Zwerglibelle

Nehalennia speciosa

CHARPENTIER, 1840

 

Hinweise zur zoologisch wissenschaftlichen Nomenklatur: „Nehalennia“ (lat.) war eine am Niederrhein zur Römerzeit verehrte Fruchtbarkeits- und Segensgöttin. „speciosa“ kommt von „speciosus“ (lat.) = schön, wohlgestaltet. Vermutlich wegen der schönen Färbung der Männchen. Der deutsche Artname weist darauf hin, dass die Zwerglibelle die kleinste mitteleuropäische Libellenart ist.

 

Die Zwerglibelle ist mit einer Körperlänge von annähernd 2,5 Zentimetern und einer Flügelspannweite von 2 Zentimetern die kleinste Libelle Europas. Die hier gezeigten Aufnahmen täuschen über die tatsächliche Größe stark hinweg. Sie ist von sehr zierlicher Gestalt und durch die für Libellen unüblichen kurzen Flügel, die nur bis zum 6. Hinterleibssegment reichen, ein relativ schlechter Flieger.

 

Die erwachsenen Männchen sind an der Thoraxseite hellblau und an der Oberseite metallisch grün gefärbt. Das Abdomen ist ab der Mitte des 8. Hinterleibssegmentes hellblau gefärbt. Die Augen erreichen mit Eintritt der Geschlechtsreife ebenfalls hellblaue Farben. Die Augen der Jungtiere sind milchig braun.

 

Die Weibchen treten in einer grünen oder blauen Variante auf. Ihr Hinterleib ist etwas kräftiger als das Abdomen der Männchen. Die Flügelmale sind weiß, ockerfarben oder hellbraun

Die Art benötigt als Lebensraum flache und wenig saure Schlenken in Übergangsmooren. Die Vegetation sollte aus Binsen Pfeifen- und Wollgras bestehen. Sie fliegt dort zwischen den Halmen der Vegetation, wo sie sich leicht verstecken kann. Aufgrund ihrer geringen Größe kann sie sehr leicht übersehen werden.

Die Flugzeit der Art reicht von Mitte Mai bis Anfang September mit Höhepunkt im Juni und Juli. Sie kommt in Deutschland nur noch inselartig an ganz wenigen Stellen vor, da  ihre außergewöhnlich hohen Lebensraumansprüche nur noch von wenigen Habitaten erfüllt werden können.

 

Nehalennia speciosa ist eine der seltensten Libellen Deutschlands und genießt  gemäß der Bundesartenschutzverordnung einen besonderen Schutzstatus. In der Roten Liste für bedrohte Tierarten erreicht sie den höchsten Status: Stufe 1 = „Vom Aussterben bedroht“.

 

Absolut empfehlenswert:

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Updates:

03. September

2016

 

In Zusammenarbeit mit 

dem Westdeutschen Rundfunk entstand ein sehenswerter Beitrag 

über Libellen, der hier ab sofort abgerufen werden kann. 

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Aktuelle Updates:

19. Juni

2017

 

Mit dem WDR auf Libellenexkursion: Ein Link zu einer spannenden Fotoreportage ist ab sofort im Blog dieser Homepage zu finden!.

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