname weist darauf hin, dass die Zwerglibelle die kleinste mitteleuropäische Libellenart ist.

 

Die Zwerglibelle ist mit einer Körperlänge von annähernd 2,5 Zentimetern und einer Flügelspannweite von 2 Zentimetern die kleinste Libelle Europas. Die hier gezeigten Aufnahmen täuschen über die tatsächliche Größe stark hinweg. Sie ist von sehr zierlicher Gestalt und durch die für Libellen unüblichen kurzen Flügel, die nur bis zum 6. Hinterleibssegment reichen, ein relativ schlechter Flieger.

 

Die erwachsenen Männchen sind an der Thoraxseite hellblau und an der Oberseite metallisch grün gefärbt. Das Abdomen ist ab der Mitte des 8. Hinterleibssegmentes hellblau gefärbt. Die Augen erreichen mit Eintritt der Geschlechtsreife ebenfalls hellblaue Farben. Die Augen der Jungtiere sind milchig braun.

 

Die Weibchen treten in einer grünen oder blauen Variante auf. Ihr Hinterleib ist etwas kräftiger als das Abdomen der Männchen. Die Flügelmale sind weiß, ockerfarben oder hellbraun

Die Art benötigt als Lebensraum flache und wenig saure Schlenken in Übergangsmooren. Die Vegetation sollte aus Binsen Pfeifen- und Wollgras bestehen. Sie fliegt dort zwischen den Halmen der Vegetation, wo sie sich leicht verstecken kann. Aufgrund ihrer geringen Größe kann sie sehr leicht übersehen werden.

Lebensraum der Zwerglibelle (1)
Lebensraum der Zwerglibelle (1)
Lebensraum der Zwerglibelle (2)
Lebensraum der Zwerglibelle (2)

Die Flugzeit der Art reicht von Mitte Mai bis Anfang September mit Höhepunkt im Juni und Juli. Sie kommt in Deutschland nur noch inselartig an ganz wenigen Stellen vor, da  ihre außergewöhnlich hohen Lebensraumansprüche nur noch von wenigen Habitaten erfüllt werden können.

 

Nehalennia speciosa ist eine der seltensten Libellen Deutschlands und genießt  gemäß der Bundesartenschutzverordnung einen besonderen Schutzstatus. In der Roten Liste für bedrohte Tierarten erreicht sie den höchsten Status: Stufe 1 = „Vom Aussterben bedroht“.

 

Absolut empfehlenswert:

Unsere Bestimmungs-CD ist ausschließlich  hier erhältlich.

 

Achtung!

Nur noch wenige Exemplare verfügbar!

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Update:

Februar 2021:

   

Das Artenprofil der Südlichen Mosaikjungfer wurde neu gestaltet.

Updates:

Januar 2022:

 

Das Kapitel der Östlichen Moosjungfer wurde komplett neu überarbeitet.

Die Seite über die Gefleckte Smaragdlibelle wurde mit aktuellen Bilddokumenten erweitert.

Im Artensteckbrief des Südlichen Blaupfeils sind ebenfalls neue Makroaufnahmen zu sehen.

Bei den Edellibellen wurde das Kapitel der Keilfleck-Mosaikjungfer mit neuen Fotos erweitert.

Gleiches gilt für das Artenprofil der Zierlichen Moosjungfer.

Auch das Kapitel über die Hochmoor-Mosaikjungfer wurde mit zusätzlichem Bildmaterial aufgewertet.

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